Mittwoch, 23. Juni 2010
Turnier "Master of games" am 12./13. Juni 2010 bei den "Agidogs Nettetal"
Etwas verspätet mein Bericht vom Turnier bei den Agidogs Nettetal. Um es vorweg zu nehmen: wir haben es geschafft, wir haben unsere 2. Quali für die A2 !! :-)) (freu!!!)
Am 12. und 13. Juni hatte ich auf dem Turnier "Master of games" bei den "Agidogs Nettetal" gemeldet. Wie der Name schon sagt, lag der Schwerpunkt dieser Veranstaltung auf den Spielen. Aus den Ergebnissen aller Spiele wurde am 2. Tag der "Master of games" ermittelt und geehrt. Zustäzlich wurde auch an jedem Tag noch eine Prüfung für A1, A2 und A3 angeboten.
Samstag 12. Juni 2010
Nach frühem Aufstehen am Samstag Morgen hat uns das Navi-System sicher nach Vorst geführt, wo das Turnier statt fand. Mehr aus Zufall hatte ich vor dem Losfahren noch schnell eine Regenjacke ins Auto geworfen, die sich im Laufe des Tage auch als sehr nützlich erweisen sollte, war das Wetter doch nicht so gut, wie vom Wetterbericht angekündigt. Das Turnier begann dann für mich so, dass ich fast die Parcourbegehung verpasst hätte. Nach dem Melden und dem Zeltaufbau wollte ich nämlich noch eine kleine Gassirunde mit Bolton drehen, damit er sich nach der langen Autofahrt nochmal etwas bewegen und strecken konnte. Was ich nicht bedacht hatte war, dass bei einem Turnierstart von 9 Uhr die Begehung schon vorher beginnt. Als ich mit Bolton zurück kam, war die Begehung für die A1 Standard schon fast vorbei und ich konnte den Parcour während der verbleibenden knapp zwei Begehungsrunden nur grob einprägen..
Glücklicherweise war der Verlauf technisch recht einfach. Er begann mit Sprung - Reifen - Sprung und Slalom in fast gerader Linie, gefolgt durch einen "U-Tunnel", einem weiteren Sprung und dann der A-Wand. Nach dem Start haben wir am Slalom-Eingang gleich mal eine Verweigerung kassiert, weil Bolton mit etwas zuviel Tempo überraschender Weise am Slalomeingang vorbei lief (was sonst eigentlich aus diesem Winkel kein Problem für ihn ist). Im zweiten Anlauf klappte dann der Slalomeingang, aber kurz vor dem Ende sprang Bolton aus dem Slalom raus...:( und ich musste den Slalom noch ein dritte Mal beginnen. Mit diesen Fehlern im Gepäck ging es dann zu A-Wand. Als Bolton dann auch noch von der Kontaktzone absprang, habe ich keinen Moment gezögert, ihn zurück zu setzten und die Zone nocheinmal arbeiten zu lassen. So war unser DIS dann für diesen Lauf perfekt. Im Nachhinein stellte sich dann noch heraus, dass ich bei meiner etwas knappen Begehung auch noch einen Tunnel übersehen hatte... Ich hätte also auf jeden Fall spätestens dort ein DIS kassiert...
Nach dem A-Lauf kamen noch zwei Spiele. Beim ersten wurden vom Veranstalter Manschaften aus jeweils 3 Hunden der gleichen Größenklasse zusammen gelost, also ein A1, ein A2 und ein A3er Hund. In einer Art Staffellauf mussten die 3 Teams nacheinander starten. Sobald ein Hund einen Fehler machte, war den nächste dran. Die Gesamtzeit und die Anzahl der fehlerfreien Hindernisse wurden gezählt und die Gesamtpunktzahl dann zu je einem Drittel auf die Teams verteilt. Nachdem meine Mitstreiterinnen beide fehlerfrei über den Parcour kamen, waren wir an der Reihe... Die Zone an der A-Wand klappte diesmal halbwegs, dafür lief dann Bolton an der folgenden Hürde vorbei, weil ich mich schon seitlich zuviel in Richtung des dann folgenden Hindersnisses abgesetzt hatte. Damit war dann unser Lauf schnell beendet. Trotz diesen Fehlers hat unsere Manschaft dieses Spiel für mich völlig überraschend gewonnen.
Das zweite Spiel war eine Art Jumping, bei dem man aber bei jedem Fehler den Hund durch einen von drei etwas außerhalb des Parcoures liegenden Tunnel schicken und selber über eine niedrige Hürde hüpfen musste.. Bei diesem Spiel sprang Bolton mal wieder von der A-Wand ab, so dass wir diese insgesamt 3x machen mussten (mit jeweils einem Abstecher durch den "Straftunnel"). Der Rest des Parcours lief dann wieder problemlos, obwohl der Verlauf technisch durchaus anspruchsvoll war.
Damit war dann der Samstag abgeschlossen und ich machte mich leicht frustriert auf den Heimweg... Der Sonntag konnte dann eigentlich nur besser werden...., und er wurde besser.. in jeder Hinsicht.... :-))
Sonntag 13. Juni 2010
Der Morgen begann sonnig und so sollte das Wetter auch den ganzen Tag bleiben. Den A-Parcour fand ich etwas interessanter als am Tag zuvor. Kurz vor Ende der Begehung machte mich ein Aufmerksamer "Zuschauer" (Danke Ivo!!!) darauf aufmerksam, dass ich beim Abgehen einen Tunnel vergessen hatte! Ich konnte es kaum glauben, aber auch am Sonntag hatte ich offensichtlich wieder ein Hindernis "übersehen", nur dass mich diesmal jemand freundlicherweise noch rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht hat. Ich sollte mich künftig vielleicht beim ersten Abgehen mehr auf die Zahlen konzentrieren, anstatt vor dem inneren Auge schon gleiche irgendwelche Sequenzen zu sehen....
Naja, ich habe dann Bolton etwas ruhiger auf den Lauf vorbereitet als am Tag zuvor. Wir sind zweimal die Zufahrststraße rauf und runter gejoggt, dann noch ein paar Dehungsübungen (für Hund und Mensch) und anschließend haben ich dann beim Warten auf den Start versucht, dass Bolton möglichst nichts von den vor uns laufenden Hunden mitbekommt, damit er nicht schon vor dem Start zu triebig wird...
Der Start klappte dann auch recht gut und ich hatte gleich den Eindruck, dass Bolton etwas mehr bei der Sache war als am Tag zuvor. Nach einigen Hindernissen kam als erste "Herausforderung" zunächst die A-Wand. Als Bolton sicher die Kontaktzone des Abgangs berührte, habe ich schnell aufgelöst (ok, er stand noch nicht in 2on2off, aber mir war halt die Fehlerfreiheit wichtiger) und bin weiter zum nächsten Sprung. Danach war ein Wechsel nötig, um in den im rechten Winkel abgehenden Slalom zu gelangen. Der Eingang wurde durch den Wechsel zwar etwas hakelig und unrund, aber Bolton traf richtig. Im Slalom hielt ich fast die Luft an und mir fiel ein kleiner Stein vom Herzen, als Bolton (immer noch fehlerfrei) aus dem Slalom heaus kam. Nach einer Schleife über 3 Sprünge und durch den (zuerst übersehenen) Tunnel gings dann auf den Steg.... Auch hier habe ich mich beim Abgang etwas "zurück gehalten" um dann, als Bolton sicher in der Zone war, schnell aufzulösen.. Der Rest des Parcours lief dann ohne Probleme und als Bolton dann (immer noch ohne Fehler) über die Zielhürde sprang, fielen mit eine ganze LKW-Ladung Steine vom Herzen. Endlich hatten wir es wieder geschafft, fehlerfrei durch den Parcour zu kommen!!!
Wieder am Zelt angekommen, hat Bolton auch gleich eine dicke Belohnung bekommen (sein Frühstück ;-)) Ich freute mich riesig über mein 2. V0 und konnte es anmschließend kaum erwarten, dass alle Starter ihren Lauf absolviert hatten. Als ich dann auch noch beim Aushang der Ergebnisliste Boltons Namen als oberstes erblickte, konnte ich unser Glück kaum fassen und musste erst mal ein kleines Freudentränchen verdrücken. Wir hatten es wirklich geschafft, unser erster Platz 1 in der A1 und damit nach Twisteden und zweites "V0 platziert". Nebenbei waren wir über 6 Sekunden schneller als der Zweite, ich konnte es kaum glauben... :-)
Die anschließenden Spiele waren nach diesem tollen A-Lauf für mich nicht mehr ganz so "spannend", haben aber trotzdem wieder sehr viel Spaß gemacht. Los ging es wieder mit einem Manschaftsspiel (neu zusammen gelost). Die drei Teams mussten sich einen Parcour untereinander aufteilen, wobei jeder indestens 2 Hindernissse laufen musste. Bei einem Fehler musste gewechselt werden und ein anderer aus der Manschaft musste mit seinem Hund den Fehler korrigieren und dann weiter laufen. Da nur bei wenigen Manschaften die Teams in den vorher überlegten Abschnitten fehlerfrei blieben, musst während des Laufs unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer viel improvisiert werden.
Danach folgte noch ein "Einzelspiel" wo jeder für sich noch einmal sein Können unter Beweis stellen musste. Das Spiel war eine Art Jumping, bei dem 3 in der Mitte nebeneinander liegende Tunnel eine zentrale Rolle spielten. Je nach dem, welchen Tunneleingang der Hund traf, musste man verschiedene, unterschiedlich lange Parcours laufen. Nach dem schwierigsten Tunneleingang, dem mittleren, folgte der kürzeste (und auch schnellste) Parcour. Der Eingang des rechten Tunnels war dann Anfang für einen etwas längeren Parcourweg und wer durch den linken Tunnel lief, musste einen noch längeren Weg in Kauf nehmen...
Hier war nun Taktik und Risikobereitschaft angesagt. Visierte man den risikoreichsten mitteleren Tunnel an und liefe der Hund dann doch in den linken oder rechten Tunnel, so war man selber auf der falschen Lauflinier unterwegs und musst dann erst zum Ende des anderen (nicht geplanten) Tunnels, um von dort aus den Lauf fort zu setzen. Einige Teilnehme haben dann gleich auf den rechten Tunnel gezielt, um dann sauber und mit vollem Tempo den etwas weiteren Weg zu laufen und so trotzdem noch eine gute Zeit zu erzielen.
So hätte ich das mit Bolton besser auch gemacht, doch ich war der Meinung (oder der Hoffnung), dass wir den mittleren Tunnel treffen würden. Bolton entschied sich aber für den rechten Tunnel und erwischte mich damit auf dem falschen Bein. Bis ich dann am Ende des rechten Tunnels war, war Bolton schon heraus und damit vor mir. Mein Versuch, die folgenden Hindernisse von hinten zu führen, misslangen, was uns dann eine Verweigerung plus eine langsame Zeit und damit einen Platz im hinteren Bereich des Teilmehmerfeldes bescherte...
Aber das war mir eigentlich egal, hatte ich doch meine Erfolgserlebnis schon beim A-Lauf gehabt. Mit diesem guten Gefühl habe ich dann die Heimreise angetreten und der Pokal für unseren ersten "Platz 1" hat einem Ehrenplatz im Regal bekommen..
LG Peter
Dienstag, 8. Juni 2010
Agility Seminar mit Daniel Schröder am 29./ 30. Mai 2010
Die letzte Woche war bei mir etwas hektisch, daher erst heute mein Bericht zum Agi-Seminar mit Daniel Schröder, das ich mit Bolton am letzten Mai-Wochende belegt hatte.

Nach einem gemeinsamen Frühstück begann Daniel pünktlich um 9 Uhr mit seinem Seminar. Ich kannte Daniel schon von einem ähnlichen Seminar Ende 2008 in Siegen und vom letztjährigen Agi-Workshop in Bielefeld und freute mich schon auf seine lustige, stets positive Art.
Der Samstag hatte primär das Suchen (und Finden ;)) der Ideallinien für Hund und Hundführer (die nicht immer gleich sein müssen ;)) sowie die verschiedenen Wechseltechniken zum Thema. Dazu hatte Daniel einen Parcour gestellt, der verschiedene Seqzenzen bis hin zur "belgischen Treppe" zuließ. Der Vormittag stand dann ganz im Zeichen der "Ideallinie" für den Hund. Daniel erklärte, dass er bei der Begehung des Parcours immer zuerst den otpimalen Laufweg des Hundes sucht bzw. fest legt und sich dann dazu überlegt, wie er selber laufen möchte und an welchen Stellen welcher Wechsel sinnvoll sind. Dies durften wir dann in der Praxis gruppenweise ausprobieren und üben. Am interessantesten fand ich die Erfahrung, dass es u.U. schneller ist, selber einen etwas weiteren Weg zu laufen (z.B. eine Hürde zu hinterlaufen), wenn der Hund dafür auf einer besseren, schnelleren Linie geführt werden kann. Voraussetzung ist natürlich, dass man einen entsprechenden "Vorsprung" vor seinem Hund hat (was bei schnelleren Hunden ja nicht immer einfach ist ... ;))..
Nachmittags haben wir dann, u.a. an der "belgischen Treppe", das Stellen des Hundes vor Sprüngen geübt. Dies fiel mir selber etwas leichter, da ich diese Technik schon auf verschiedenen anderen Seminaren gelernt hatte.
Sonntags waren dann am Vormittag waren die Kontaktzonen an der Reihe. Dazu hatte Daniel wieder einen kleinen Übungsparcour gestellt, der schnell die Stärken und vor allem die Schwächen der verschiedenen Teams aufzeigte. Da doch die meisten so ihre Probleme mit den Zonen hatten, erklärte Daniel kurz, wie man sinnvollerweise mittels Target und Clicker die Zonen (2on2off) aufbauen kann. Diese Methode hatte ich letzte Jahr in Bielefeld von Andrea Deeg schon gehört und danach versuche ich auch bei Bolton (schon seit dem Winter), die Kontaktzonen neu aufzubauen.
Nach diesen eher trockenen und "wenig dynamischen" Übungen zu den Kontaktzonen hat Daniel dann am Nachmittag einen "Rennparcour" mit 5 (!) nebeneinander liegenden Tunneln aufgebaut. Da war dann wirklich Rennen angesagt, verbunden aber mit interessanten Führtechniken. Gleichzeitig konnten wir auch das eine oder andere am Samstag gelernte anwenden und somit vertiefen (Stichwort Ideallinie).
Hier ein Video von Daniel, in dem er uns zeigt, wie man den "Rennparcour" richtig läuft...
Bei allen Übungen hat sich Daniel sehr viel Zeit genommen und auch einigen unerfahreneren Teilnehmenr mit viel Geduld einige Basics erklärt und gezeigt. So ist letztendlich jeder auf seine Kosten gekommen und konnte seinem eigenen Niveau entsprechend neue Ideen und Erkenntnisse mit nach Hause nehmen. Alles in allem war es ein sehr interessantes Seminar bei Daniel, für mich sicher nicht das letzte bei ihm...

Das Seminar fand am 29. und 30. Mai in Iserlohn bei CBF-Dogs (www.cbf-dog.de) in einer Halle statt. Es handelt sich dabei um eine ehemalige Industriehalle, die mit einem sehr gut zu laufenden Gummiboden ausgestattet ist und flächenmäßig für Seminare usw. toll geeignet ist. Im vorderen Teil ist ein Aufenthaltebereich mit Sitzgelegenheiten und Tischen abgetrennt, an dem wir an diesem Wochenende von Claudia von CBF-Dogs auch bestens verpflegt wurden. Überhaupt war die Organisation hervorragend und der Vorteil der Halle kam spätetens am 2. Tag zum tragen, an dem es den ganzen Tag über heftige Regenschauer gab...
Nach einem gemeinsamen Frühstück begann Daniel pünktlich um 9 Uhr mit seinem Seminar. Ich kannte Daniel schon von einem ähnlichen Seminar Ende 2008 in Siegen und vom letztjährigen Agi-Workshop in Bielefeld und freute mich schon auf seine lustige, stets positive Art.
Der Samstag hatte primär das Suchen (und Finden ;)) der Ideallinien für Hund und Hundführer (die nicht immer gleich sein müssen ;)) sowie die verschiedenen Wechseltechniken zum Thema. Dazu hatte Daniel einen Parcour gestellt, der verschiedene Seqzenzen bis hin zur "belgischen Treppe" zuließ. Der Vormittag stand dann ganz im Zeichen der "Ideallinie" für den Hund. Daniel erklärte, dass er bei der Begehung des Parcours immer zuerst den otpimalen Laufweg des Hundes sucht bzw. fest legt und sich dann dazu überlegt, wie er selber laufen möchte und an welchen Stellen welcher Wechsel sinnvoll sind. Dies durften wir dann in der Praxis gruppenweise ausprobieren und üben. Am interessantesten fand ich die Erfahrung, dass es u.U. schneller ist, selber einen etwas weiteren Weg zu laufen (z.B. eine Hürde zu hinterlaufen), wenn der Hund dafür auf einer besseren, schnelleren Linie geführt werden kann. Voraussetzung ist natürlich, dass man einen entsprechenden "Vorsprung" vor seinem Hund hat (was bei schnelleren Hunden ja nicht immer einfach ist ... ;))..
Nachmittags haben wir dann, u.a. an der "belgischen Treppe", das Stellen des Hundes vor Sprüngen geübt. Dies fiel mir selber etwas leichter, da ich diese Technik schon auf verschiedenen anderen Seminaren gelernt hatte.
Sonntags waren dann am Vormittag waren die Kontaktzonen an der Reihe. Dazu hatte Daniel wieder einen kleinen Übungsparcour gestellt, der schnell die Stärken und vor allem die Schwächen der verschiedenen Teams aufzeigte. Da doch die meisten so ihre Probleme mit den Zonen hatten, erklärte Daniel kurz, wie man sinnvollerweise mittels Target und Clicker die Zonen (2on2off) aufbauen kann. Diese Methode hatte ich letzte Jahr in Bielefeld von Andrea Deeg schon gehört und danach versuche ich auch bei Bolton (schon seit dem Winter), die Kontaktzonen neu aufzubauen.
Nach diesen eher trockenen und "wenig dynamischen" Übungen zu den Kontaktzonen hat Daniel dann am Nachmittag einen "Rennparcour" mit 5 (!) nebeneinander liegenden Tunneln aufgebaut. Da war dann wirklich Rennen angesagt, verbunden aber mit interessanten Führtechniken. Gleichzeitig konnten wir auch das eine oder andere am Samstag gelernte anwenden und somit vertiefen (Stichwort Ideallinie).
Hier ein Video von Daniel, in dem er uns zeigt, wie man den "Rennparcour" richtig läuft...
Bei allen Übungen hat sich Daniel sehr viel Zeit genommen und auch einigen unerfahreneren Teilnehmenr mit viel Geduld einige Basics erklärt und gezeigt. So ist letztendlich jeder auf seine Kosten gekommen und konnte seinem eigenen Niveau entsprechend neue Ideen und Erkenntnisse mit nach Hause nehmen. Alles in allem war es ein sehr interessantes Seminar bei Daniel, für mich sicher nicht das letzte bei ihm...
Dienstag, 18. Mai 2010
Motto Turnier des DVG HSV Neuss Reuschenberg am 15. Mai 2010
Letzten Samstag waren wir auf dem Motto Turnier des HSV Neuss Reuschenberg. Das diesjährige Turnier stand unter dem Motto "Wild Wild Neuss West", also alles im Stil des Wilden Westens. Der Neusser Verein hatte sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und den Turnierplatz liebevoll "westernmäßig" dekoriert und hergerichtet. Das Vereinsheim wurde zum "Saloon", die Meldestelle zur "Postbank" und der mittagliche Grill zur "Feuerstelle". Als passende Verpflegung gabs dann mittags Hamburger, Cheesburger und Steak vom Grill, dazu Salat, Maiskolben oder Bratkartoffel. Das Cowboy oder Cowgirl Outfit bei den Helfern sowie Western- und Country-Musik aus den Lautsprechern rundenten das Bild ab und unterstützten die gute Stimmung.
Nun aber zu der sportlichen Aspekten dieser Veranstaltung. Erfreulicherweise begann das Turnier diesmal mit den A3ern, gefolgt von A1 und dann A2. So hatte ich mit Bolton noch etwas Zeit. Der A1 Parcour war relativ schnell, aber bis auf einen spitzwinkligen Slalomeingang lauftechnisch recht einfach. Trotzdem steigerte sich meine Nervösität und Anspannung von Minute zu Minute, was auch nach diversen mentalen Parcourläufen nicht besser wurde...
Beim Start blieb Bolton dann sehr schön liegen, so dass das Abrufen über 2 Sprünge kein Problem war. Vor dem Slalom fehlte leider mein vorbereitendes Kommando, so dass Bolton sich erst mal in die falsche Richtung drehte. Der Salom selber lief dann sehr gut. Nach einer Hürde und einem Tunnel gings dann schräg auf die A-Wand und dann passierte dass, was mir schon einige schlaflose Nächte bereitet hatte: am Abgang sprang Bolton ab, also (wieder mal) ein Kontaktzonenfehler. Aus der Traum vom 0-Fehler-Lauf... :( :(.. Damit es sich auch richtig lohnte, sprang Bolton dann auch noch vom Stegabgang runter, so dass wir letztendlich trotz schneller Zeit mit 2 Fehlern auf Platz 7 landeten. Ohne die Fehler hätten wir gewonnen...
In diesem Moment war ich ziemlich frustriert und ich habe mich ernsthaft gefragt, warum ich den ganzen Winter mit Bolton gecklickert und die Kontaktzonen neu augebaut habe (oder es zumindest versucht habe). Offensichtlich hat er aber unsere Übungen noch nicht vom Übungsbrett auf den "richtigen" Steg bzw. die A-Wand übertragen, da müssen wir also kurzfristig nochmal intensiv dran...
Nachdem ich dann meinen Frust mit einem Steak vom Grill bekämpft und einer Cola runter gespült hatte (lieber wäre mir ein Wisky gewesen ;)) wollte ich dann im Jumping (Open A1+A2) zeigen, dass wir auch ohne Fehler über die Runde kommen können. Nach der Begehung war ich mir dessen aber nicht mehr so sicher. Denn der Richter hatte an einer Stelle eine recht gemeine Verleitung gestellt, die vielen bei der Parcourbegehung Kopfzerbrechen bereitete. Es ging nämlich aus einem U-förmigen Tunnel über zwei Sprünge direkt auf einen Sacktunnel zu, der natürlich nicht (!) zu nehmen war, sondern dafür eine rechts daneben stehende Hürde.
Bei der Begehung sah man die unterscheidlichsten Lösgungsideen und Lauflinien. Die meisten versuchten sich mit einem "Belgier" vor dem Sacktunnel, um diesen dann zu blocken und den Hund seitlich über die Hürde zu schicken, viele planten aber offensichtlich auch, den Hund von hinten zur Seite und am Sacktunnel vorbei zu ziehen...
Diese Ideen waren mir aber alle irgendwie zu langsam, da der Hund dadurch vermutlich an Schwung und Tempo verlieren würde. Daher wollte ich vor dem Sacktunnel "französisch" wechseln. Allerdings war mir klar, dass dies nur bei perfektem Timing und entsprechendem Vorsprung meinersteits (vor dem Hund) funktionieren würde, aber wie heißt es so schön? Wer nichts riskiert, der gewinnt auch nichts..
Ja, und dann gings los...: Starthürde, Hürde, Mauer, Slalom.... alles problemlos, dann Bolton über die nächste Hürde in den Tunnel geschickt, sofort abgedreht und losgerannt an den beiden Hürden vorbei um dann den geplanten Franzosen einzuleiten.... Und was macht Bolton???? Er kommt aus dem Tunnel, läuft innen an der folgenden Hürde vorbei und springt dann gleich die nächste.. Also ein klassisches DIS !!! Mist denke ich, aber der Franzose hätte funktioniert... Also schicke ich ihn gleich noch mal in den Tunnel, halte neben den Hürden meinen Führarm deutlicher draußen und mache dann den Franzosen und es klappt, Juhu! Der Rest lief dann fehlerfrei und recht schnell.... Schade, wir wären sicher auf eine sehr gute Zeit gekommen.
Über das DIS habe ich mich eigentlich nicht geärgert, da mir das Risiko dieser Aktion vorher bewusst war... hätte ja auch schon beim ersten Mal funktionieren können... ;) . Zum Schluss wurde dann noch ein Spiel veranstaltet, bei dem Bolton zum krönenden Abschluss nochmal von der A-Wand absprang und wir somit (gemäß den Regeln dieses Spiels) gleich ausschieden...
Unter dem Strich war das Motto-Turnier in Neuss eine wirklich gelungene Veranstaltung. Auch wenn ich mit unseren Ergebnissen alles andere als zufrieden bin, so weiß ich jetzt wenigstens, an was ich mit Bolton noch arbeiten muss....
VG Peter
Nun aber zu der sportlichen Aspekten dieser Veranstaltung. Erfreulicherweise begann das Turnier diesmal mit den A3ern, gefolgt von A1 und dann A2. So hatte ich mit Bolton noch etwas Zeit. Der A1 Parcour war relativ schnell, aber bis auf einen spitzwinkligen Slalomeingang lauftechnisch recht einfach. Trotzdem steigerte sich meine Nervösität und Anspannung von Minute zu Minute, was auch nach diversen mentalen Parcourläufen nicht besser wurde...
Beim Start blieb Bolton dann sehr schön liegen, so dass das Abrufen über 2 Sprünge kein Problem war. Vor dem Slalom fehlte leider mein vorbereitendes Kommando, so dass Bolton sich erst mal in die falsche Richtung drehte. Der Salom selber lief dann sehr gut. Nach einer Hürde und einem Tunnel gings dann schräg auf die A-Wand und dann passierte dass, was mir schon einige schlaflose Nächte bereitet hatte: am Abgang sprang Bolton ab, also (wieder mal) ein Kontaktzonenfehler. Aus der Traum vom 0-Fehler-Lauf... :( :(.. Damit es sich auch richtig lohnte, sprang Bolton dann auch noch vom Stegabgang runter, so dass wir letztendlich trotz schneller Zeit mit 2 Fehlern auf Platz 7 landeten. Ohne die Fehler hätten wir gewonnen...
In diesem Moment war ich ziemlich frustriert und ich habe mich ernsthaft gefragt, warum ich den ganzen Winter mit Bolton gecklickert und die Kontaktzonen neu augebaut habe (oder es zumindest versucht habe). Offensichtlich hat er aber unsere Übungen noch nicht vom Übungsbrett auf den "richtigen" Steg bzw. die A-Wand übertragen, da müssen wir also kurzfristig nochmal intensiv dran...
Nachdem ich dann meinen Frust mit einem Steak vom Grill bekämpft und einer Cola runter gespült hatte (lieber wäre mir ein Wisky gewesen ;)) wollte ich dann im Jumping (Open A1+A2) zeigen, dass wir auch ohne Fehler über die Runde kommen können. Nach der Begehung war ich mir dessen aber nicht mehr so sicher. Denn der Richter hatte an einer Stelle eine recht gemeine Verleitung gestellt, die vielen bei der Parcourbegehung Kopfzerbrechen bereitete. Es ging nämlich aus einem U-förmigen Tunnel über zwei Sprünge direkt auf einen Sacktunnel zu, der natürlich nicht (!) zu nehmen war, sondern dafür eine rechts daneben stehende Hürde.
Bei der Begehung sah man die unterscheidlichsten Lösgungsideen und Lauflinien. Die meisten versuchten sich mit einem "Belgier" vor dem Sacktunnel, um diesen dann zu blocken und den Hund seitlich über die Hürde zu schicken, viele planten aber offensichtlich auch, den Hund von hinten zur Seite und am Sacktunnel vorbei zu ziehen...
Diese Ideen waren mir aber alle irgendwie zu langsam, da der Hund dadurch vermutlich an Schwung und Tempo verlieren würde. Daher wollte ich vor dem Sacktunnel "französisch" wechseln. Allerdings war mir klar, dass dies nur bei perfektem Timing und entsprechendem Vorsprung meinersteits (vor dem Hund) funktionieren würde, aber wie heißt es so schön? Wer nichts riskiert, der gewinnt auch nichts..
Ja, und dann gings los...: Starthürde, Hürde, Mauer, Slalom.... alles problemlos, dann Bolton über die nächste Hürde in den Tunnel geschickt, sofort abgedreht und losgerannt an den beiden Hürden vorbei um dann den geplanten Franzosen einzuleiten.... Und was macht Bolton???? Er kommt aus dem Tunnel, läuft innen an der folgenden Hürde vorbei und springt dann gleich die nächste.. Also ein klassisches DIS !!! Mist denke ich, aber der Franzose hätte funktioniert... Also schicke ich ihn gleich noch mal in den Tunnel, halte neben den Hürden meinen Führarm deutlicher draußen und mache dann den Franzosen und es klappt, Juhu! Der Rest lief dann fehlerfrei und recht schnell.... Schade, wir wären sicher auf eine sehr gute Zeit gekommen.
Über das DIS habe ich mich eigentlich nicht geärgert, da mir das Risiko dieser Aktion vorher bewusst war... hätte ja auch schon beim ersten Mal funktionieren können... ;) . Zum Schluss wurde dann noch ein Spiel veranstaltet, bei dem Bolton zum krönenden Abschluss nochmal von der A-Wand absprang und wir somit (gemäß den Regeln dieses Spiels) gleich ausschieden...
Unter dem Strich war das Motto-Turnier in Neuss eine wirklich gelungene Veranstaltung. Auch wenn ich mit unseren Ergebnissen alles andere als zufrieden bin, so weiß ich jetzt wenigstens, an was ich mit Bolton noch arbeiten muss....
VG Peter
Dienstag, 11. Mai 2010
Agi Turnier bei der OG Aubachtal am 1. Mai 2010
Nach unserem Erfolgserlebnis beim Turnier in Twisteden haben wir uns dann schon richtig aus das nächste Turnier bei der SV OG Aubachtal gefreut. So sind wir dann mit neuem Selbstvertrauen am 1.Mai nach Neuwied Oberbieber gefahren, allerdings wissend, dass dort das Teilnehmerfeld schon etwas schneller unterwegs sein würde als in Twisteden (da vom Altersdurchschnitt jünger). Die Wettervorhersage war zwar nicht all zu gut, aber es blieb den ganzen Tag annähernd trocken.
Auch bei den Aubachtalern ging der Wettbewerb mit der Klasse A1 standard los. Unglücklicherweise hatte man uns auch noch die Startnummer 5 zugeteilt, so dass mir nach der Parcourbegehung recht wenig Zeit blieb, Bolton und mich aufzuwärmen. Dabei war gerade das Aufwärmen bei mir besonders wichtig, da ich immer noch die Zerrung von Twisteden im linken Gesäßmuskel spürte und ich eigentlich etwas unsicher war, ob ich damit überhaupt starten sollte. Ich hatte mir auf jeden Fall fest vorgenommen, möglichst ruhig zu laufen und Bolton möglichst vor zu schicken um mir dann selber wieder etwas Vorsprung vor ihm herausarbeiten zu können...
Der A-Parcour war sehr flüssig und auch schnell gestellt. Etwas kniffelig erschien mir bei der Begehung der Slalomeingang, der rechts vom davorliegenden Weitsprung lag und in genau entgegen gesetzte Richtung führte. Der Rest war m.E. aber machbar und ich hielt es für durchaus möglich, diesen Parcour mit Bolton fehlerfrei zu schaffen.
Beim Start blieb Bolton dann wieder mal nicht so liegen, wie er sollte und wie ich im Winter geübt hatte. Aber mit einigen energischen "Sitz" und "Bleib"-Kommandos wartete er dann doch vor der Starthürde... Der Lauf lief dann auch so, wie ich mir das so bei der Begehung überlegt hatte. In meinem Bemühen, möglichst vor Bolton zu bleiben, bin ich ihm dann aber wohl vor dem Weitsprung etwas weggelaufen, so dass er zu flach wurde und eine Stange riss... Damit war es dann wieder nichts mit einem V0.... :-(. Der Rest klappte dann recht gut, obwohl mir meine Zerrung ganz schön zu schaffen machte.. Mit dem 1 Fehler und dem zerrungsbedingt relativ mäßigen Lauftempo wurden wir dan 8. von 37. Ohne die Stange wäre es Platz 4 gewesen...
Meine Hoffnung lag nun auf dem Jumping, auch wenn das in der A1 ja nicht als Quali für den Aufstieg in die A2 gilt. Der Jumping-Parcour war auch sehr flott. Bei der Startsequenz, die über 3 Sprünge in gebogener Linie nach rechts in einen "U"förmigen Tunnel und dann in den Salom führte, wusste ich bei der Begehung nicht so Recht, ob ich Bolton vom 3. Sprung aus abrufen und dann in den Tunnel schicken sollte, oder ob ich klassisch mit ihm zusammen starten und ihn dann innen führend in den Tunnel ziehen sollte.
Ich habe mich dann für letztere Variante entschieden, wobei Bolton dann aber etwas zu schnell wurde und fast das Tunnelloch verpasst hat. Beim anschließenden Slalomeingang habe ich ihm dann ziemlich im Weg gestanden und ihn dann auch noch mit der Führhand in das 2. "Tor" geschickt, anstatt ihn mit der Gegenhand ruhig in den (richtigen) Eingang zu führen. Der Rest lief dann wieder recht gut, auch das "Change", dass ich mir für die beiden Sprünge nach dem 2. Tunnel überlegt hatte, hat funktioniert... :-)
Im Ergebnis sind wir mit dieser Leistung auf dem 14. Platz von 37 gelandet. Ohne den Fehler hätte die Zeit trotz Bolton`s Schlenkers am Eingang des ersten Tunnels und dem verhuddelten Slalomeingang immer noch für Platz 3 gereicht. Dies und die Tatsache, dass ich bei beiden Läufen verletzungsbedingt nicht richtig spurten konnte und ich Bolton auch nicht sonderlich gepuscht habe, gibt mir doch etwas die Hoffnung, dass in uns durchaus noch Potential für "mehr" stecken könnte (wenn mal meine Nerven mitspielen) :-).. Also auf zu den nächsten Turnieren...
Bis dann...
Peter
Auch bei den Aubachtalern ging der Wettbewerb mit der Klasse A1 standard los. Unglücklicherweise hatte man uns auch noch die Startnummer 5 zugeteilt, so dass mir nach der Parcourbegehung recht wenig Zeit blieb, Bolton und mich aufzuwärmen. Dabei war gerade das Aufwärmen bei mir besonders wichtig, da ich immer noch die Zerrung von Twisteden im linken Gesäßmuskel spürte und ich eigentlich etwas unsicher war, ob ich damit überhaupt starten sollte. Ich hatte mir auf jeden Fall fest vorgenommen, möglichst ruhig zu laufen und Bolton möglichst vor zu schicken um mir dann selber wieder etwas Vorsprung vor ihm herausarbeiten zu können...
Der A-Parcour war sehr flüssig und auch schnell gestellt. Etwas kniffelig erschien mir bei der Begehung der Slalomeingang, der rechts vom davorliegenden Weitsprung lag und in genau entgegen gesetzte Richtung führte. Der Rest war m.E. aber machbar und ich hielt es für durchaus möglich, diesen Parcour mit Bolton fehlerfrei zu schaffen.
Beim Start blieb Bolton dann wieder mal nicht so liegen, wie er sollte und wie ich im Winter geübt hatte. Aber mit einigen energischen "Sitz" und "Bleib"-Kommandos wartete er dann doch vor der Starthürde... Der Lauf lief dann auch so, wie ich mir das so bei der Begehung überlegt hatte. In meinem Bemühen, möglichst vor Bolton zu bleiben, bin ich ihm dann aber wohl vor dem Weitsprung etwas weggelaufen, so dass er zu flach wurde und eine Stange riss... Damit war es dann wieder nichts mit einem V0.... :-(. Der Rest klappte dann recht gut, obwohl mir meine Zerrung ganz schön zu schaffen machte.. Mit dem 1 Fehler und dem zerrungsbedingt relativ mäßigen Lauftempo wurden wir dan 8. von 37. Ohne die Stange wäre es Platz 4 gewesen...
Meine Hoffnung lag nun auf dem Jumping, auch wenn das in der A1 ja nicht als Quali für den Aufstieg in die A2 gilt. Der Jumping-Parcour war auch sehr flott. Bei der Startsequenz, die über 3 Sprünge in gebogener Linie nach rechts in einen "U"förmigen Tunnel und dann in den Salom führte, wusste ich bei der Begehung nicht so Recht, ob ich Bolton vom 3. Sprung aus abrufen und dann in den Tunnel schicken sollte, oder ob ich klassisch mit ihm zusammen starten und ihn dann innen führend in den Tunnel ziehen sollte.
Ich habe mich dann für letztere Variante entschieden, wobei Bolton dann aber etwas zu schnell wurde und fast das Tunnelloch verpasst hat. Beim anschließenden Slalomeingang habe ich ihm dann ziemlich im Weg gestanden und ihn dann auch noch mit der Führhand in das 2. "Tor" geschickt, anstatt ihn mit der Gegenhand ruhig in den (richtigen) Eingang zu führen. Der Rest lief dann wieder recht gut, auch das "Change", dass ich mir für die beiden Sprünge nach dem 2. Tunnel überlegt hatte, hat funktioniert... :-)
Im Ergebnis sind wir mit dieser Leistung auf dem 14. Platz von 37 gelandet. Ohne den Fehler hätte die Zeit trotz Bolton`s Schlenkers am Eingang des ersten Tunnels und dem verhuddelten Slalomeingang immer noch für Platz 3 gereicht. Dies und die Tatsache, dass ich bei beiden Läufen verletzungsbedingt nicht richtig spurten konnte und ich Bolton auch nicht sonderlich gepuscht habe, gibt mir doch etwas die Hoffnung, dass in uns durchaus noch Potential für "mehr" stecken könnte (wenn mal meine Nerven mitspielen) :-).. Also auf zu den nächsten Turnieren...
Bis dann...
Peter
Freitag, 7. Mai 2010
Rückblick auf das Agi-Turnier in Twisteden
Wenn man schon einen Blog beginnt, dann muss man ihn ja auch füllen... ;)
Also fange ich mal mit Samstag dem 17. April an. An diesem Tag hatte ich mit Bolton auf dem "Ü50" Agility - Turnier in Twisteden gemeldet. Auf diesem Turnier durften, wie der Name schon sagt, nur Hundeführer starten, die älter als 50 Jahre waren. Da ich auch zu dieser Gruppe zähle, durfte auch ich in Twisteden starten (irgendwelche Vorteil muss ja das Älterwerden haben.. ;-))....
Doch nun zum Turnier. Nach gut 170km Fahrstrecke sind wir guter Dinge in Twisteden angekommen. Das Gelände der SV OG Twisteden ist sehr gepflegt und auch weiträumig, so dass alle Teilnehmer genügend Platz zum Aufbau ihrer Zelte hatten (was ja nicht überall selbstverständlich ist). Alles war bestens organisiert und mit fiel gleich die gute, lockere Stimmung auf, die auch den ganzen Tag anhielt.
Da das Turnier mit "A1 standard" begonne wurde, waren ich muit Bolton natürlich recht zeitig an der Reihe. Direkt nach uns startete Günter mit Eragon. Der A1-Parcour war sehr flüssig und technisch nicht all zu anspruchsvoll gestellt.
Einzig ein paar gemeine Verleitungen machten mir bei der Begehung Kopfzerbrechen. So begann die Startsequenz mit der Starthürde, einem Reifen und dann noch einem Sprung, die auf einer Linie genau auf einen weiteren Sprung und die A-Wand zeigten. Natürlich musste man (wie sollte es auch anders sein) nach dem Reifen und der folgenden Hürde 45 Grad nach rechts auf den Steg abbiegen. An dieser Stelle haben sich dann auch viele Teams ein DIS eingefangen, weil die Hunde natürlich auf in gerader Linier stehenden nächsten Sprung und die A-Wand zogen...
Glücklicherweise hatte ich mit Bolton in Winter ein Startritual eingeübt, das in Twisteden auch tatsächlich funktionierte (und auch nötig war). So habe ich Bolton vor der Starthürde abgelegt und bin bis hinter den Reifen gegangen, um ihn von dort aus abzurufen. Mit vollem Körper- und Stimmeinsatz ;-) konnte ich ihn dann nach der folgenden Hürde von der Verleitung abhalten und ihn in Richtung Steg dirigieren. Da der Kontaktzonen-Neuaufbau bei Bolton immer noch nicht ganz abgeschlossen ist, habe ich dann am Stegabgang bewusst so lange gewartet, bis er in die "2on2off"-Position gelaufen war, das gleiche dann auch noch mal an der A-Wand... Der Rest des Parcoures lief eigentlich recht gut und flüssig.
Blöderweise hat mich dann im "Zielspurt" (Tunnel, Mauer und 2 Sprünge auf leichtem Bogen) eine böse Zerrung unter dem linken Oberschenkel (oder genauer in der linken Popobacke) erwischt. Der Schmerz kam so heftig, dass ich fast gestürzt wäre und Bolton nur noch mit lautem "Vor! Vor!" -Gebrüll über die Zielhürde schicken konnte.
Trotzdem war ich überhappy, als ich Bolton über die Zielhürde springen sah, war es doch unser erster fehlerfreier A-Lauf in der A1. Im letzten Jahr haben wir in den A-Läufen regelmäßig "blöde" Fehler kassiert (meist Kontaktzonen oder Slalom), und nun hatten wir unser erstes "Vo".
Günter lief nach uns mit Eragon auch fehlerfrei, war aber sichtbar schneller, was mir aber auch klar war, da ich ja an den Zonen recht lange gewartet hatte. Um so überraschter war ich dann, als ich auf der Ergebnisliste las, dass wir hinter Günter auf dem 2. Platz gelistet wurden. Mit diesem Ergebnis hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet und dies ließ mich dann auch (vorübergehend) meine Zerrung vergessen...
Diese wurde mir aber dann schnell wieder bewusst, als es zum Jumping ging. Das Jumping war ebenfalls sehr flüssig und schnell gestellt. An einigen Stellen gabe es Möglichkeiten, den Hund etwas zu schicken, dann selber etwas abzukürzen, um Zeit und Platz vor dem Hund zu gewinnen, und konnte dann (theoretisch) den Hund mit einem "Franzosen" wieder aufnehmen und weiter führen... (so meine Ideen bei der Begehung).
Nach dem Start war mir schon am 3. Hindernis klar, dass mit meiner Zerrung kaum zu laufen war. Kurzeitig dachte ich sogar dran, den Lauf abzubrechen, aber da Bolton gerade so schön lief, habe ich humpelnder Weise versucht, ihn wenn möglich zu schicken und selber möglichst kurze Wege zu "laufen". Bolton hat wirklich toll mitgerarbeitet und aufgepasst, und so haben wir es irgendwie geschafft, nochmals fehlerfrei über die Runde zu kommen...
Im Ergebnis wurden wir mit diesem Lauf im Jumping (offenes Jumping, A1 und A2 zusammen gewertet) 4. Günter lief nach mit leider ein DIS, so dass wir zum Schluss in der Kombi-Wertung tatsächlich auch noch den 1. Platz in der Klasse A1 standard belegten.
Dies war das bisher erfolgreichste (aber auch schmerzhafteste ;-)) Wochenende unser "Agility"-Laufbahn und ich war und bin immer noch überhappy!
Beste Grüße
Peter
Also fange ich mal mit Samstag dem 17. April an. An diesem Tag hatte ich mit Bolton auf dem "Ü50" Agility - Turnier in Twisteden gemeldet. Auf diesem Turnier durften, wie der Name schon sagt, nur Hundeführer starten, die älter als 50 Jahre waren. Da ich auch zu dieser Gruppe zähle, durfte auch ich in Twisteden starten (irgendwelche Vorteil muss ja das Älterwerden haben.. ;-))....
Doch nun zum Turnier. Nach gut 170km Fahrstrecke sind wir guter Dinge in Twisteden angekommen. Das Gelände der SV OG Twisteden ist sehr gepflegt und auch weiträumig, so dass alle Teilnehmer genügend Platz zum Aufbau ihrer Zelte hatten (was ja nicht überall selbstverständlich ist). Alles war bestens organisiert und mit fiel gleich die gute, lockere Stimmung auf, die auch den ganzen Tag anhielt.
Da das Turnier mit "A1 standard" begonne wurde, waren ich muit Bolton natürlich recht zeitig an der Reihe. Direkt nach uns startete Günter mit Eragon. Der A1-Parcour war sehr flüssig und technisch nicht all zu anspruchsvoll gestellt.
Einzig ein paar gemeine Verleitungen machten mir bei der Begehung Kopfzerbrechen. So begann die Startsequenz mit der Starthürde, einem Reifen und dann noch einem Sprung, die auf einer Linie genau auf einen weiteren Sprung und die A-Wand zeigten. Natürlich musste man (wie sollte es auch anders sein) nach dem Reifen und der folgenden Hürde 45 Grad nach rechts auf den Steg abbiegen. An dieser Stelle haben sich dann auch viele Teams ein DIS eingefangen, weil die Hunde natürlich auf in gerader Linier stehenden nächsten Sprung und die A-Wand zogen...
Glücklicherweise hatte ich mit Bolton in Winter ein Startritual eingeübt, das in Twisteden auch tatsächlich funktionierte (und auch nötig war). So habe ich Bolton vor der Starthürde abgelegt und bin bis hinter den Reifen gegangen, um ihn von dort aus abzurufen. Mit vollem Körper- und Stimmeinsatz ;-) konnte ich ihn dann nach der folgenden Hürde von der Verleitung abhalten und ihn in Richtung Steg dirigieren. Da der Kontaktzonen-Neuaufbau bei Bolton immer noch nicht ganz abgeschlossen ist, habe ich dann am Stegabgang bewusst so lange gewartet, bis er in die "2on2off"-Position gelaufen war, das gleiche dann auch noch mal an der A-Wand... Der Rest des Parcoures lief eigentlich recht gut und flüssig.
Blöderweise hat mich dann im "Zielspurt" (Tunnel, Mauer und 2 Sprünge auf leichtem Bogen) eine böse Zerrung unter dem linken Oberschenkel (oder genauer in der linken Popobacke) erwischt. Der Schmerz kam so heftig, dass ich fast gestürzt wäre und Bolton nur noch mit lautem "Vor! Vor!" -Gebrüll über die Zielhürde schicken konnte.
Trotzdem war ich überhappy, als ich Bolton über die Zielhürde springen sah, war es doch unser erster fehlerfreier A-Lauf in der A1. Im letzten Jahr haben wir in den A-Läufen regelmäßig "blöde" Fehler kassiert (meist Kontaktzonen oder Slalom), und nun hatten wir unser erstes "Vo".
Günter lief nach uns mit Eragon auch fehlerfrei, war aber sichtbar schneller, was mir aber auch klar war, da ich ja an den Zonen recht lange gewartet hatte. Um so überraschter war ich dann, als ich auf der Ergebnisliste las, dass wir hinter Günter auf dem 2. Platz gelistet wurden. Mit diesem Ergebnis hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet und dies ließ mich dann auch (vorübergehend) meine Zerrung vergessen...
Diese wurde mir aber dann schnell wieder bewusst, als es zum Jumping ging. Das Jumping war ebenfalls sehr flüssig und schnell gestellt. An einigen Stellen gabe es Möglichkeiten, den Hund etwas zu schicken, dann selber etwas abzukürzen, um Zeit und Platz vor dem Hund zu gewinnen, und konnte dann (theoretisch) den Hund mit einem "Franzosen" wieder aufnehmen und weiter führen... (so meine Ideen bei der Begehung).
Nach dem Start war mir schon am 3. Hindernis klar, dass mit meiner Zerrung kaum zu laufen war. Kurzeitig dachte ich sogar dran, den Lauf abzubrechen, aber da Bolton gerade so schön lief, habe ich humpelnder Weise versucht, ihn wenn möglich zu schicken und selber möglichst kurze Wege zu "laufen". Bolton hat wirklich toll mitgerarbeitet und aufgepasst, und so haben wir es irgendwie geschafft, nochmals fehlerfrei über die Runde zu kommen...
Im Ergebnis wurden wir mit diesem Lauf im Jumping (offenes Jumping, A1 und A2 zusammen gewertet) 4. Günter lief nach mit leider ein DIS, so dass wir zum Schluss in der Kombi-Wertung tatsächlich auch noch den 1. Platz in der Klasse A1 standard belegten.
Dies war das bisher erfolgreichste (aber auch schmerzhafteste ;-)) Wochenende unser "Agility"-Laufbahn und ich war und bin immer noch überhappy!
Beste Grüße
Peter
Freitag, 30. April 2010
So, nun habe ich auch einen Blog.. ;)
So, jetzt habe ich mich endlich mal aufgerafft und einen eigenen Blog gestartet. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen möchte ich hier über meine täglichen Erlebnisse bei meinen Hobbys und in meiner Freizeit berichten und auch das eine oder andere Foto oder auch mal ein Video-Filmchen hochladen bzw. Verlinken.
Kommentare oder auch Verbesserungsvorschläge sind gerne willkommen. Schließlich kann man immer noch etwas verbessern oder etwas lernen.
Kommentare oder auch Verbesserungsvorschläge sind gerne willkommen. Schließlich kann man immer noch etwas verbessern oder etwas lernen.
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