Dienstag, 30. August 2011

10.07.2011 Agi Turnier DVG VdH Solingen Merscheid

Am Sonntag 10.07. gings dann nach Solingen Merscheid. Nachdem ich im letzten Jahr dort die A1 Large gewonnen und meine letzte Quali für den Aufstieg in die A2 geholt hatte, wollte ich das Turnier in Solingen auf keinen Fall verpassen. Das Turnier wurde zweitägig, d.h. Samstag und Sonntag, ausgerichtet, ich hatte aber nur für Sonntag gemeldet, da ich samstags in Köln Süd starten wollte.  Dass mir die Solinger auch nur für Sonntag eine Zusage geschickt haben, hat mich daher besonders gefreut.

Richtering war in Solingen Kirsten Brox. Wie immer waren ihre Parcours gut zu laufen, m.E. aber auch recht anspruchsvoll. Die Schwierigkeiten und Knackpunkte waren dabei bei der Begehung mitunter nicht oder erst auf den zweiten Blick zu erkennen...

Los ging es an diesem Tag mit dem Jumping. Kirsten hatte einen sehr abwechslungsreichen und optisch irgendwie ungewöhnlichen Parcour gestellt.  Im ersten Drittel wei bogenförmig nebeneinander liegende Tunnel, dann über einen Doppelsprung hinüber in eine Art Box, und zum Schluss nochmal Slalom und Tunner auf leicht gebogener Linie. Insgesamt hatte ich aber nach der Begehung ein gutes Gefühl...

Leider kam es dann wie so oft doch etwas anders, denn Bolton war von dem Doppelsprung nach dem zweiten Tunnel wohl etwas überrascht und sprang direkt in die Stangen...   Die anschließende Box klappte gute, nur im Slalom meinte Bolton mal wieder bei der vorletzten Stange rausspringen zu müssen. Und auch der erneute Versuch war erst beim zweiten Anlauf erfolgreich, so dass wir zum Schluss 1 Verweigerung und 2 Parcourfehler eingeheimst hatten, was dann nur zu Platz 13 von 26 Startern reichte. Dass ingesamt nur 14 gewertet wurden und der Rest DIS lieg, tröstete mich recht wenig...

Hier das Video zu unserem Lauf:





Beim A-Lauf wollte ich es auf jeden Fall besser machen und mehr auf Sicherheit als auf Tempo laufen.  Der Parcour war wieder sehr interessant.  Nach dem Start gings gleich über die Wippe, dann zu Seite in einen "verdeckten" Tunneleingang und dann schräg in den Slalom.  Bis dahin lief Bolton auch klasse, am Slalomeingang wollte ich es aber zu gut machen und habe dabei Bolton an der ersten Stange vorbei gedrückt. Der zweite Anlauf klappte dann, allerdings wieder nur bis drittletzten Stange, wo Bolton zwei mal zu früh ausfädelte. Beim 3.Versuch hab ich ihn dann dort wieder rein gestopft, um endlich weiter laufen zu können. Aber meine Motivation war eigentlich bei Null, so hab ich mich über die Slalomfehler von Bolton geärgert. Den Slalom ist Bolton bisher immer recht sicher gelaufen, keine Ahnung, was er da für Probleme hatte....    Naja, der Rest lief dann halbwegs, aber als Bolton dann auch noch die Stegabgangszone überlief, habe ich ihn zurück gesetzt (wir hatten ja ohnehin schon genügend Fehler ... ;-).  So endete der A-Lauf mal wieder mit einem DIS (so langsam gewöhne ich mich daran ;-) )...

Hier das Video zu Boltons Slalomkünsten:



Danach gabs dann noch ein lustiges Spiel, das Rattenspiel.   Dabei musst man mit dem Hund ein Stück eines Parcours laufen, ihm dann auf einem Tisch absetzen, musste dann selber ohne Hund weiter laufen, aus einem mit Tunneln abgegrenzten Bereich eine Stoffratte herausholen, mit dieser dann selber (!) durch den Slalom laufen und sie in ein mit Flatteband eingerahmtes Feld werfen und durfte dann erst den Hund vom Tisch abholen und den Parcour zu Ende laufen.   Es war schon sehr lustig zu sehen, wie die Teilnehmer bei der Begehung versuchten, die beste Lauftechnik durch den Slalom zu finden... Entsprechend viel wurde gelacht...

Gelacht wurde dann beim Lauf dann auch über die verdutzten Gesichtsausdrücke der Hund, als sie sahen, dass Frauchen oder Herrchen selber durch den Slalom läuft... :-)...   Diese Slalom wurde mir dann auch zum Verhängnis, ich habs nämlich (als Mensch) geschafft, auf der falschen Seite einzufädeln... :(. Alle Zurufe der Zuschauer drangen irgendwie nicht bis zu meinem Ohr durch, so dass wir am nächsten Hindernis die "DIS"-Pfeife ertönte...   Naja, warum sollte ich es auch besser machen als mein Hund... ;-)

Hier das Video zum Spiel. Man beachte meine elegante Lauftechnik im Slalom ;-)



Trotz unserer "Negativ-Erlebnisse" mit dem Slalom war es aber wieder ein sehr schönes Turnier in Solingen mit vielen netten Leuten und nicht zuletzt dank des lustigen Spiels sehr guter Stimmung.

Donnerstag, 25. August 2011

09.07.2011 Agi Turnier DVG HSV Köln Süd





Am 9. Juli  veranstaltete der HSV Köln Süd sein 2. Sommerturnier. Da ich im letzten Jahr schon dort gestartet war und  seid dem Frühjahr dort auch bei Tobi trainiert hatte, erhoffte ich mir einen gewissen "Heimvorteil". Zudem fungierte Jörg Zenner als Richter, der mir mit seiner netten Art und seinen gut zu laufenden Parcours immer gut gefällt.

Der A3 Parcour war technisch ansprechend, aber trotzdem gut und rund zu laufen. Etwas knifflig war der versetzt neben einer Hürde beginnende Slalomeingang, bei dem man den Hund nach der Hürde für eine runde Linien wieder etwas zurück führen musste. An dieser Stelle wollte ich Bolton quasi mit einem belgischen Wechsel um mich herum führen. Leider stand ich dann dabei etwas ungünstig, d.h. zu nahe am Slalom, so dass ich Bolton am Eingang vorbei drückte... :-(   . Somit war der Traum vom fehlerfreien Lauf dahin, so dass es mir nicht schwer fiel, Bolton jeweils zurück zu setzen, als er am A-Wand- und am Stegabgang nicht in 2on2off stehen blieb.  Also  hatten wir mal wieder unser DIS....

Der Jumping Parcour war ganz nach meinem Geschmack, d.h. schnell, aber trotzdem interessant, und er bot im letzten Drittel (nämlich am Sacktunnel) die Möglichkeit, durch beherztes und schnelles Führen, d.h. frühzeitiges Absetzen vom Hund,  ein bischen Zeit gegenüber den Konkurrenten einzusparen.

Um es kurz zu machen: die bei der Begehung geplante Lauflinie und die Wechsel funktionierten wunderbar und wir schafften endlich mal einen Nuller! :-)   Bolton hat toll mitgerarbeitet und trotz meiner wieder mal viel zu hektischen Führ- und Laufweise waren wir recht flott unterwegs. Mit eine Zeit 33,97 Sekunden landeten wir auf Platz 6 von 23 Startern.




Zum Schluss gabs dann noch ein sehr lustiges Spiel.   Dabei musste sich der Hundeführer als "Erschwerung" zwei Bälle unter die Arme klemmen und dann mit dem Hund möglichst schnell durch einen kleinen Parcour laufen..   Ging ein Ball unterwegs verloren, gabs ein DIS... Es war wirklich lustig anzusehen, mit welchen Techniken die verschiedenen Hundeführer die Bälle und die Arme klemmten und dann zu laufen versuchten... Entsprechend gut war die Stimmung!   Ich schaffte mit Bolton einen fehlerfreien Lauf und wir landeten am Ende auf Platz 4 von insgesamt 55 Startern (alle Large Hunde).

Hier Dank Maik ein Video über unsere Läufe, das er sehr lustig zusammen geschnitten hat. Vielen Dank! :-)



So fand dieser Tag dann für uns doch noch ein sehr positives und lustiges Ende. Es war ein schönes Turnier, bei dem alle viel Spaß hatten... :-))

Freitag, 22. Juli 2011

Jubiläumsturnier der Eifel-Jumpers Reetz am 2. und 3. Juli 2011

Nachdem ich beim Hallenturnier der Eifel-Jumpers im Februar eine Absage bekommen hatte, war ich nun sehr erfreut, eine Zusage für beide Tage bekommen zu haben. Wegen der doch recht großen Entfernung übernachtete ich dort wie schon beim Turnier in Höfen im Wohnwagen.



In Reetz war alles bestens organisiert und liebevoll vorbereitet. Der Stellplatz für Wohnwagen und Zelte war direkt oberhalb des Turnierplatzes der Eifel-Jumpers, so dass man sehr kurze Wege hatte.   Das Wetter war anfangs etwas wechselhaft, wurde dann aber im Laufe der beiden Tage zunehmend besser. Am Sonntag Nachmittag kam die Sonne zum Schluss so stark raus, dass sich einige Teilnehme und Gäste einen leichten Sonnenbrand zuzogen (ich auch). Richter in der Eifel waren Jörg Zenner und Dieter Heinrich.




Samstag, 2.Juli

A-Lauf
Den A3-Parcour, den Dieter Heinrich stellte, hatte es in sich. Schon bei der Parcourbegehung kamen viele Hundeführer aus dem Grübeln nicht mehr heraus. Einerseits gab recht enge Stellen mit entsprechenden Verleitungen und Sprüngen "von hinten", anderer musste man an einigen Stellen aber auch sehr schnell sein, um vor dem Hund bleiben und sicher führen zu können.  Die zentrale "Schlüsselstelle" der Parcours war m.E. der Slalom. Nur wenn der Hund in der Lage war, diesen wirklich alleine zu arbeiten, d.h. ohne Hilfe sicher den Eingang treffen und den Slalom dann selbstständig ohne Hilfe abarbeiten, konnte man sich weit genug in Richtung A-Wand absetzten, um den Hund dann "im Vorbeilaufen" in den darunter liegenden Tunnel zu schicken und ihn dann am Tunnelender wiede aufzunehmen und die folgende Sequenz (wieder mit Sprung von hinten) sicher zu führen.





Um es vorweg zu nehmen: das Ergebnis von 24 DIS und nur 1 fehlerfreien Lauf bei 29 Startern zeigt auf der einen Seite, wie schwierig der Parcour war, auf der anderen Seite aber auch, dass der Leistungs-Niveau in der A3 zumindest in unserer Region doch sehr unterschiedlich ist.  Den fehlerfreien Lauf schaffte übrigens Mona mit Page, die als letzte auf den Parcour ging und wirklich einen genialen Lauf zeigte. Entsprechend groß war dann auch der Beifall und Jubel unter den Zuschauern.

Wir durften uns (leider) unter die DIS-Läufer einreihen. Die nach der Begehung aufgekommene Hoffnung, diesen Parcour vielleicht doch irgendwie zu schaffen, verflog bei mir schnell, als Bolton den Slalomeingang zwar traf, dann aber gleich wieder raus sprang und ich ihn nochmals neu rein schicken musste. Da ich mich dann auch nicht mehr traute, mich vom Slalom abzusetzen, hat natürlich auch das Timing am Tunnel unter der A-Wand nicht mehr gepasst. 3 Sprünge weiter habe ich dann völlig die Orientierung verloren und Bolton von der falschen Seite über dem Sprung vor dem folgenden Tunnel geführt.... :-(


Jumping
Der Jumpimg Parcour war vom Parcourverlauf her deutlich einfacher zu laufen. Allerdings lockten auch wieder einige Verleitungen in Form von "falschen" Tunneleingängen. Zur Steigerung der Stimmung wurde das Jumping von den Eifel-Jumpers mit fetziger Musik hinterlegt, sofern man sich nicht vor dem Lauf dagegen aussprach. Ich fands klasse und ging mit Musik auf jeden Fall lockerer in den Parcour.



Nach recht gutem und flüssigem Anfang kassierten wir den ersten Fehler wieder am Slalom, wo Bolton mal wieder an der 3. letzten Stange nach links raussprang. So langsam entwickelt sich auch der bisher recht sichere Slalom bei Bolton zum Problemgerät, interessanterweise aber nur im Turnier. Bei Training läuft er absolut sicher.  Zum Schluss fiel dann auch noch eine Stange, so dass wir mit 2 Parcourfehlern auf Platz 12 bei 13 gewerteten Teams (von 29) landete. Mit dem Lauf war ich trotzdem recht zufrieden, denn wir sind recht flüssig durchgekommen und alle bei der Begehung überlegten Wechsel und Linien habe wie geplant funktioniert.

Hier ein Video von Maik mit einer Zusammenfassung der Läufe:





Nach der Siegerehrung haben ich dann noch zusammen mit Ivonne, Conni, Martina und einigen weiteren Turnierteilnehmern noch eine schöne Runde mit den Hunden durch die reizvolle Eifellandschaft rund um den Hof Grevenstein gedreht  und danach den Tag mit einer Dosensuppe und einem Weizenbier im Wohnwagen ausklingen lassen.






Sonntag, 3. Juli

Nach einem gemütlichen Frühstück im Wohnwagen und eine morgendlichen Gassi-Runde gings dann weiter mir den sportlichen Herausforderungen...

A-Lauf
Der A-Lauf wurde sonntags von Jörg Zenner gestellt.  Die Parcours von Jörg haben mir in der Vergangenheit immer gelegen, so auch an diesem Sonntag.  Schon die ersten Sequenz von 4 Sprüngen hintereinander, von denen der 2. und der 4. von hinten zu springen waren, fand ich recht interessant. Den zweiten Sprung wollte ich hinterlaufen und Bolton mit einem "Remo" in den Rücken schicken.  Beim 4. Sprung waren meine Gedankengänge bei der Begehung wieder viel zu kompliziert. Diesen wollte ich auch hinterlaufen und Bolton dann mit einem Belgier in Richtung Tunnel schicken... Einfach wäre es gewesen, Bolton nach dem Remo rechts zu weiter führen und ihm am 4. Sprung mit einem  "außen!" von hinten springen zu lassen , aber warum einfach, wenn auch kompliziert geht... ;-)


Der Remo nach dem Start funktioniert dann auch sehr gut, aber ich konnte mich dann nicht so wie geplant von Bolton absetzten und musste daher an der 4. Hürde etwas improvisieren, was eigentlich unnötig war (wenn ich denn richtig geführt hätte).  Am Steg haben wir dann ordentlich Zeit verloren, da Bolton recht langsam darüber lief und eine gefühlte Ewigkeit brauchte, bis er endlich in die Kontaktzone gelaufen war...   Den folgenden, recht schwierigen Slalomeingang schafften wir einigermaßen und Bolton tat mir dann auch noch den Gefallen und sprang diesmal nicht raus... Auch im weiteren Parcourverlauf blieben wir fehlerfrei, allerdings verloren wir einiges an Zeit durch zu große Bögen, z.B. bei der 180 Grad Kehre nach dem Sprung vor der Wand und auch bei der Schluss-Sequenz.
Trotzdem war ich glücklich, endlich mal einen 0-Feherlauf geschafft zu haben, auch wenn er hier und da noch etwas hakelig war.  Dass unsere Zeit dann doch noch für Platz 5 gereicht hat, hat mich dann überrascht, aber doch sehr gefreut.  Die 1 Sekunde, die uns auf den Platz 4 von Yvette mit Ella gefehlt haben, wäre mit engen Bögen sicher drin gewesen. Die über 5 Sekunden schneller Zeit von Diana mit Tess auf Platz 3 hätten wir aber keinesfalls geschafft, dazu sind vieleren wir einfach (noch?) zuviel Zeit auf bei den Kontaktzonengeräten. Aber daran arbeiten wir ja schon seit längerer Zeit (wenn auch mit mäßigem Erfolg)...

Hier das Video dazu:







Jumping
Nach dem  doch recht erfolgreichen A-Lauf  freute ich mich richtig auf das Jumping.  Der Parcourverlauf war sehr schnell und gar nicht so einfach.  Insbesondere der lange, gestreckte Tunnel und die danachfolgenden, nach rechts führenden Sprünge wurden einigen Teams zum Vergängnis, da viele triebige Hunde nach den Tunnel den Verleitungssprung schräg geradeaus nahmen.. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Lauflinien bzw. Führtechniken für diese Sprünge nach dem Tunnel. Einge Hundeführer hinterliefen die als Welle zu laufenden Hürden und führten den Hund rechts, andere blieben vor den Hürden und führten den Hund links. Ich entschied mich bei der Begehung für ein "Mittelding" und wollte zwischen den Hürden die Seite wechseln..  Zum Ende des Parcours wurde es dann auch noch mal spannend, denn nach dem nochmals zu durchlaufenden langen Tunnel gings natürlich nicht über die geradeaus "lockende" Verleitungshürde, sondern nach links weg...



Wie so oft kam es dann in der Praxis etwas anders als geplant...  Die Startsequenz und die Hürden nach dem langen Tunnel klappten gut, Bolton ließ sich schön anrufen und die folgende kleine Welle lief auch sehr gut. Leider wollte ich des dann bei der Hürde vor dem Slalom "zu gut" machen und drückte Bolton bei meinem Bemühen, in vor dem Sprung etwas zu stellen, hinten vorbei, so dass er die Hürde von hinten nahm.. =>  DIS ...   Danach fiel dann aber auch noch eine Stange und beim letzten "Kringel" drehte ich micht nicht sauber genug mit, so dass Bolton verweigerte...

Trotzdem war ich auch mit dem Jumping zufrieden, denn alle Wechsel und Lauflinien, die ich mir bei der Begehung überlegt hatte, habe wie geplant funktioniert. Hätte ich vielleicht etwas weniger Druck gemacht, wäre durchaus auch ein 0-Fehlerlauf drin gewesen...

Auch das Jumping von Sonntag im Video:



Eifel-Cup
Den Abschluss dieses tollen Turniers bildeten  dann die Finnalläufe swa "Eifel-Cups".  Alle Teams konnten sich nämlich im Vorfeld zu Mannschaften von jeweils 3 Hunden zusammen schließen. Für alle Läufe am Samstag und am Sonntag wurden Punkte verteilt, und die jeweils beiden besten Mannschaften beider Tage durften dann bei den Finalläufen am Sonntag Nachmittag im "k.o. - System" gegeneinander antreten. Der Sieger musste dann gegen die Gewinner des letzten Jahres antreten.  Unter dem Jubel der Zuschauer gewann letztendlich nach spannendem und harten "Fight" die Mannschaft "of the four bees" aus Belgien gegen die Titelverteiger und Gewinner des letzten Jahres, den "Rebenhüpfern".


Hier ein Video-Eindruck von der guten Stimmung beim Final-Lauf:




So ging bei zum Schluss sonnigen Wetter ein tolles Turnierwochenende bei den Eifel-Jumpers in Reetz zu Ende, das mir auf jeden Fall in bester Erinnerung bleiben wird! :-)

Freitag, 1. Juli 2011

18./19. Juni 2011, Heckenlandturnier der SV OG Höfen


Im Juni und Juli gibt es üblicherweise ein reichhaltiges Angebot an Turnieren und Startmöglichkeiten.  Da mir das Nordsee-Turnier an Pfingsten doch etwas zu weit war, hatte ich mich für einen Start beim Heckenlandturnier der SV OG Höfen entschieden.  Eine Blick auf den Routenplaner zeigte schnell, dass eine Heimfahrt am Samstag nach dem Turnier und eine Rückkehr nach Höfen am Sonntag wenig sinnvoll war. Also entschloss ich mich, schon freitags Abend mit dem Wohnwagen anzureisen und dort zu übernachten.  Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, denn es regnete und stürmte zeitweise recht kräftig. Doch dank Heizung im Wohnwagen überstanden wir das Wochenende unbeschadet.

Das Turnier war hervorragend organisiert, von der Stellplatz-Reservierung für den Wohnwagen  bis hin zu fetziger Musik war alles von den Höfenern bestens geregelt und organsieiert. Die Stimmung war trotz der erwähnten Wetters bei allen sehr gut und wir haben wieder einige nette Leute kennen gelernt.

Doch nun zum sportlichen Teil des Wochenendes...   Richterin war an beiden Tagen Inge Kurz. Ihre Parcours waren teilweise doch recht anspruchsvoll und mitunter auch, insbesondere für schnelle Hund und angesichts des nassen Wetters, sehr eng.


Samstag, 18. Juni

Da der erste Start erst für 9:30 Uhr angesetzt war und in der Reihenfolge A1, A2, Senioren, und dann A3 gestartet wurde, waren wir erst kurz vor Mittag an der Reihe.


A-Lauf
Bei der Begehung des A-Parocours fielen mir eigentlich nur zwei Stellen auf, an denen ich etwas länger überlegen musst. Gleich die 2. Hürde war von hinten zu springen und dann gings recht eng über die 3. Hürde Richtung Steg. Hier entschied ich mich, Bolton, Bolton auf dem kürzeren Weg zwischen 2 und 3 hindurch zur Hürde 3 zu führen. Viele ließen die Hunde auch auf dem weiteren Bogen um die Hürde 2 herum laufen, wodurch der Hund mehr Schwung behielt... Etwas knifflig war auch die Hürde vor dem Slalom und dann der Slalomeingang selber. Durch den davor liegenden Weitsprung erschien es mir unmöglich, vor dem Hund zu bleiben, so dass ich den folgenden Sprung und den Slalomeingange von hinten führen wollte...

Soweit meine Planungen. Irgendwie war Bolton dann aber viel zu unkonzetriert und irgendwie neben "der Rolle". Vielleicht lag es ja daran, dass ich ihn vorher zu lange im Auto habe sitzen lassen, auf jeden Fall war er ziemlich aufgedreht und kläffte die ganze Zeit herum, ohne richtig bei der Sache zu sein. Das machte mich noch nervöser und hektischer, als ich ohnehin schon war, entsprechend eckig war auch der Start und die erste, enge Sequenz. Am Stegabgang war ich dann zu zögerlich, was Bolton dann gleich merkte und verunsichert absprang. Dass die Richterin dies dann doch nicht als Fehler anzeigte, habe ich erst nachher erfahren. Im den Glauben, ohnehin schon einen Parcourfehler zu haben, habe ich Bolten dann an der Kontaktzone des A-Wand-Abgangs, wo er einfach nicht stehen blieb und weiter lief, wieder zurück gesetzt. Somit hatten wir unser nächstes DIS... :-(.  Da Bolton immer noch kläffend herum sprang, klappte dann auch der restliche Parcour nicht mehr.... also ein Lauf zum Vergessen...

Entsprechend frustriert war ich dann auch danach, besonders die Kontaktzonen ärgerten mich, da wir ja daran schon sehr lange herumtrainieren und ich eigentlich der Meinung (oder besser der Hoffnung) war, dass Bolton sie langsam begriffen hat...

Hier das Video zu unserem "Murks"-Lauf:





In der Pause bis zum Jumping habe ich mich mit Bolton dann in den Wohnwagen zurück gezogen, um einfach etwas abzuschalten und  meinen Frust nach dem A-Lauf  abzubauen. Dank guter Musik von "Muse" im MP3-Player ist mir das dann auch gelungen und nach einer heißen Tasse Beutel-Capuccino und einem Knäckebrot mit Nusspli  ;-) kam auch meine Motivation und die Freude aufs Jumping zurück..


Jumping

Der Jumping Parcour gefiel mir ausgesprochen gut. Er war schnell und rund zu laufen und bot an einigen Stellen Möglichkeiten, durch behertze (französiche) Wechsel den Hund auf Zug bzw. Tempo zu halten. Bei der Begehung war ich mir ziemlich sicher, dass ich an den entsprechenden Stellen weit genug vor Bolton sein würde, damit die eingeplanten Franzosen auch funktionierten...  Also wollte ich es auch versuchen, nach dem vermurksten A-Lauf konnte ja eigentlich alles nur besser werden... ;-)

Und es wurde besser... :-)).  Alle Wechsel funktionierten wie geplant, nur vor der Mauer ungefähr zur Hälfte des Parcours lief Bolton auf einer anderen Linie wie geplant, so dass ich da etwas drücken musste.  Vermutlich verlor er dabei auch etwas Schwung und auch Konzentration, denn beim darauffolgenden Sprung fiel dann leider die Stange, was ich aber wegen des französischen Wechsels, den ich dahinter machte, nicht mit bekam. Der Rest lief nach auch noch schnell und flüssig, so dass wir mit einer recht flotten Zeit und nach einem (für unsere Verhätlnisse) runden Lauf hochzufrieden über die Zielhürde gingen.

Hier das Video dazu:



Mit diesem Lauf landeten wir auf Platz 10 von 22 Startern. Die reine Zeit war nur, und das freut mich besonders, gut 0,6 Sek langsamer als die Zeiten der bekannt schnellen Teams wie Tobias mit Don oder Mona mit Page. Trotz der gefallenen Stange war ich mit dem Lauf sehr zufrieden, zeigte er doch, dass wir mit etwas Glück und beherztem, rundem Laufen doch halbwegs mit den schnellen Teams mithalten können.






Abends bin ich dann nach einer köstlichen Dose "Räubertopf" und einer (Plastik)flasche "Weißbier" im Wohnwagen nochmal den fetzigen und rockigen Klängen der Musik gefolgt und zum Vereinsheim der Höfener hinüber gegangen. Dort ließ der harte Kern der OG, verstärkt durch ein paar weitere  "Feier-Willige" den Tag bei leckerem, frischen Bier und guter Musik ausklingen.  Gegen 22: 30 Uhr habe ich dann den "Heimweg" zum Wohnwagen angetreten, da ja am Sonntag noch weitere sportliche Herausforderungen anstanden...


Sonntag, 19. Juni

Nach eine recht kalten, regnerischen und stürmichen Nacht begann der Sonntag erst mal wieder mit Regen. Da die A3 Starter auch am Sonntag erst sehr spät eingeplant waren, konnte ich mit Bolton nach dem Frühstück bei einer größeren Gassi-Runde noch etwas die schöne Eifellandschaft genießen.


A-Lauf
Der Sonntags-Parcour von Frau Kurz war auch nicht ohne. Besonders die schnelle Passage nach der A-Wand, insbesondere der von außen zu nehmende Sprung vor dem Reifen, machte mir bei der Begehung arge Kopfschmerzen.. Denn dadurch, dass ich bei Bolton die Zone am A-Wand-Abgang kontrollieren muss, er aber dort im Turnier aber auch nicht stehen bleibt, war ich bei dem o.g. Sprung vor dem Reifen zwangsläufig hinter ihm. Ich musste ihn dort also entweder mit einem belgischen Wechsel einbremsen oder versuchen, ihn von hinten zu Seite ziehen und dann mit einem "weg" über den Sprung zu schicken. Ansonsten hatte ich mir vorgenommen, am Steg wie im Training durch zu laufen (da ich danach einen französichen Wechsel eingeplant hatte) und zu hoffen, dass Bolton dann auch wie im Taining das "Tack"-Kommando ausführt und kurz auf der Zone anhält...  Soweit, sogut...

Leider lief es dann mal wieder in der Praxis ganz anders als geplant bzw. gehofft.  Bis zum Steg liefs eigentlich recht gut, aber am Abgang hatte ich dann wohl doch etwas zuviel "Gottvertrauen", denn ohne jegliche Kontrolle sprang Bolton (natürlich) ab, was ich aber durch den Franzosen nicht bemerkt habe. Der eingeplante Wechsel hinter dem Hund vor der A-Wand funktionierte auch, ebenso auch die Kontaktzone. Da ich mich aber dort nicht absetzen konnte und zugleich mit Bolton losgelaufen bin, war ich dann an dem o.g. Sprung so weit hinter him, dass mir ein Belgier kaum noch machbar erschien und ich mich spontan entschloss, Bolton mit einem "zu mir ! " auf mich zuzuziehen und dann mit einem "weg!" über den Sprung zu schicken. Bolton reagierte auch ganz brav, zog den Linksbogen zu und drehte nach meinem "weg" auch schön nach rechts, sprang aber dann leider nicht, sondern lief links an dem Sprung vorbei. Im Nachhinein fiel mir natürlich ein, dass wir dies, also das "weg!" vor einem Sprung noch nie geübt hatten, bisher immer nur nach dem Sprung. So war es eigentlich zu erwarten, dass er verweigert, aber nachher ist man halt immer schlauer...
Durch die Verweigerung und den "Korrekturkringel" war dann auch irgendwie der Schwung bei Bolton raus, sodass ich bei dem Sprung nach der folgenden Mauer zu wenig mitlief und Bolton dann innen vorbei lief, also nochmal verweigerte...   Mit einem Parcourfehler und zwei Verweigerungen landeten wir dann wegen der hohen Zahl von Disqualifikationen noch als letztes gewertetes Team auf Platz 7 von 23 Teams.... Da wäre mal wieder viel mehr für uns drin gewesen... :-(

Hier das Video:



und die Ergebnis-Liste:




Jumping
Nachmittags gings dann zum Jumping. Einige kräftige Regenschauern hatten inzwischen die Einfahrt zum Parkplatz in eine Schlammwüste verwandet, aber der Parcourplatz selber war trotzdem noch gut zu laufen.  Nach dem doch recht guten Jumping von Samstag hoffte ich, dass dieses am Sonntag ebenfalls so gut laufen würde.  Der Parcour war m.M.n. wie der A-Lauf ebenfalls etwas schwieriger als am Vortag.  Schon der Anfang hatte es in sich: nach drei Sprüngen geradeaus schloss ich nach links ein Rechtsbogen auf die Mauer an, gefolgt von einem Sprung, der wieder von außen zu nehmen war.  Eine U-förmiger Tunnel nach dem Slalom lockte mit einem verführerischen, "falschen" Eingang und nach dem Reifen gings nicht wie (vom Hund) erwartet geradeaus, sondern rechtwinklig nach Links.

Nach dem Start lief das Jumping dann ähnlich wie der A-Lauf.  Ich rief Bolton über die drei ersten Geradeaussprünge ab, habe ihn dann aber wohl durch meinen folgenden Wechsel über dem Sprung 3 so "gestört" das die Stange fiel.  Der  Franzose vor der Mauer, bei dem ich bei der Begehung etwas Bedenken hatte, klappte recht gut und mit dem Gefühl, die schwierigste Ecke hinter mir zu haben, gings dann auf den Slalom zu..  Und was mach Bolton?... Er fädelt aus ! ... :(.  Vermutlich habe ich zuviel Druck gemacht und lief auch im Bemühen, in möglichst gut zu kontrollieren, zu dicht bei ihm...    Der folgenden Tunnelverleitung gingen wir dann nicht "auf den Leim", aber irgendwie hab ich Bolton dann beim Reifen wohl in geistiger Verwirrung mit einem "vor!" (wie ich nachher auf dem Video selber überraschenderweise hören konnte) noch weiter geradeaus geschickt, anstatt das Tempo heraus zu nehmen und ihn zu mir zu rufen...  Nach dem folgenden DIS hatte ich dann keine Lust mehr.... :-(

Hier das Video:



Somit ging ein in jeder Beziehung wechselhaftes Wochenende zu Ende. Die Stimmung unter den Teilnehmern war immer gut,  ansonsten waren eben ein paar Sonnenstahlen das Jumping am Samstag mein einziges (sportliches) Highligt.. Alles andere kann man eher in die Rubrik "Abhaken" einordnen...




Als abschließende Herausforderung entpuppte sich dann noch das Verlassen der Parkplatzes mit dem Wohnwagengespann.  Nachdem die drei Gespanne vor mir unter Ausnutzung von Geschwindigkeit und Schwung sich gerade so durch die Schlammkuhlen retten konnten, habe ich mich schon nach wenigen Metern noch auf dem "Gras"festgefahren. Glücklicherweise war Organisation der Höfener auch auf solche Fälle vorbereite, ein Traktor war nämlich gleich zur Stelle und hat und mich dann mit dem gesamten Gespann behutsam auf die feste Straße gezogen...




Trotzdem werden wir nächstes Jahr wohl wieder kommen, denn Spaß hat das Wochenende allem zum Trotz doch eine Menge gemacht... :-))

Freitag, 10. Juni 2011

4. Juni 2011, Turnier beim DVG HSV Leverkusen

Am Samstag den 4. Juni hatte ich für das Agi-Turnier der HSV Leverkusen gemeldet. Die Leverkusener hatten an diesem Wochenende 150 Starter zugelassen und dazu dann auch wie vorgeschrieben erforderlichen 2 Richter eingeladen, das waren Stefan Schega und Jörn Kahlmann.  Durch die hohe Starterzahl ging es rund um den Turnierplatz sehr eng zu und auf fast jedem freien Plätzchen stand ein Zelt. Aber insgesamt lief das Turnier recht flüssig und straff organisiert ab, trotzdem war wir als A3er durch die großen A1er und A2er Starterklassen erst nach 11 Uhr an der Reihe..


A-Lauf
Der A-Parcour war m.M.n. sehr einfach und hatte fast keine besonderen, führtechnischen Herausforderungen. Da somit auch die Gefahr von Fehlern (bei den Konkurrenten ;-) ) recht klein war, sah ich wenig Chancen, mich mit Bolton gegenüber den vielen schnellen und erfahrenen Teams durchsetzen zu können.  So nahm ich mir vor, möglichst ruhig und ohne viel Druck zu laufen und Bolton möglichst viel zu helfen. Mein Plan wäre auch fast aufgegangen, aber eben nur fast.  Ich lief den Parcour genau so ab, wie ich ihn begangen hatte..., und das diesmal sogar fehlerfrei!  Nur hatte ich bei der Begehung leider schon am Anfang des Parcours einen Tunnel übersehen, so dass ich dann Bolton zielstrebig an diesem vorbei führte.  Der folgend Pfiff des Richters hat mich dann auch dementsprechend überrascht, wie man auf dem Video (siehe ganz unten) gut erkennen kann... ;-).   Der Rest lief dann eigentlich problemlos...  Das war wirklich ein "verschenktes"  V0 ... :-(




Jumping
Am Nachmittag fand dann das Jumping statt. Auch der Jumping-Parcour war nicht sonderlich anspruchsvoll, bot aber doch an der einen oder anderen Stelle Möglichkeiten, Zeit gut zu machen oder eben welchen zu verlieren... ;-). Eine dieser Stellen war der Spung nach dem ersten Tunnel, wo man den Hund entweder "klassisch"  mit einem "Kringel" linksherum innen an der Hürde vorbei führen konnte oder eben die Hürde hinterlaufen und den Hund nach nach hinten außen springen lassen konnte, wodurch er natürlich mehr Tempo halten konnte.  Da Bolton ohnhin immer recht eng um die Ecken kommt, entschied ich mich bei der Begehung für die erste, auch etwas sichere Variante.

Die nächste technisch etwas anspruchsvollere Stelle kam 3 Sprünge später, wo man den Hund linksgeführt über eine Hürde springen lassen muste, nach der es aber wieder (fast 180 Grad) zurück in einen Tunnel ging. Dort entschied ich mich dazu, Bolton von hinten mit einem "Vorweg" zu führen. Allerdings habe ich dieses wohl etwas zu sehr auf Sicherheit gelaufen, denn mein "Weg" kam zu spät, so dass Bolton einen recht großen Bogen lief...

Zum Schluss der Parcours kam nochmal ein Tunnel, gefolgt von einem Reifen und dem nach links versetzten Zielsprung.  Bei der Begehung dachte darüber nach, nach dem Tunnel einen französichen Wechsel zu machen. Da aber der Tunnel recht gestreckt lag, befürchtete ich, mich dafür nicht genügend nach vorne absetzen zu können, also entschied ich mich auch hier für die sichere Variante, d.h. diese Stelle von hinten zu führen, d.h. Bolton nach dem Reifen von hinten nach links zu ziehen und dann hinter ihm zu wechseln.  Dabei  verlor er aber doch ganz schön an Tempo und außerdem etwas die Richtung auf den Zielsprung, so dass wir auch dort einiges an Zeit verloren haben.  Nebenbei bemerkt: der Franzose vor dem Reifen hätte sicher funktioniert, (fast) alle anderen sind ihn gelaufen...

So war unser Jumping ebenfalls ein für unsere Verhältnisse sehr runder und ruhiger Lauf, nur eben leider etwas langsam. Dennoch hat die Zeit für Platz 6 bei 39 Startern gereicht, also eigentlich gar nicht so schlecht...



Hier das Video von A-Lauf und Jumping



Auf das obligatorische Spiel wurde in Leverkusen wegen der hohen Starterzahl und der schon fortgeschrittenen Zeit verzichtet.




Rückblickend bin ich mit unseren Leistungen sehr zufrieden.  Ich habe ganz bewusst versucht, möglichst ruhig zu laufen und Bolton viel zu helfen. Dass unter diesem Aspekt natürlich keine Topzeiten heraus kamen, ist logisch.  Auf dem Video sieht man zudem (besonders beim Jumping), dass ich mein eigener Laufweg oder auch meine Führweise an einigen Stellen "suboptimal" war und Bolton entsprechend abbremsen musste oder unnötige Schlenker lief.    Wenn ich es mir mal gelingt, solche "Bremse" zu vermeiden und gleichzeitig dann Bolton wieder mehr pusche und motiviere, dann dürften auch die Zeiten bzw. die Durchschnittsgeschwindigkeit deutlich besser werden. Das gibt mir doch wieder mehr Hoffnung und auch die Zuversicht, dass wir mittel- bis langfristig vielleicht doch aus eigener Kraft auf "Treppchen-Niveau" laufen können (zumindest hin und wieder... ;-) )...

Donnerstag, 9. Juni 2011

14.05.2011, Turnier beim DVG Bornheim-Sechtem

Letzten Samstag war ich mit Bolton auf dem Turnier des VfG Bornheim-Sechtem. Ich kannte den Platz schon vom letzten Jahr, weil letztes Jahr dort die Agi-Kreismeisterschaften des DVG veranstaltet wurden. Richter war an diesem Tag Stefan Stega, der für meinen Geschmack sehr interessante Parcours mitgebracht hatte. Sie waren schnell und rund zu laufen, hatten aber mit mehr oder weniger heftigen Verleitungen so ihre Tücken, was sich in einer doch recht hohen Anzahl von Disqalifikationen auswirkte.

Das Starterfeld in Bornheim war recht "hochkarätig" besetzt, bei den Minis bzw. Midis hatten u.a. Sabine Zepf und  Hinky Nickels gemeldet und bei den Large-Hunden starteten mit Gitta Kamprich, Mona Grefenstein, Dennis Mann, Kevin Pohl und Tobias Wüst gleich eine ganze Reihe bekannt guter und schneller Teams.  Dieses Starterfeld steigerte dann auch noch etwas meine ohnehin immer recht große Nervosität, andererseits war natürlich gespannt, wie wir uns schlagen würden...

A-Lauf
Bei der Begehung empfand ich den Parcour für durchaus machbar. Abgesehen von den bei uns immer kritischen Kontaktzonen bereiteten mir allerdings zwei Stellen etwas Sorgen:  zum einen ziemlich zu Beginn des Parcours eine Tunnelverleitung direkt neben dem Stegaufgang, und zum zweiten eine lange "Rennpassage" durch einen lang gestreckten Tunnel gefolgt von 3 seitlich versetzen Sprüngen zum Schluss des Parcours.

Glücklicherweise war ich mit Startnummer 77 diesmal erst in der 2. Hälfte des 19 Starter starken Feldes an der Reihe, so dass ich zuschauen konnte, wie einige auch gute Teams der Tunnelverleitung "zum Opfer fielen" und sich dort mit einem DIS aus der Wertung verabschiedeten. Nach dem Start mussten wir aber zuerst mal die A-Wand meistern, was uns auch so leidlich gelang (zumindest ging der Arm des Richters nicht hoch ;-) ). Danach ging es dann durch den Slalom auf die Mauer zu und von dort aus wieder zurück auf den Steg, neben dessen Aufgabg der o.g. Tunnel "lauerte"... ;-).  Durch Anrufen, Rückwärtslaufen und leichtes Gegendrehen konnte ich Bolton aber recht sicher auf den Steg führen, der größte Knackpunkt war also geschafft...   Der weiter Parcour lief dann recht gut. Vor der Wippe habe ich etwas zu wenig Tempo raus genommen, so dass Bolton in einem leichten Bogen schräg auf die Wippe lief.  An dem schnellen Tunnel zum Schluss lief ich, im Gegensatz zu den meisten anderen Startern, rechts vorbei, weil der Parcourverlauf danach auch nach rechts weiter verlief und ich hoffte, dass sich Bolton dann gleich etwas in die richtige Richtung drehte, falls ich mit seinem Tempo nicht mitkommen und er sich nach mir umdrehen würde.   So kam es dann auch, und ich musste ihn mit einem deutlichen Stimmkommando weiter vor über die nächste Hürde schicken und ihn dann gleich wieder zu mir rufen, um noch die letzten beiden Hürden zu schaffen...

Hier das Video dazu:



So schafften wir es dann bis ins Ziel, fehlerlos zu bleiben, wenn auch nicht sehr schön gelaufen. Somit hatten wir endlich unseren ersten, fehlerfreien Lauf in der A3 geschafft und landeten damit auf einem guten 4. Platz hinter Kevin mit Funny, Mona mit Page und Angelika mit Mitsch.  Damit war ich dann auch sehr zufrieden, die recht große Rückstand auf den 3. Platz von über 3,5 Sek zeigt auch ein bischen, dass Bolton eben doch nicht ganz so schnell wie die "Spitzenhunde" ist. Ok, bei optimaler Führweise meinerseits wären vielleicht noch 2-3 Sekunden drin gewesen, aber für ganz vorne hätte es wohl nicht gereicht.



Etwas überraschend fand ich dann die doch recht große DIS-Quote. Nach mir wurden noch zwei Teams mit Fehlern gewerter, alle anderen liefen DIS.


Jumping
Mit einer guten Portion Selbstvertrauen aus dem A-Lauf ging ich das Jumping an.  Der Parcour war recht flüssig gestellt ohne all zu knifflige Ecken. Einzig am letzten Tunnel machte ich mir bei der Begehung Gedanken, ob ich Bolton zum Eingang schicken und am Tunnelausgang wechseln sollte, ob ob es besser wäre, ihn zum Tunneleingang zu führen und dann dort hinter ihm zu wechseln. Ich entschied mich für die erste Variante, die dann im Lauf auch problemlos funktionierte.
Aber wie so oft kamen die Probleme an Stellen, wo ich sie vorher gar nicht vermutete hatte.  Beim Jumping war das der Sprung nach dem ersten Tunnel, wo Bolton hätte "nur" geradeaus springen müssen...  Aber ich habe wohl an dieser Stelle seinen "Zug" nach vorne überschätzt, auf jeden Fall folgte er meiner Seitwärtsbewegung zum nächsten Sprung schon bevor er den davor absolivert hatte, also mal wieder eine Verweigerung.  Den Zug nach vorne entwickelte Bolton dann am Ende des folgenden Slaloms, wo er zu früh ausfädelte und dann gleich nach vorne über den dann kommenden Weitsprung sprang, ohne dass ich eine Chance gehabt hätte, den Fehler im Slalom zu korrigieren. Natürlich ertönte sogleich der Pfiff des Richters, wir hatten also wieder mal unser DIS... :(  . Zum Schluss am Reifen habe ich Bolton dann noch mal im Weg rum gestanden, also insgesamt ein völlig vermurkster Lauf...

Hier das Video dazu:



Spiel
Zum Schluss gabs in Bornheim dann noch ein nettes, schnelles Spiel. Es war ein Parcour zu laufen, der im Prinzip aus zwei parallelen Wellen bestand, die oben durch einen U-Tunnel verbunden waren.  Am Start gabs als führtechnische Herausforderung noch einen Kringel über eine Mauer und einen weiteren TUnnel und zum Schluss  nochmal ein paar Sprünge im Zickzack. Beim Spiel ließ sich Bolton mal zu Abwechslung was neuer einfallen und meinte, sich im Tunnel umdrehen und wieder zum Eingang hinaus laufen zu müssen...  Die Wellen lief er sehr schön, aber bei der kleinen Sprungsequenz zum Schluss habe ich mich dann noch etwas verlaufen.   Etwas überraschend war für mich, wie viele Teams (auch A3er) bei den Wellen Probleme hatten, obwohl dieses doch eigentlich zu den Basics gehören...



So ging dann ein nettes Turnier zu Ende.  Mit unseren Läufen war grundsätzlich recht zufrieden. Der 4. Platz im A-Lauf war schon ganz ordentlich und gibt Motivation für die nächsten Turniere, allerdings gibt mir der große Zeitrückstand zu den ersten 3 Team auch etwas zu denken. Zudem ärgert es mich etwas,dass mir immer wieder die gleichen Fehler unterlaufen. Oft bewege ich mich in meinem Bemühen, möglichst schnell und kurze Wege zu laufen, zu früh von den Hindernissen weg und da Bolton auf Turnieren nur ganz selten von alleine auf ein Hindernis anzieht, gibt das dann meist solche Verweigerungen wie oben berichtet.  Daher habe ich mir für die nächsten Turniere fest vorgenommen, nicht mehr so sehr auf Zeit zu laufen, sondern Bolton möglichst viel zu helfen.   Mal abwarten, ob das dann besser funktioniert...

Mittwoch, 4. Mai 2011

1. Mai 2011, Agi Turnier bei der SV OG Aubachtal

Letzten Sonntag am 1. Mai veranstaltete die SV OG Aubachtal wieder ihren "Futterhaus-Cup".   Letztes Jahr war ich dort in der A1 gestartet und es hatte mir so gut dort gefallen, dass ich auch dieses Jahr dort wieder gemeldet hatte, zumal auch die Entfernung bis dorthin mit knapp 60km eher zu den kürzeren meines Agi-Kalenders gehört. Dieses Jahr fuhr auch Ivonne mit Less und Lucky mit, die mich an Stelle der üblichen Autobahnfahrt zur direkten, kürzeren Route via Landstraße überredete... ;-) . Petrus meinte es auch an diesem Wochenende wieder sehr gut mit uns und erfreute uns mit sonnigem Wetter.

Richter was an diesem Tag Reiner Voltz. Seine Parcours waren nach meinem Empfinden führtechnisch nicht so schwierig, wobei ich persönlich das Jumping als anspruchsvoller fand.  Die Parcourverläufe der verschiedenen Klassen waren jeweils sehr ähnlich. Beim Umbau wurden hier und da die Entfernungen und Winkel zwischen den Hindernissen verändert, ein Sprung hinzu gebaut oder aus einer 2fachen eine 3fache Kombimation gebaut. Alles lief sehr gut organisiert ab ohne lange Wartepausen.

A-Lauf
Los ging es mit den A1ern, gefolgt von den A2 und dann den A3 Startern. Bei Ivonne und Less lief es in der A2 nicht so gut.. Less wirkte unkonzentriert und machte einige Fehler.

Dann waren wir an der Reihe. Obwohl oder gerade weil der Parcour mir technisch recht einfach vorkam, wollte ich dieses mal etwas ruhiger und nicht so auf  Tempo laufen wie in Twisteden. Leider viel dann beim Start gleich die erste Stange. Vielleicht hatte ich Bolton beim Ablegen zu schräg ausgerichtet oder er hat sich einfach etwas verschätzt.  Irgendwie zog er auch nicht richtig voran, so dass ich bei dem recht einfachen Sprung nach dem Slalom wohl zu wenig mitlief und Bolton nicht wie erwartet sprang, sondern vorher abdrehte und somit verweigerte. Mein viel zu hektischer zweiter Versuch, ihn über die Hürde zu schicken, misslang, so dass Bolton erst im 3. Anlauf  die Hürde nahm (also 2 Verweigerungen kassierte).  Als er dann aber auch noch bei der dann folgenden A-Wand die Abgangs-Zone übersprang, hatte ich "die Nase voll" und hab ihn zurück gesetzt.  Somit hatten wir unser nächste DIS in einem A-Lauf (langsam gewöhne ich mich daran :-(...).    Der Rest incl. der Zone am Steg lief dann wieder recht gut.  Dass Bolton nach der Wand am Reifen vorbei gesprungen war, fiel mir erst im Nachhinein beim Betrachten des folgenden Videos auf.



Nach den Large Hunden liefen dann die A2 Midis, bei denen Ivonne mit Lucky diesmal auch nicht den üblichen "Nuller" lief, sondern sich 1 Stange und einen Zonenfehler am Steg einfing...


Jumping
Nachmittags gings dann zu den Jumpings. Da es für die "Futterhaus-Cup"-Wertung für jede Klasse eine eigene Kombiwertung gab, gabe es diesmal auch für jede Klasse ein eigenes Jumping.
Beim Jumping 2 meinte Less, dass man den Slalom nach einem Fehler am besten den Slalom wieder sauber zurück läuft, was der Richter dann aber leider nur mit einem DIS belohnte. Somit hatte Ivonne mit Less an diesem Wochenende einfach kein Glück. Versöhnt wurde sie dann aber von Lucky, der  im Jumping 3 in der Midi-Klasse als einziger Hund fehlerfrei blieb und damit Ivonne das erste A3 V0 Platz 1 seines Lebens bescherte. Glückwunsch!

Bei mir lief es leider auch (mal wieder ) nicht so gut. Dabei fand ich den Jumping 3 Parcour eigentlich sehr nett. Er hatte 2 etwas knifflige "Knackpunkte". Der eine kam gleich nach dem Start, wo der Hund nach einer Schleife durch einen U-Tunnel geradeaus über eine Mauer und einen Doppelsprung  in einen dahinter etwas versetzt und quer angeordneten Slalom musste.  Die zweite Herausforderung kam am Ende, wo man den Hund nach einer schnellen 3-fachen Kombination um die Kurve und dann in das hintere Loch des eben schon erwähnten U-Tunnels führen musste.

Die Startsequenz bereitete mir bei der Begehung echtes Kopfzerbrechen. Nach einigem Hin- und Herüberlegen entschied ich mich, nicht zwischen Mauer und Doppelsprung zu wechseln, sondern beides auf einer Seite,d.h. von außen zu führen und Bolton dann von mir weg in den Slalomeingang zu schicken. Dies hatten wir zwar im Training schon ein paar Mal geübt, im Turnier hatte ich es bisher aber noch nie ausprobiert...  Aber alle anderen Möglichkeiten erschienen mir nicht so sinnvoll...   Bei der Schluss-Sequenz wollte ich bei dem Tunneleingang "auf Sicherheit" gehen und Bolton mit einem Belgier in das hinter Tunnelloch schicken...

Und dann wurde es spannend..  Die Stange der Starthürde blieb diesmal liegen ;-) , dann der Tunnel, über die Mauer und den Doppelsprung zum Slalom....   Und was macht Bolton????   Er läuft problemlos ohne auch nur die geringste "Kursabweichung" auf mein Kommando hin zielstrebig in Slalomeingang!  Toller Hund! :-)) ...  Leider währte meine innere Erleichterung und Freude nicht lange, denn kurz vor Ende des Slaloms fädelte Bolton aus... :-(.   Keine Ahnung warum, vielleicht war er etwas irritiert, weil der Slalom direkt auf einen quer dahinter stehenden Weitsprung zulief, vielleicht war ich selber an dieser Stelle auch zu unsicher .....   auf jeden Fall hatten wir mal wieder einen Fehler...

Der Rest lief dann wirklich super, Bolton war sehr schnell unterwegs und sprang die Kombination mit 2 sauberen "In-Out"s perfekt.  Der eingeplante Belgier vor dem Tunnel zum Schluss passte ebenfalls ganz genau und dann waren wir auch schon im Ziel. 

Hier das Video:


Auch wenn dieser Lauf wegen des Slalomfehlers nur für Platz 8 reichte, so hat er mir doch riesig Spaß gemacht. Bolton war sehr konzentriert und auch schnell unterwegs und dass er den Doppelsprung und die 3fache Kombination so toll gemeistert hat, freut mich besonders, da wir diese ewig lange nicht mehr trainiert hatten...  Bolton, Du bist der beste!!! :-))