Freitag, 7. Mai 2010

Rückblick auf das Agi-Turnier in Twisteden

Wenn man schon einen Blog beginnt, dann muss man ihn ja auch füllen... ;)

Also fange ich mal mit Samstag dem 17. April an. An diesem Tag hatte ich mit Bolton auf dem "Ü50" Agility - Turnier in Twisteden gemeldet. Auf diesem Turnier durften, wie der Name schon sagt, nur Hundeführer starten, die älter als 50 Jahre waren. Da ich auch zu dieser Gruppe zähle, durfte auch ich in Twisteden starten (irgendwelche Vorteil muss ja das Älterwerden haben.. ;-))....

Doch nun zum Turnier. Nach gut 170km Fahrstrecke sind wir guter Dinge in Twisteden angekommen. Das Gelände der SV OG Twisteden ist sehr gepflegt und auch weiträumig, so dass alle Teilnehmer genügend Platz zum Aufbau ihrer Zelte hatten (was ja nicht überall selbstverständlich ist). Alles war bestens organisiert und mit fiel gleich die gute, lockere Stimmung auf, die auch den ganzen Tag anhielt.



Da das Turnier mit "A1 standard" begonne wurde, waren ich muit Bolton natürlich recht zeitig an der Reihe. Direkt nach uns startete Günter mit Eragon. Der A1-Parcour war sehr flüssig und technisch nicht all zu anspruchsvoll gestellt.

Einzig ein paar gemeine Verleitungen machten mir bei der Begehung Kopfzerbrechen. So begann die Startsequenz mit der Starthürde, einem Reifen und dann noch einem Sprung, die auf einer Linie genau auf einen weiteren Sprung und die A-Wand zeigten. Natürlich musste man (wie sollte es auch anders sein) nach dem Reifen und der folgenden Hürde 45 Grad nach rechts auf den Steg abbiegen. An dieser Stelle haben sich dann auch viele Teams ein DIS eingefangen, weil die Hunde natürlich auf in gerader Linier stehenden nächsten Sprung und die A-Wand zogen...



Glücklicherweise hatte ich mit Bolton in Winter ein Startritual eingeübt, das in Twisteden auch tatsächlich funktionierte (und auch nötig war). So habe ich Bolton vor der Starthürde abgelegt und bin bis hinter den Reifen gegangen, um ihn von dort aus abzurufen. Mit vollem Körper- und Stimmeinsatz ;-) konnte ich ihn dann nach der folgenden Hürde von der Verleitung abhalten und ihn in Richtung Steg dirigieren. Da der Kontaktzonen-Neuaufbau bei Bolton immer noch nicht ganz abgeschlossen ist, habe ich dann am Stegabgang bewusst so lange gewartet, bis er in die "2on2off"-Position gelaufen war, das gleiche dann auch noch mal an der A-Wand... Der Rest des Parcoures lief eigentlich recht gut und flüssig.

Blöderweise hat mich dann im "Zielspurt" (Tunnel, Mauer und 2 Sprünge auf leichtem Bogen) eine böse Zerrung unter dem linken Oberschenkel (oder genauer in der linken Popobacke) erwischt. Der Schmerz kam so heftig, dass ich fast gestürzt wäre und Bolton nur noch mit lautem "Vor! Vor!" -Gebrüll über die Zielhürde schicken konnte.

Trotzdem war ich überhappy, als ich Bolton über die Zielhürde springen sah, war es doch unser erster fehlerfreier A-Lauf in der A1. Im letzten Jahr haben wir in den A-Läufen regelmäßig "blöde" Fehler kassiert (meist Kontaktzonen oder Slalom), und nun hatten wir unser erstes "Vo".

Günter lief nach uns mit Eragon auch fehlerfrei, war aber sichtbar schneller, was mir aber auch klar war, da ich ja an den Zonen recht lange gewartet hatte. Um so überraschter war ich dann, als ich auf der Ergebnisliste las, dass wir hinter Günter auf dem 2. Platz gelistet wurden. Mit diesem Ergebnis hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet und dies ließ mich dann auch (vorübergehend) meine Zerrung vergessen...

Diese wurde mir aber dann schnell wieder bewusst, als es zum Jumping ging. Das Jumping war ebenfalls sehr flüssig und schnell gestellt. An einigen Stellen gabe es Möglichkeiten, den Hund etwas zu schicken, dann selber etwas abzukürzen, um Zeit und Platz vor dem Hund zu gewinnen, und konnte dann (theoretisch) den Hund mit einem "Franzosen" wieder aufnehmen und weiter führen... (so meine Ideen bei der Begehung).

Nach dem Start war mir schon am 3. Hindernis klar, dass mit meiner Zerrung kaum zu laufen war. Kurzeitig dachte ich sogar dran, den Lauf abzubrechen, aber da Bolton gerade so schön lief, habe ich humpelnder Weise versucht, ihn wenn möglich zu schicken und selber möglichst kurze Wege zu "laufen". Bolton hat wirklich toll mitgerarbeitet und aufgepasst, und so haben wir es irgendwie geschafft, nochmals fehlerfrei über die Runde zu kommen...

Im Ergebnis wurden wir mit diesem Lauf im Jumping (offenes Jumping, A1 und A2 zusammen gewertet) 4. Günter lief nach mit leider ein DIS, so dass wir zum Schluss in der Kombi-Wertung tatsächlich auch noch den 1. Platz in der Klasse A1 standard belegten.

Dies war das bisher erfolgreichste (aber auch schmerzhafteste ;-)) Wochenende unser "Agility"-Laufbahn und ich war und bin immer noch überhappy!

Beste Grüße
Peter

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