Juhu, wir haben unseren ersten Qualis für die A3 geschafft! Am Samstag den 4.9. belegte Bolton in der A2 den 3. Platz und sonntags sogar Platz 1!
Nachdem die letzten Turniere nicht unbedingt mit Wetterglück gesegnet waren, passte das Wetter beim Turnier der HSG letztes Wochenende optimal. Auf dieses Turnier hatte ich mich dieses Jahr ganz besonders gefeut, da ich seit Anfang des Jahres Mitglied bei der HSG bin und dies somit mein erstes "Heimturnier" war. Deshalb war ich aber auch ein bischen nervös, ich wollte natürlich vor heimischen Publikum eine möglichst gute "Figur abgeben". Als Richter bei diesem Turnier fungierte Jörg Zenner, der, um es vorweg zu nehmen, an beiden Tagen für alle Klassen tolle Parcours gestellt und mit seiner freundliche und fairen Art zur guten Stimmung beigetragen hat.
Samstag 4. September
Der Samstag begann mit der A1, gefolgt von der A2 und der A3, und zum Schluss liefen die Senioren. Nach der Mittagspause gings dann mit dem Jumping 3 weiter, danach ein Jumping open für die A1 und A2 und den Abschluss bildeten wieder die Senioren.. Der Tag war für mich recht kurzweilig, weil ich als Vereinsmitglied als Parcourbauer eingeteilt war...
A-Lauf
Der A2 Parcour gefiel mir sehr gut. Er war flüssig und rund zu laufen, hatte aber doch die eine oder andere führtechnische Herausforderung, an denen man entweder Zeit gewinnen oder sich aber auch leicht ein DIS einfangen konnte. Dies waren vor allem die Tunneleingänge, die mir bei der Begehung etwas Sorgen machten und die eine möglichst eindeutige Führweise erforderten. Darüber hinaus hatte ich mir für den A-Lauf vorgenommen, besonders auf die Kontaktzonen zu achten und diese möglichst gut zu konmtrollieren. Im Aufwärmbereich standen bei der HSG nicht nur ein paar Sprünge und ein Slalom, sondern auch ein Steg. Diesen habe ich natürlich genutzt, um Bolton kurz vor dem A-Lauf an den Sinn und Zweck einer Kontaktzone zu erinnern... ;).
So bin ich dann mit einem recht guten Gefühl an den Start gegangen. Bis auf eine kurze Schrecksekunde kurz nach dem Start, wo ich Bolton nach der Wippe durch einen zu weiten Laufweg fast geradeaus über eine Hürde anstatt nach links in den Tunnel geschickt hatte, und einen unnötigen Kringel von Bolton beim letzten Tunnel gelang uns der Lauf auch recht gut und vor allem fehlerfrei. An den Kontaktzonen ist er aber auch dieses Mal trotz allen Trainings in diesem Jahr wieder nicht in eine 2on2off-Position gelaufen, aber wenigsten war er sauber (mit allen Pfoten) in den Zonen.. Das Warten und Kontrollieren an der Zone hat gefühlsmäßig ewig lange gedauert, so dass ich mich zwar nach der Zielhürde über den fehlerfreien Lauf gefreut habe, aber mir zeitmäßig keine großen Hoffnungen auf eine gute Platzierung gemacht habe. Daher war ich richtig überrascht, dass die Zeit dann noch ganz kmapp für Platz 3 und somit für unsere 1. Quali für die A3 gereicht hat.
Jumping
Mit diesem guten Gefühl und der Gewissheit, keine Zeit durch Kontrollieren von Kontaktzonen verlieren zu müssen, bin ich dann nachmittags ins Jumping gegangen. Der Parcour war genau so, wie ich ihn liebe. Schnell zu laufen aber trotzdem mit ein paar kniffligen Ecken.. Die erste Herausforderung war ein schneller Slalomeingang, mit dem viele Hunde bzw. Hundeführer so ihre Not hatten und ins DIS liefen. Obwohl Bolton solche Slalomeingänge eigentlich recht gut beherrscht, habe ich ihn bewusste bis zum Eingang geführt, so dass er sauber einfäldete und den Slalom fehlerfrei durchlief.
Die zweite Herausforderung war ziemlich am Ende des Parcours eine schnelle Sequenz durch einen Sacktunnel, gefolgt von einer Busch-Hürde, nach der es links in einen u-förmigen Tunnel ging. Trotz eines "Franzosens" vor dem Sacktunnel bin ich bei der Buschhürde etwas hinter Bolton geraten, so dass ich den Tunnel dann von hinten führen musste, was (für mich etwas überraschend) auch recht gut gelang.
So blieben wir auch im Jumping fehlerfrei und konnten uns Dank der guten Tempos, das Bolton gelaufen ist, über Platz 1 und eine Durchschnuttgeschwindigkeit von (5,75 m/s) freuen. Bis auf meine wieder mal etwas zu große Hektik beim Laufen fand ich den Lauf fast optimal...
Somit war der Samstag für uns mit einem 3. Platz im A-Lauf und einem 1. Platz im Jumping wirklich sehr erfolgreich. Auf dem Heimweg stellte ich mir dann allerdings auch die Frage, ob es uns gelingen würde, die am Sonntag vielleicht zu wiederholen, oder ob das eher "Zufallstreffer" waren...
Sonntag den 5. September
Schon recht früh am Morgen war ich sonntags am Platz, um meinen Vereinspflichten nachkommen und beim Parcouraufbau helfen zu können. Los gings an diesem Tag mit der A3, danach A2, A1 und die Senioren.
A-Lauf
Den A2 Parcour fand ich führtechnisch etwas anspruchsvoller als am Tag zuvor. Jörg Zenner hatte einen Pacourverlauf gestellt, der eine Menge "Kringel" durch Tunnel beinhaltete und auch einige interessante Wechsel und z.T. sehr unterschiedliche Laufwege zuließ. So entschied ich mich z.B., vor der A-Wand einen Wechsel zu machen und links an der A-Wand vorbei zu laufen, um die danach folgenden beiden Sprünge, die fast wie eine kleine Welle standen, besser führen zu können. Den Sacktunnel im letzten Drittel des Parcours wollte ich auf Distanz führen, um so etwas Laufweg und somit Zeit sparen zu können.
Der Lauf lief dann auch recht gut. Die geplante kleine Welle, wo ich Bolton bei der 2. Hürde in den Rücken springen lassen und mit einem "Rum" wieder aufnehmen wollte, funktionierte wie geplant, ebenso der französische Wechsel nach zwischen Tunnel und Slalom. Die Hürde vor dem Steg hätte nach außen herum auf dem längeren Weg vielleicht eine schönere Lauflinie für Bolton ergeben und wäre vermutlich auch etwas schneller gewesen. Vor dem Sacktunnel musste ich dann aufpassen, dass Bolton nicht innen vorbei lief, da er dort etwas weniger Tempo hatte wie erwartet. An der Wippe als vorletztes Hindernis habe ich dann bewusst Tempo und Druck reduziert, damit Bolton nicht zum Schluss noch einen "Wippenflieger" produziert... So sind wir auch im A-Lauf am Sonntag fehlerfrei geblieben.
Wenn ich mir das Video so anschaue, dann hatten wir bei unserem Lauf wirklich sehr viel Glück. Irgendwie habe ich (im Gegensatz zu Samstag) viel zu wenig die Kontaktzonen kontrolliert und Bolton ist immer sehr deutlich abgesprungen. Der Stegaufgang war auch sehr "eng", auf dem Video erkennt man in Zeitlupe, dass Bolton das Ende der Zone noch so gerade berührt, also drin war (im Gegensatz zu einiger Kommentaren am Sonntag, die diese schon "weg" gesehen hatten). Der Richter hatte wirklich ein sehr scharfes Auge. Das geringere (oder fehlende) Kontrollieren hatte dann aber der Vorteil, dass wir keine Zeit an den Zonen verloren haben. Dadurch hat dann die Gesamtzeit für unseren ersten Platz 1 in der A2 und unsere 2. Quali für die A3 gereicht hat. Ich war (und bin es noch immer) überglücklich!
Jumping
Am Sonntag Nachmittag gab es dann wie am Tag zuvor für die A1er und A2er ein Jumping "open". Der Parcour war ein reiner "Rennparcour" durch mehrere Tunnel und nach meinem Geschmack etwas zu einfach. Die einzige Möglichkeit auf eine gute Platzierung sah ich darin, wenn ich Bolton möglichst eng und schnell führen würde. Ungefähr zu Hälfte gabe es eine Art Hürden-Viereck, dessen Ausgang ich mit einem "Rum" führen wollte, um anschließend nach vorne mehr Tempo machen zu können..
Wir sind dann auch recht zügig durch die Tunnelsequenzen gekommen. Als es dann aber in das o.g. Viereck ging, habe ich Bolton etwas zu lange aus den Augen gelassen und mich auch viel zu früh auf das "Rum" konzentriert, so dass Bolton die erste Stange runter schubste. Der Rest des Parcours lief dann wieder wie geplant und im Ergebnis landeten wir dann auf Platz 8 (man kann ja nicht immer Glück haben... ;))..
Damit ging dann ein tolles erfolgreiches Wochenende zu Ende. Meine persönlichen Erkenntnisse daraus: Bolton hat durchaus Potential (auch noch für "mehr" ;-)), aber zuerst müssen wir die Kontaktzonen "in den Griff" bekommen. Mit den Zonen so, wie Bolton sie jetzt läuft, können wir in der A3 (wenn wir denn noch irgendwann unsere 3. Quali geholt haben ;)) nicht viel gewinnen. Also auf zum Training.... !
Donnerstag, 9. September 2010
Dienstag, 31. August 2010
Agility Turnier am 29.08.2010 beim DVG Polizeisportverein Düsseldorf
Am Wochenende den 28. und 29. August fand in Düsseldorf das Turnier des PSV Düsseldorf statt. Ich hatte nur für Sonntag gemeldet, um samstags auch mal einige Dinge zu Hause erledigen zu können. Der Turnierplatz des PSV Düsseldorf liegt am Rand einer größeren Sportanlage mit Fussball- und Tennisplätzen und direkt in Nähe eines großen, hügeligen Waldes, der sehr gute Möglichkeiten zum Ausführen der Hunde zwischen den Läufen bietet.
Das Turnier begann wie mit der A3, gefolgt von A2 und A1. Richter waren an diesem Tag Rene Blank und Frank Gerhard. Alle Parcours waren flüssig und schnell zu laufen, hatten aber doch die eine oder andere Überraschung in Form von erkannten und nicht erkannten Verleitungen parat. Am diesem Tag sollte ich dann lernen, dass auch offensichtliche und erkannte Verleitungen so ihre Tücken haben...
Im A2 Parcour stand nämlich ungefähr auf der Hälfte eine Hürde direkt hinter einem S-förmigen Tunnel unter der A-Wand. Schon bei der Begehung war mir klar, dass es nicht so ganz einfach sein würde, den Hund vom Springen dieser Hürde abzuhalten. Mein Plan war es, Bolton durch frühzeitiges Anrufen im Tunnel an dieser vorbei zu ziehen. Der Rest des Parcours gefiel mir sehr gut, denn er war flüssig und schnell zu laufen und bot an einigen Stellen die Möglichkeit, durch schnelle Wechsel etwas Zeit zu sparen..
Bolton und ich mussten lt. Starterliste als zweites Team starten, was mir nicht so ganz gefiel, da ich immer etwas mentale Vorbereitungszeit nach der Begehung brauche. Nach dem Start ging es über zwei Hürden zum Steg. Mein Versuch, die Kontaktzone am Abgang zu kontrollieren, funktionierte zwar etwas besser als 2 Wochen zuvor beim Dompokal, aber richtig schön waren sie weder am Steg noch an der A-Wand. Bolton kennt einfach noch nicht seine Position, und wenn ich ihm dann im Turnier zu wenig helfe und auch zu früh weiter laufe, springt er dann meist irgendwie ab. Dies tat er dann auch in Düsseldorf, aber glücklicherweise erst, nachdem er mit den Pfoten schon in den jeweiligen Zonen gestanden hatte. Nach dem Steg ging es dann in einer Schleife nach links durch einen Tunnel und dann nach rechts quasi zurück über die A-Wand. Nach einer 180 Grad Kehre über 2 Hürden ging es dann zurück Richtung Wand in den oben schon erwähnten S-Tunnel darunter…
Und dort kam es dann, wie es kommen musste.. Alles Rufen und Händeklatschen half nichts, als Bolton aus dem Tunnel kam, sprang er zielstrebig die Verleitungshürde und damit ins DIS… Naja, dafür war lief der Rest dann wieder sehr gut. Ich habe sogar den geplanten Franzosen zwischen den beiden nach dem Slalom folgenden Tunneln geschafft. Daher war ich trotz des DIS mit meinem Lauf eigentlich recht zufrieden.
Dank Ivonne gibt es auch von diesem Lauf ein kurzes Video:
Wir haben nachher diskutiert, wie denn der Fehler mit der Verleitung zu vermeiden gewesen wäre, und sind zu der Vermutung gelangt, dass ich Bolton im Tunnel einfach zu leise angesprochen habe. Das laute Rumpeln beim Durchlaufen ist ja im Inneren des Tunnels noch viel lauter, vermutlich hat mich Bolton überhaupt nicht gehört…
Bei der Videoanalyse ist mir dann auch noch aufgefallen, dass ich auch die Kehre nach der A-Wand sehr schlecht geführt habe. Ich habe Bolton mit viel zu viel Druck über den ersten Sprung nach der Wand geschickt, quasi direkt auf die dahinter stehende Wand zu, die ich bei der Begehung überhaupt nicht als Verleitung erkannt hatte. So sprang Bolton dann viel zu weit geradeaus und rutsche deshalb dann auch beim Versuch, in der Landung gleich nach links abzubiegen, aus. Sorry Bolton, das soll nicht mehr vorkommen (hoffentlich). Ich hätte ihn vor diesem Sprung viel mehr stellen müssen, und an Stelle des Franzosen besser einen sauberen Belgier machen müssen… Aber nachher (insbesondere nach dem Video) ist man immer schlauer… ;-)
Kommen wir nun zum Jumping. Dieses war als „Open“ für A1 und A2 ausgeschrieben. Der Parcoursverlauf war für meinen Geschmack nicht sonderlich anspruchsvoll, der Richter hatte vermutlich etwas auf die A1er Rücksicht genommen, was ja auch zu begrüßen ist. An einer Stelle hatte ich mir bei der Begehung überlegt, anders als die meisten anderen zu laufen. An dieser Stelle kam der Hund aus einem U-förmigen Tunnel und musste nach rechts in eine kleine „Welle“ bestehend aus 3 Hindernissen. Hier wollte ich nach dem Tunnel vor den Hürden bleiben, Bolton linksgeführt über die erste Hürde schicken, ihn dann über die zweite auf mich zuziehen um dann vor ihm mit einem Franzosen zu wechseln und ihn dann rechtsgeführt über die dritte Hürde zu schicken. Ansonsten war der Parcour recht einfach zu laufen. Beim Start war es hilfreich, den Hund über 3 Hürden geradeaus abrufen zu können.
So konnte ich Bolton nach dem Start einigermaßen sauber eine Schleife aus 3 Sprüngen und dann in den Slalom führen. Nach dem Slalom gings dann nach links über eine Hürde in den o.g. U-Tunnel. Dies Hürde wurde uns dann aber zum Verhängnis. Normalerweise springt Bolton sehr sicher (wenn auch nicht immer elegant ;-)) und hat ein gute Auge für den richtigen Absprungpunkt. Aber an dieser Hürde scheint er sich entweder völlig verschätzt oder vielleicht auch vertreten zu haben. Er sprang ab, zögerte dann aber, sprang noch mal ab, und war dann natürlich zu dicht an der Hürde und sprang direkt unter die Stange. Selbst nach mehrfachem Betrachten des Videos, auch in Zeitlupe, ist mir nicht ganz klar, was passiert ist. Auf jeden Fall hörte ich die Stange (alle Stangen bestanden aus Alu-Rohren) mit lautem Scheppern fallen und sah Bolton stolpern und sich gleich an der Pfote lecken. Ich habe dann gleich gestoppt und erst mal gewartet, ob Bolton wieder sauber mit allen Pfoten auftritt und läuft.. Als dies dann der Fall war, habe ich den Lauf wieder fortgesetzt und dann auch noch den geplanten Franzosen gemacht. Der restliche Parcour lief dann problemlos…
Hier das Video vom Jumping
Bei der Analyse ist mir neben dem o.g. Hürdenproblem von Bolton aufgefallen, dass meine Führweise nach dem Tunnel doch nicht so optimal war. Bolton springt nämlich bei der ersten Hürde nach dem Tunnel sehr weit raus, um mir dann über die nächste Hürde zu folgen. Dadurch habe ich zwar genügend Vorsprung, um den geplanten Franzosen zu machen, aber auch der war eigentlich (im Nachhinein betrachtet) an dieser Stelle quatsch, denn an der dritten Hürde musste Bolton bremsen und quasi einen Haken laufen, da er durch den Franzosen etwas zu schnell war.
Besser wäre es vielleicht gewesen, Bolton nach dem Tunnel nicht vorwärts über die erste Hürde zuschicken (und ihn zu weit raus zu schicken), sondern mich zu ihm einzudrehen und dann rückwärtslaufend mit rechts von knapp hinter der ersten Hürde an zu nehmen. Ich hätte ihn dann, quasi mit einer Art langgezogenemBelgier, rechtsgeführt über die zweite Hürde schicken und dann wieder, weiterhin rechtsgeführt, über die dritte Hürde zurück ziehe können… So wäre einerseits den ersten Sprung enger und den dritten Sprung auf einer besseren Linie gelaufen…
Dass der Parcour sehr schnell zu führen war (wenn man es konnte ;-)) zeigt auch die Geschwindigkeit des Erstplazierten Hundes. Erster und schnellste war ein Starter aus der A1 (!): Thomas Schniewind mit Chester, einem Australian Shepherd, der mit 21 Sekunden und knapp über 6 m/s durch den Parcour ging!
Zum Schluss folgte noch ein Spiel, bei dem es in einem kleinen Parcout darum ging, bei drei nebeneinander liegenden Tunneln immer den mittleren zu treffen. Lief der Hund in den falschen Tunnel, bedeutete das Zeitverlust durch einen Umweg und zusätzliche Hindernisse. Bolton lief natürlich gleich zu Anfang in den falschen Tunnel... Dafür habe ich die Kontaktzone an der A-Wand dann dafür genutzt, Bolton endlich mal richtig in 2on2off stehen zu lassen...
Hier das Spiel:
Insgesamt war ich aber trotz des DIS im A-Lauf und der Fehler im Jumping mit dem Turnier recht zufrieden. Bis auf diese Fehler hatte ich ein sehr gutes Gefühl und die Läufe waren (für mich) relativ flüssig. Und ich habe wieder, Dank der Videos von Ivonne und der Diskussionen vor Ort, einiges dazu gelernt.. Irgendwie habe ich das gute Gefühl, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis wir auch mal in der A2 einen 0-Fehler-Lauf schaffen..
Das Turnier begann wie mit der A3, gefolgt von A2 und A1. Richter waren an diesem Tag Rene Blank und Frank Gerhard. Alle Parcours waren flüssig und schnell zu laufen, hatten aber doch die eine oder andere Überraschung in Form von erkannten und nicht erkannten Verleitungen parat. Am diesem Tag sollte ich dann lernen, dass auch offensichtliche und erkannte Verleitungen so ihre Tücken haben...
Im A2 Parcour stand nämlich ungefähr auf der Hälfte eine Hürde direkt hinter einem S-förmigen Tunnel unter der A-Wand. Schon bei der Begehung war mir klar, dass es nicht so ganz einfach sein würde, den Hund vom Springen dieser Hürde abzuhalten. Mein Plan war es, Bolton durch frühzeitiges Anrufen im Tunnel an dieser vorbei zu ziehen. Der Rest des Parcours gefiel mir sehr gut, denn er war flüssig und schnell zu laufen und bot an einigen Stellen die Möglichkeit, durch schnelle Wechsel etwas Zeit zu sparen..
Bolton und ich mussten lt. Starterliste als zweites Team starten, was mir nicht so ganz gefiel, da ich immer etwas mentale Vorbereitungszeit nach der Begehung brauche. Nach dem Start ging es über zwei Hürden zum Steg. Mein Versuch, die Kontaktzone am Abgang zu kontrollieren, funktionierte zwar etwas besser als 2 Wochen zuvor beim Dompokal, aber richtig schön waren sie weder am Steg noch an der A-Wand. Bolton kennt einfach noch nicht seine Position, und wenn ich ihm dann im Turnier zu wenig helfe und auch zu früh weiter laufe, springt er dann meist irgendwie ab. Dies tat er dann auch in Düsseldorf, aber glücklicherweise erst, nachdem er mit den Pfoten schon in den jeweiligen Zonen gestanden hatte. Nach dem Steg ging es dann in einer Schleife nach links durch einen Tunnel und dann nach rechts quasi zurück über die A-Wand. Nach einer 180 Grad Kehre über 2 Hürden ging es dann zurück Richtung Wand in den oben schon erwähnten S-Tunnel darunter…
Und dort kam es dann, wie es kommen musste.. Alles Rufen und Händeklatschen half nichts, als Bolton aus dem Tunnel kam, sprang er zielstrebig die Verleitungshürde und damit ins DIS… Naja, dafür war lief der Rest dann wieder sehr gut. Ich habe sogar den geplanten Franzosen zwischen den beiden nach dem Slalom folgenden Tunneln geschafft. Daher war ich trotz des DIS mit meinem Lauf eigentlich recht zufrieden.
Dank Ivonne gibt es auch von diesem Lauf ein kurzes Video:
Wir haben nachher diskutiert, wie denn der Fehler mit der Verleitung zu vermeiden gewesen wäre, und sind zu der Vermutung gelangt, dass ich Bolton im Tunnel einfach zu leise angesprochen habe. Das laute Rumpeln beim Durchlaufen ist ja im Inneren des Tunnels noch viel lauter, vermutlich hat mich Bolton überhaupt nicht gehört…
Bei der Videoanalyse ist mir dann auch noch aufgefallen, dass ich auch die Kehre nach der A-Wand sehr schlecht geführt habe. Ich habe Bolton mit viel zu viel Druck über den ersten Sprung nach der Wand geschickt, quasi direkt auf die dahinter stehende Wand zu, die ich bei der Begehung überhaupt nicht als Verleitung erkannt hatte. So sprang Bolton dann viel zu weit geradeaus und rutsche deshalb dann auch beim Versuch, in der Landung gleich nach links abzubiegen, aus. Sorry Bolton, das soll nicht mehr vorkommen (hoffentlich). Ich hätte ihn vor diesem Sprung viel mehr stellen müssen, und an Stelle des Franzosen besser einen sauberen Belgier machen müssen… Aber nachher (insbesondere nach dem Video) ist man immer schlauer… ;-)
Kommen wir nun zum Jumping. Dieses war als „Open“ für A1 und A2 ausgeschrieben. Der Parcoursverlauf war für meinen Geschmack nicht sonderlich anspruchsvoll, der Richter hatte vermutlich etwas auf die A1er Rücksicht genommen, was ja auch zu begrüßen ist. An einer Stelle hatte ich mir bei der Begehung überlegt, anders als die meisten anderen zu laufen. An dieser Stelle kam der Hund aus einem U-förmigen Tunnel und musste nach rechts in eine kleine „Welle“ bestehend aus 3 Hindernissen. Hier wollte ich nach dem Tunnel vor den Hürden bleiben, Bolton linksgeführt über die erste Hürde schicken, ihn dann über die zweite auf mich zuziehen um dann vor ihm mit einem Franzosen zu wechseln und ihn dann rechtsgeführt über die dritte Hürde zu schicken. Ansonsten war der Parcour recht einfach zu laufen. Beim Start war es hilfreich, den Hund über 3 Hürden geradeaus abrufen zu können.
So konnte ich Bolton nach dem Start einigermaßen sauber eine Schleife aus 3 Sprüngen und dann in den Slalom führen. Nach dem Slalom gings dann nach links über eine Hürde in den o.g. U-Tunnel. Dies Hürde wurde uns dann aber zum Verhängnis. Normalerweise springt Bolton sehr sicher (wenn auch nicht immer elegant ;-)) und hat ein gute Auge für den richtigen Absprungpunkt. Aber an dieser Hürde scheint er sich entweder völlig verschätzt oder vielleicht auch vertreten zu haben. Er sprang ab, zögerte dann aber, sprang noch mal ab, und war dann natürlich zu dicht an der Hürde und sprang direkt unter die Stange. Selbst nach mehrfachem Betrachten des Videos, auch in Zeitlupe, ist mir nicht ganz klar, was passiert ist. Auf jeden Fall hörte ich die Stange (alle Stangen bestanden aus Alu-Rohren) mit lautem Scheppern fallen und sah Bolton stolpern und sich gleich an der Pfote lecken. Ich habe dann gleich gestoppt und erst mal gewartet, ob Bolton wieder sauber mit allen Pfoten auftritt und läuft.. Als dies dann der Fall war, habe ich den Lauf wieder fortgesetzt und dann auch noch den geplanten Franzosen gemacht. Der restliche Parcour lief dann problemlos…
Hier das Video vom Jumping
Bei der Analyse ist mir neben dem o.g. Hürdenproblem von Bolton aufgefallen, dass meine Führweise nach dem Tunnel doch nicht so optimal war. Bolton springt nämlich bei der ersten Hürde nach dem Tunnel sehr weit raus, um mir dann über die nächste Hürde zu folgen. Dadurch habe ich zwar genügend Vorsprung, um den geplanten Franzosen zu machen, aber auch der war eigentlich (im Nachhinein betrachtet) an dieser Stelle quatsch, denn an der dritten Hürde musste Bolton bremsen und quasi einen Haken laufen, da er durch den Franzosen etwas zu schnell war.
Besser wäre es vielleicht gewesen, Bolton nach dem Tunnel nicht vorwärts über die erste Hürde zuschicken (und ihn zu weit raus zu schicken), sondern mich zu ihm einzudrehen und dann rückwärtslaufend mit rechts von knapp hinter der ersten Hürde an zu nehmen. Ich hätte ihn dann, quasi mit einer Art langgezogenemBelgier, rechtsgeführt über die zweite Hürde schicken und dann wieder, weiterhin rechtsgeführt, über die dritte Hürde zurück ziehe können… So wäre einerseits den ersten Sprung enger und den dritten Sprung auf einer besseren Linie gelaufen…
Dass der Parcour sehr schnell zu führen war (wenn man es konnte ;-)) zeigt auch die Geschwindigkeit des Erstplazierten Hundes. Erster und schnellste war ein Starter aus der A1 (!): Thomas Schniewind mit Chester, einem Australian Shepherd, der mit 21 Sekunden und knapp über 6 m/s durch den Parcour ging!
Zum Schluss folgte noch ein Spiel, bei dem es in einem kleinen Parcout darum ging, bei drei nebeneinander liegenden Tunneln immer den mittleren zu treffen. Lief der Hund in den falschen Tunnel, bedeutete das Zeitverlust durch einen Umweg und zusätzliche Hindernisse. Bolton lief natürlich gleich zu Anfang in den falschen Tunnel... Dafür habe ich die Kontaktzone an der A-Wand dann dafür genutzt, Bolton endlich mal richtig in 2on2off stehen zu lassen...
Hier das Spiel:
Insgesamt war ich aber trotz des DIS im A-Lauf und der Fehler im Jumping mit dem Turnier recht zufrieden. Bis auf diese Fehler hatte ich ein sehr gutes Gefühl und die Läufe waren (für mich) relativ flüssig. Und ich habe wieder, Dank der Videos von Ivonne und der Diskussionen vor Ort, einiges dazu gelernt.. Irgendwie habe ich das gute Gefühl, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis wir auch mal in der A2 einen 0-Fehler-Lauf schaffen..
Donnerstag, 26. August 2010
Dompokal am 14. und 15. August 2010
Nach unserem 3 wöchigen Urlaub mit dem Wohnmobil durch Frankreich (Normandie, Bretagne, Düne de Pyla) waren wir rechtzeitig zum Dompokal zurück. Auf den Dompokal freute ich mich dieses Jahr ganz besonders, da ich im letzten Jahr beim Dompokal mein allererstes offizielles Turnier gelaufen bin. Die damalige Veranstaltung fand bei traumhaften Wetter statt und hatte mir sehr gut gefallen...
Auch in diesem Jahr war die Organisation des ATC (Agility Team Cologne) wieder absolut perfekt. Angefangen von Starterlisten auf der Homepage bis hin zur Durchführung des Turniers, alles hat gepasst. Als einziger, kleiner Kritikpunkt von meiner Seite könnte ich vielleicht die hohe Anzahl von Startern nennen. Mit ca. 180 Startern ist so eine Veranstaltung m.M.n. rein zeitlich an der Grenze angekommen. So war die Siegerehrung am Samstag erst kurz vor 18 Uhr, obwohl sich alle die größte Mühe um einen zügigen Ablauf gaben. Aber 180 Starter brauchen eben ihre Zeit...
Was leider nicht so ganz mitspielte, war das Wetter. Während am Samstag bei Sonne durchaus sommerliche Gefühle aufkamen, so wurde der Sonntag nach einsetzendem mehr oder weniger heftigem Dauerregen doch eine sehr nasse Angelegenheit... Aber dazu später mehr...
Samstag 14.8.
Das Turnier begann mit den A3ern, gefolgt von den A2ern und ern A1ern. Durch die hohe Zahl von über 50 Startern alleine schon in der A3 Large war ich mit Bolton erst kurz vor Mittag an der Reihe.
Der Parcour des A-Laufs von Irene Solf war recht flüssig zu laufen und hatte ein paar interessante Ecken, an denen man durch enges Führen etwas Zeit einsparen konnte. Nach der Starthürde ging es durch einen leicht gebogenen Tunnel, dann über zwei nebeneinander stehen Hürden zur Mauer. Bei der 2. Hürde wollte ich Bolton in meinen Rücken springen lassen und ihn dann mit einem Franzosen wieder aufnehmen und dann über die Mauer schicken.
Leider habe ich Bolton am Tunnelausgang etwas zu lange aus den Augen gelassen und bemerkte somit etwas spät, dass er im Tunnel irgendwie hängen geblieben war.. Somit war ich, als Bolton dann aus dem Tunnel kam, schon zu weit auf dem Weg zur 2. Hürde und habe ihn damit an der ersten Hürde vorbei gezogen. Somit hatten wir gleich zum Begin des Parcours schon eine Verweigerung.. :(. Der weitere Parcour lief eigentlich wie geplant. Der A-Wand Abgang war (noch) ok, Bolton passte auf und sprang erst ab, als er gut in der Zone war. Vor der Wippe habe ich dann hinter Bolton gewechselt, was fast ins Auge gegangen wäre, da er sich auf der Wippe kurz nach mir umgeschaut hat, dann aber doch weiter lief.. Naja, und da kam noch der Steg mit seiner Abgangszone. Und was macht Bolton? Richtig geraten: er springt ab... Somit landeten wir mit 1 Verweigung und 1 Parcourfehler auf Rang 8..
Hier unser Lauf im Video:
Wenn ich mir das Video anschaue, dann war der Lauf eigentlich gar nicht so schlecht. Die Verweigerung nach dem Tunnel hätte ich sicher vermeiden können, wenn ich Bolton mehr im Auge behalten hätte und nicht so stupide meinem bei der Begehung zurecht gelegten "Laufplan" gefolgt wäre. Und an den Zonen muss ich halt einfach noch weiter arbeiten und diese vor allem im Turnuier mehr komtrollieren. Denn interessanterweise funktionieren die Zonen im Training erheblich besser, aber auf dem Turnier werden sie jedes Mal zur "Zitterpartie"...
Nun lagen meine Hoffnungen mal wieder beim Jumping. Dieses war ebenfalls recht schnell und zügig gebaut und schien mir durchaus "machbar"... Dementsprechend zuversichtlich bin ich dann auch gestartet. Der Anfang lief sehr gut, ich konnte Bolton auf einer recht engen Linie bis zum ersten u-förmig liegenden Tunnel führen. Nach dem Tunnel ging es nach links weg über zwei Sprünge zum nächsten Tunnel. Vor dem ersten Tunnel habe ich Bolton etwas ausgestellt, damit er nicht durch einen zu großen Bogen nach dem Sprung Zeit verliert und eine geradere Linie auf den Eingang des nächsten Tunnel hatte. Als ich Bolton dann fast genau geradeaus über den 2. Sprung in dieses Tunnelloch schicken wollte, sah ich im Augenwinkel, wie er nach rechts abbiegt und zielstrebig in den falschen Tunneleingang läuft. Ich war in diesem Augenblick so perlex, dass ich noch nicht einmal irgendein rettendes Kommando rufen konnte... Somit hatten wir im Jumping unser DIS.. Danach war bei mir die Konzentration irgendwie weg, obwohl ich den Rest eigentlich noch sauber fertig laufen wollte, und zum Schluss bin ich dann auch noch beim (eigentlich unnötigen) Rückwärtslaufen über meine eigenen Füße gestolpert... . Also ein Lauf komplett zum "Abhaken"
Aber seht selber:
Sonntag 15.08.2010
Für Sonntag hatte der Wetterbericht Regen angesagt, aber irgendwie hat man ja immer die Hoffnung, dass sich der Wetterfrosch irrt und es doch nicht so nass wird...
Auf der frühmorgendlichen Fahrt nach Köln war der Himmel schon sehr düster und wolkenverhangen... aber es war noch trocken. Der Turniertag begann mit den A1ern, gefolgt von den A2ern und A3ern. Während die A1er wettertechnisch noch Glück hatten, begann es pünktlich beim Parcourumbau auf A2 an zu tröpfeln. Die Parcours stammten an diesem Tag von Michael Schilling und waren ebenfalls recht gut zu laufen. Nach der Begehung des A2 Parours war ich mir nicht ganz sicher, ob ich den Steg rechts oder links laufen sollte. Ich habe mich dann aber doch für rechts enstschieden und mir fest vorgenommen, den Lauf ganz ruhig anzugehen und vor allem die Kontaktzonen zu kontrollieren.
Bis zum Steg lief es eigentlich auch recht gut, aber dann.... Während Bolton beim Stegabgang noch so gerade die Zone berührte, sprang er dann von der A-Wand ab.. Nach der Wand ging es 90 Grad nach links über einen Sprung in den recht schwierigen Slalomeingang. Viele Hundeführer zogen hier die Hunde zu sehr nach innen und somit am Slalom vorbei. Ich wollte Bolton da nicht zuviel irritieren und ihn den Eingang lieber selber suchen lassen. Diese ihm zugedachte Eigenverantwortung hat Bolton dann aber leider nicht richtig genutzt, denn er bremste zu wenig und lief an der ersten Stange vorbei.. Das war dann unser 2. Fehler und somit belegten wir wie am Vortag mit einer Verweigerung und einem Parcourfehler wiederum den 8. Platz.
Leider gibts von diesem Lauf kein Video, dafür aber den Parcourplan:
Nach unserem Lauf begann es immer heftiger zu regnen und auf dem Platz bildeten sich immer mehr Schlammpfützen. Die Starter der A3 Large hatten zunehmend mit dem rutschigen Untergrund zu kämpfen und der Zustand es Parocurs wurde von Starter zu Starter schlechter.
Einen Eindruck vermittelt etwas das Video von Phillipp mit Finn, der die schwierigen Bedingungen durch einen kontrollierten und recht defensiven Lauf perfekt meisterte:
Die Midi-Starter danach sahen dann zunehmend mehr wie Crossläufer aus. Irgendwann fiel dann die aus meiner Sicht richtige Entscheidung des Veranstalters, das Turnier zum Wohle der Hundeführer und Hunde (und auch des Platzes) abzubrechen. Somit wurden dann die A-Läufe der A3 Mini sowie alle Junpings abgesagt. Dies war natürlich für die "Mini"-Starter etwas ärgerlich, hatten sie doch schon so lange im Regen ausgeharrt, um nun doch nicht laufen zu können. Vielleicht hätte man die auch nocht starten lassen können, zumal das Startefeld von der Anzahl her nicht sehr groß war (ca. 16 Hunde, wenn ich das richtig im Kopf habe).
Aber wie es auch sei, die Bedinungen waren dann einfach nicht mehr für ein reguläre Turnierfortführung geeignet. Somit wurden bei der Vergabe der Dompokale in diesem Jahr nur die Ergebnisse der A-Läufe zu Grunde gelegt und nicht, wie eigentlich geplant, die Kombiwertung aus A und Jumping.
Einen kleinen Eindruck der Wetterverschlechtung und der herrschenden Platzverhältnisse gibt vielleicht dieses Video mit einem Ausschnitt der Siegerehrung wieder:
So ging das diessjährige Turnier um den Dompokal vorzeitig und sehr nass zu Ende. Das war wirklich sehr schade, denn der veranstaltende Verein ATC hatte sich wieder sehr viel Mühe gegeben, die Veranstaltung bestmöglich durchzuführen und alle zufrieden zu stellen.
Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall wieder dort starten (das Wetter kann ja nur noch besser werden) und dann werden hoffentlich auch unsere Kontaktzonen besser sitzen... ;)
Mittwoch, 7. Juli 2010
Unser erstes Turnier in der A2, 4. Juli 2010 HSV Köln Süd
Am Sonntag den 4. Juli veranstaltete der HSV Köln Süd sein erstes Agility-Turnier. Ursprünglich war diese Veranstaltung für 2 Tage geplant, aber da die Terminierung sehr kurzfristig und der Meldezeitraum entsprechend kurz war, wurde der Samstag zwischenzeitlich abgesagt. So blieb der Sonntag, für den ich nach unserem Aufstieg am letzten Wochenende von der A1 und die A2 ummelden musste.
Der Hundeplatz des Vereins liegt in einem Parkgürtel im Süden von Köln in der Nähe der Autobahn A4 Abfahrt Eifeltor und am Rand einer Schrebergartensiedlung. Im umliegenden Wald hat man Möglichkeiten, den Hund auszuführen und in relativer Näher befinder sich auch ein See, der an dem heißen Wochenende für eine kleine Abkühlung der Hunde sorgte...
Nach der Papierabgabe stellte ich auf der ausgehangenen Starterliste fest, dass ich in der A2 als erster starten musste, da mich der Veranstalter mit unserer niedrigen Startnummer aus der A1 einfach in die A2 verschoben hatte und ich uns somit nummernmäßig ganz oben auf der Liste fand. Dies gefiel mir eigentlich überhaupt nicht, da ich mir einen Parcour nach der offiziellen Begehung gerne noch einmal ein paar Mal durch den Kopf gehen lasse. Da es auch noch mit den "Standard"-Hunden los ging, blieb mir nach der Begehung gerade noch ausreichend Zeit, Bolton von Ivonne zu übernehmen, die ihn während meiner Begehung schon etwas angewärmt hatte...
Der Parcour war technisch meinem Empfinden nach mittelschwer und recht rund zu laufen. Schon recht früh im Parcour kam die A-Wand, bei der Bolton die Kontaktzone beim Abgang fast übersprang (er hatte gerade noch eine Pfote drin). Nach mehreren Sprüngen im Bogen gings dann auf die Wippe, bei der Bolton ebenfalls recht unsicher war, und von dort aus in einen seitlich liegenden U-förmigen Tunnel. Hier war meine Körpersprache ganz offensichtlich nicht eindeutig genug, so dass Bolton in das falsche Tunnelloch lief und damit unser erster A2-Auftritt mit einem DIS endete. Beim danachfolgenden Slalom sprang Bolton dann auch noch raus und kurz vor dem Ziel auch noch in hohem Bogen über die Kontaktzone des Stegabgangs. Hier habe ich Bolton dann aber zurück gesetzt und die Zone wiederholen lassen (da wir ja ohnehin schon disqualifiziert waren).
Hier das "Drama" in Bildern:
Wie man im Video gut sieht, war ich an diesem Tag einfach zu hektisch und verkrampft. Ich muss unbedingt versuchen, künftig lockerer und auch "aufrechter" zu laufen... (was einfacher gesagt als getan ist ;-))
Nun konzentrierte sich meine Hoffnung ganz auf das Jumping am Nachmittag. Der Parcour war sehr interessant und technisch durchaus anspruchsvoll. Bei der Begehung fiel es mich schon schwer, mir alle Hindernisse und den korrekten Verlauf zu merken. Zum Herausfinden der Ideallinie für Bolton und mich fehlte dann die Zeit. Glücklicherweise begann das Jumping für die A2 diesmal mit den "Mini"-Hunden, so dass ich noch etwas Zeit hatte, mir meinen Laufweg und die geplanten Wechsel von außen noch etwas einzuprägen.
So fühlte ich mich am Start dann auch etwas sicherer als beim A-Lauf und dementsprechend lief das Jumping dann auch etwas flüssiger. Ungefähr in der Hälfte des Parocours gab es eine Sequenz, bei der der Hund aus dem Tunnel zurück über zwei nebeneinander stehende Hürden geführt werden musste. Bei der Begehung war ich mir hier nicht sicher, ob ich diese Stelle "klassisch" und auf Sicherheit führen sollte (also mit Belgier und Mittdrehen mit dem Hund) oder ob ich dort vielleicht ein "Change" versuchen sollte, in dem ich den Hund nach dem Tunnel auf mich zuzziehen und dann über die Hürde in den Rücken springen lassen wollte.
Diese Unentschlossenheit sollte sich dann auch rächen, denn als Bolton nach dem Tunnel etwas weit raus lief (weil zu spät von mir angesprochen) stand ich komplett falsch und zu weit weg von "Ideallinie", so dass er leider an dem folgenden Sprung vorbei lief, also verweigerte... Im zweiten Ansatz sprang er dann...
Der Rest des Parcours lief ohne Probleme und so landeten wir mit einer Verweigerung und dem damit verbundenen Zeitverlust auf dem undankbaren 4. Platz. Wenn man mal die knapp 3 Sekunden Zeitverlust durch die Verweigerung abzieht, wäre es Platz 2 gewesen... (ja wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär...)
Auf dem Video sieht dann dann auch gut, wie ich an besagter Stelle zusätzlich zu meiner falschen Position auch ziemlich chaotisch mit beiden Händen herumrudere, da war es rückblickend kein Wunder, dass Bolton den Sprung verweigerte..
Und was lernen wir daraus? Versuche keine Wechsel, die Du nicht beherrschst und laufe lieber die sichere Variante (auch wenn sie etwas langsamer sein könnte)...
Insgesamt war es aber doch ein schönes Turnier gewesen und ich war auch (abgesehen von unseren Fehlern) mit unseren Läufen recht zufrieden. Ein gutes hat das Turnier auf jeden Fall gehabt: ich schätze unser Können wieder etwas realistischer ein. Wären wir nach den beiden letzten Siegen in der A1 nun auch bei unserem 1. Turnier in der A2 ganz mit vorne dabei gewesen, hätte dies womöglich meine Erwartungen für die kommenden Turnier zu viel gesteigert. So sehe ich das jetzt aber wieder realistischer und freue mich auf die kommenden Turniere (kann ja nur besser werden ;).
Aber vorher fahren wir noch 3 Wochen mit der ganzen Familie und Hunden im Wohnmobil in Urlaub.
Der Hundeplatz des Vereins liegt in einem Parkgürtel im Süden von Köln in der Nähe der Autobahn A4 Abfahrt Eifeltor und am Rand einer Schrebergartensiedlung. Im umliegenden Wald hat man Möglichkeiten, den Hund auszuführen und in relativer Näher befinder sich auch ein See, der an dem heißen Wochenende für eine kleine Abkühlung der Hunde sorgte...
Nach der Papierabgabe stellte ich auf der ausgehangenen Starterliste fest, dass ich in der A2 als erster starten musste, da mich der Veranstalter mit unserer niedrigen Startnummer aus der A1 einfach in die A2 verschoben hatte und ich uns somit nummernmäßig ganz oben auf der Liste fand. Dies gefiel mir eigentlich überhaupt nicht, da ich mir einen Parcour nach der offiziellen Begehung gerne noch einmal ein paar Mal durch den Kopf gehen lasse. Da es auch noch mit den "Standard"-Hunden los ging, blieb mir nach der Begehung gerade noch ausreichend Zeit, Bolton von Ivonne zu übernehmen, die ihn während meiner Begehung schon etwas angewärmt hatte...
Der Parcour war technisch meinem Empfinden nach mittelschwer und recht rund zu laufen. Schon recht früh im Parcour kam die A-Wand, bei der Bolton die Kontaktzone beim Abgang fast übersprang (er hatte gerade noch eine Pfote drin). Nach mehreren Sprüngen im Bogen gings dann auf die Wippe, bei der Bolton ebenfalls recht unsicher war, und von dort aus in einen seitlich liegenden U-förmigen Tunnel. Hier war meine Körpersprache ganz offensichtlich nicht eindeutig genug, so dass Bolton in das falsche Tunnelloch lief und damit unser erster A2-Auftritt mit einem DIS endete. Beim danachfolgenden Slalom sprang Bolton dann auch noch raus und kurz vor dem Ziel auch noch in hohem Bogen über die Kontaktzone des Stegabgangs. Hier habe ich Bolton dann aber zurück gesetzt und die Zone wiederholen lassen (da wir ja ohnehin schon disqualifiziert waren).
Hier das "Drama" in Bildern:
Wie man im Video gut sieht, war ich an diesem Tag einfach zu hektisch und verkrampft. Ich muss unbedingt versuchen, künftig lockerer und auch "aufrechter" zu laufen... (was einfacher gesagt als getan ist ;-))
Nun konzentrierte sich meine Hoffnung ganz auf das Jumping am Nachmittag. Der Parcour war sehr interessant und technisch durchaus anspruchsvoll. Bei der Begehung fiel es mich schon schwer, mir alle Hindernisse und den korrekten Verlauf zu merken. Zum Herausfinden der Ideallinie für Bolton und mich fehlte dann die Zeit. Glücklicherweise begann das Jumping für die A2 diesmal mit den "Mini"-Hunden, so dass ich noch etwas Zeit hatte, mir meinen Laufweg und die geplanten Wechsel von außen noch etwas einzuprägen.
So fühlte ich mich am Start dann auch etwas sicherer als beim A-Lauf und dementsprechend lief das Jumping dann auch etwas flüssiger. Ungefähr in der Hälfte des Parocours gab es eine Sequenz, bei der der Hund aus dem Tunnel zurück über zwei nebeneinander stehende Hürden geführt werden musste. Bei der Begehung war ich mir hier nicht sicher, ob ich diese Stelle "klassisch" und auf Sicherheit führen sollte (also mit Belgier und Mittdrehen mit dem Hund) oder ob ich dort vielleicht ein "Change" versuchen sollte, in dem ich den Hund nach dem Tunnel auf mich zuzziehen und dann über die Hürde in den Rücken springen lassen wollte.
Diese Unentschlossenheit sollte sich dann auch rächen, denn als Bolton nach dem Tunnel etwas weit raus lief (weil zu spät von mir angesprochen) stand ich komplett falsch und zu weit weg von "Ideallinie", so dass er leider an dem folgenden Sprung vorbei lief, also verweigerte... Im zweiten Ansatz sprang er dann...
Der Rest des Parcours lief ohne Probleme und so landeten wir mit einer Verweigerung und dem damit verbundenen Zeitverlust auf dem undankbaren 4. Platz. Wenn man mal die knapp 3 Sekunden Zeitverlust durch die Verweigerung abzieht, wäre es Platz 2 gewesen... (ja wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär...)
Auf dem Video sieht dann dann auch gut, wie ich an besagter Stelle zusätzlich zu meiner falschen Position auch ziemlich chaotisch mit beiden Händen herumrudere, da war es rückblickend kein Wunder, dass Bolton den Sprung verweigerte..
Und was lernen wir daraus? Versuche keine Wechsel, die Du nicht beherrschst und laufe lieber die sichere Variante (auch wenn sie etwas langsamer sein könnte)...
Insgesamt war es aber doch ein schönes Turnier gewesen und ich war auch (abgesehen von unseren Fehlern) mit unseren Läufen recht zufrieden. Ein gutes hat das Turnier auf jeden Fall gehabt: ich schätze unser Können wieder etwas realistischer ein. Wären wir nach den beiden letzten Siegen in der A1 nun auch bei unserem 1. Turnier in der A2 ganz mit vorne dabei gewesen, hätte dies womöglich meine Erwartungen für die kommenden Turnier zu viel gesteigert. So sehe ich das jetzt aber wieder realistischer und freue mich auf die kommenden Turniere (kann ja nur besser werden ;).
Aber vorher fahren wir noch 3 Wochen mit der ganzen Familie und Hunden im Wohnmobil in Urlaub.
Montag, 5. Juli 2010
Unser Aufstieg in die A2 beim Agi Turnier am 27.06.2010 in Solingen Merscheid
Jupidu, Bolton ist in die A2 aufgestiegen! Ich kann es immer noch nicht glauben, aber Bolton ist beim Turnier in Solingen Mehrscheid mit einem 1. Platz in die A2 aufgestiegen.
Solingen Merscheid war unser erstes Turnier nach dem Seminar bei Silas und ich war gespannt, ob ich die eine oder andere Idee aus dem Seminar auch in der Praxis anwenden konnte. Der Hundesplatz in Solingen liegt in einer Senke, umgeben von Wald und neben einem kleinen Bach, der ideal zum Abkühlen der Hunde bei dem heißen Sommerwetter war. Der Fußweg vom Parkpatz war zwar etwas beschwerlich, insbesondere der Rückweg am Nachmittag, aber dafür lag der Platz wirklich sehr schön.
Das Turnier begann mit der A3, gefolgt von der A2 und dann erst die Klasse A1. So mussten wir dann zu einer schon etwas wärmeren Tageszeit starten, aber durch die schattige Lage hielten sich die Temperaturen erst mal in Grenzen. Ich war mal wieder super nervös und konnte es kaum erwarten, den A1 Parcour zu sehen und zu begehen. Witzigerweise wurde dieser von dem gleichen Richteranwärter gestellt wie schon beim Turnier in Neuss Reuschenberg. Der Verlauf war durchaus anspruchsvoll aber machbar. Kritische Stellen waren für uns eine ziemlich am Rand stehende Wippe, ein etwas "wackliger " Slalom (die Stangen standen etwas schíef und schräg) sowie natürlich der Steg und die A-Wand mit ihren Kontaktzonen. Am Ende gabs noch mal drei schnelle Sprünge im "Zickzack", die ich mit Bolton von hinten führen wollte (Wechsel hinter dem Hund). Soweit die Theorie...
In der Praxis funktionierten meine Ideen aus der Begehung auch recht gut. Ich lief zwar etwas hackelig und verkrampft, aber Bolton arbeitete gut mit und machte keine Fehler. Auch die von hinten geführte Zielsequenz funktionierte, d.h. Bolton begriff die Richtung, in die er laufen sollte und sprang fehlerfrei über die Zielhürde. Ich war happy!
Nun folgte noch das bange Warten, ob denn die Zeit für eine Plazierung unter den ersten 3 ausreichte. Ich hatte zwar an einigen Ecken einiges an Zeit "liegen gelassen", aber es gab auch viele Disqualifikationen und Fehler. Rein gefühlsmäßig rechnete ich mit einem Platz unter den ersten drei. Nach einer halben Ewigkeit wurden dann die Ergbnislisten ausgehängt und wo stand Bolton???? Ganz oben!!! Und das mit gut 2 Sekunden Vorsprung... Damit hatten wir unsere 3. Quali und der Aufstieg in die A2 war komplett!
Das Jumping nachmittags wurde dann als "Open" für die A1 und die A2 zusammen durchgeführt, auch um das Turnier rechtzeitig vor dem Englandspiel der Fussball WM beenden zu können. Der Parcour war recht schnell, führtechnisch aber nicht sonderlich anspruchsvoll. Nach einem schnellen Anfang (Sprung, Reifen, Sprung fast in einer Linier) ging seitwärts zurück über einen Sprung, dann wieder nach vorne... An dieser Stelle wollte ich Bolton rückwärts auf mich zuziehen, um ihn dann mit einem "Change" in den Rücken springe und dann auf der anderen Seite wieder vorspringen zu lassen..
Leider hatte ich bei der Begehung nicht bedacht, dass Bolton während der ersten 3 Hindernisse sehr viel Geschwindigkeit aufnahm. So dachte ich auch nicht daran, ihn mit einem Gegendreher durch meine Körperfront abzubremsen, und so sprang der bei dem dritten Sprung viel zu weit raus. Mein verzweifeltes Rudern mit beiden Armen konnte er natürlich nicht deuten, und so verweigerte er erst mal den Sprung solange, bis ich mich für eine eindeutigere Körpersprache entschieden hatte... Der Rest des Parcours lief dann recht und flott, aber mit dieser Verweigerung landeten wir im Jumping dann irgendwo ganz hinten (Platz 12 oder so..). Aber das hat mich mach dem tollen A-Lauf recht wenig geärgert.
Insgesamt war das ein richtig erfolgreicher Sonntag und das Dauergrinsen auf meinem Gesicht sollte noch einige Tage anhalten.... :-))
Solingen Merscheid war unser erstes Turnier nach dem Seminar bei Silas und ich war gespannt, ob ich die eine oder andere Idee aus dem Seminar auch in der Praxis anwenden konnte. Der Hundesplatz in Solingen liegt in einer Senke, umgeben von Wald und neben einem kleinen Bach, der ideal zum Abkühlen der Hunde bei dem heißen Sommerwetter war. Der Fußweg vom Parkpatz war zwar etwas beschwerlich, insbesondere der Rückweg am Nachmittag, aber dafür lag der Platz wirklich sehr schön.
Das Turnier begann mit der A3, gefolgt von der A2 und dann erst die Klasse A1. So mussten wir dann zu einer schon etwas wärmeren Tageszeit starten, aber durch die schattige Lage hielten sich die Temperaturen erst mal in Grenzen. Ich war mal wieder super nervös und konnte es kaum erwarten, den A1 Parcour zu sehen und zu begehen. Witzigerweise wurde dieser von dem gleichen Richteranwärter gestellt wie schon beim Turnier in Neuss Reuschenberg. Der Verlauf war durchaus anspruchsvoll aber machbar. Kritische Stellen waren für uns eine ziemlich am Rand stehende Wippe, ein etwas "wackliger " Slalom (die Stangen standen etwas schíef und schräg) sowie natürlich der Steg und die A-Wand mit ihren Kontaktzonen. Am Ende gabs noch mal drei schnelle Sprünge im "Zickzack", die ich mit Bolton von hinten führen wollte (Wechsel hinter dem Hund). Soweit die Theorie...
In der Praxis funktionierten meine Ideen aus der Begehung auch recht gut. Ich lief zwar etwas hackelig und verkrampft, aber Bolton arbeitete gut mit und machte keine Fehler. Auch die von hinten geführte Zielsequenz funktionierte, d.h. Bolton begriff die Richtung, in die er laufen sollte und sprang fehlerfrei über die Zielhürde. Ich war happy!
Nun folgte noch das bange Warten, ob denn die Zeit für eine Plazierung unter den ersten 3 ausreichte. Ich hatte zwar an einigen Ecken einiges an Zeit "liegen gelassen", aber es gab auch viele Disqualifikationen und Fehler. Rein gefühlsmäßig rechnete ich mit einem Platz unter den ersten drei. Nach einer halben Ewigkeit wurden dann die Ergbnislisten ausgehängt und wo stand Bolton???? Ganz oben!!! Und das mit gut 2 Sekunden Vorsprung... Damit hatten wir unsere 3. Quali und der Aufstieg in die A2 war komplett!
Das Jumping nachmittags wurde dann als "Open" für die A1 und die A2 zusammen durchgeführt, auch um das Turnier rechtzeitig vor dem Englandspiel der Fussball WM beenden zu können. Der Parcour war recht schnell, führtechnisch aber nicht sonderlich anspruchsvoll. Nach einem schnellen Anfang (Sprung, Reifen, Sprung fast in einer Linier) ging seitwärts zurück über einen Sprung, dann wieder nach vorne... An dieser Stelle wollte ich Bolton rückwärts auf mich zuziehen, um ihn dann mit einem "Change" in den Rücken springe und dann auf der anderen Seite wieder vorspringen zu lassen..
Leider hatte ich bei der Begehung nicht bedacht, dass Bolton während der ersten 3 Hindernisse sehr viel Geschwindigkeit aufnahm. So dachte ich auch nicht daran, ihn mit einem Gegendreher durch meine Körperfront abzubremsen, und so sprang der bei dem dritten Sprung viel zu weit raus. Mein verzweifeltes Rudern mit beiden Armen konnte er natürlich nicht deuten, und so verweigerte er erst mal den Sprung solange, bis ich mich für eine eindeutigere Körpersprache entschieden hatte... Der Rest des Parcours lief dann recht und flott, aber mit dieser Verweigerung landeten wir im Jumping dann irgendwo ganz hinten (Platz 12 oder so..). Aber das hat mich mach dem tollen A-Lauf recht wenig geärgert.
Insgesamt war das ein richtig erfolgreicher Sonntag und das Dauergrinsen auf meinem Gesicht sollte noch einige Tage anhalten.... :-))
Seminar bei Silas Boogk am 21. und 22. Mai 2010 in Luxemburg
Im Agility Forum fand ich Anfang des Jahres eine kurze Ankündigung von Ray von den "Wild Dogs" aus Luxemburg für ein Agi-Seminar mit Silas Boogk. Da ich immer wieder von den schnellen und meist recht spektakulären Läufen von Silas begeistert war, habe ich nicht lange gezögert und mich für das Seminar angemeldet.
Anm 21. und 22. Mai war es dann soweit. Nach einer recht mühseeligen Fahrt mit dem Wohnmobil quer durch die Eifel bis nach "Constum" in Luxemburg kam ich auf dem Gelände der "Wild Dogs" an. Es liegt sehr schön auf eine Anhöhe am Rand des Ortes mit einem tollen Fernblick auf die umliegende Landschaft. Die freie Lage hatte aber auch den Nachteil, dass ein kräftiger, kalter Wind blies, aber es war wenigstens trocken...
Der Montag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und dem anschließenden gemeinsamen Aufbau des Parcours. Die Teilnehmer wurden in 2 Gruppen a 5 Hunden eingeteilt. So konnte sich Silas jedem genügend widmen, was er auch ausgiebig tat ;). Alle Parcours, die Silas stellte hatten eins gemein: sie waren auf den ersten Blick und auch nach dem ersten Begehen kaum "laufbar" (zumindest nicht für mich ;)). Oft wurden Hürden von hinten gesprungen, dann kamen schnelle Passagen wo man nach dem ersten, eigenen Eindruck kaum beim geschweige denn vor dem Hund bleiben konnte.
Silas ließ am ersten Tag jeden zuerst einmal so laufen, wie es jeder selber für das beste hielt. Danach wurde der Parcour nochmals gemeinsam begangen und Silas erläuterte jede Ecke und und jeden Wechsel. Danach lief jeder den Parcour nochmal so wie von Silas gezeigt, zumindest versuchte das jeder... ;). Denn bei den meisten Teilnehmern funktionierten die Ideen von Silas natürlich nicht sofort, sondern erst nach einigen Wiederholungen. Hier zeigte sich Silas sehr "kleinlich", d.h. man "musste" jede schwierige Ecke so lange wiederholen (und das meist vom Parcourbeginn an..) bis man sie ohne Fehler gelaufen war. Zum Schluß schafte man es (meistens) dann auch, den Parcour einmal fehlerfrei zu laufen. So dauerte dann der Durchgang jedes Teilnehmers im ersten Parcour bis zu einer halben Stunde... (uff... ;-))
Überhaupt habe ich im Agility noch niemanden erlebt, der diesen Sport mit soviel Perfektion und Genauigkeit trainiert und betreibt. Bei Silas muss jedes noch so kleine Detail sitzen. Bewegte sich der Hund z.B. beim Start einen Augenblick zu früh, so musste man diesen so oft wiederholen, bis der Hund liegen blieb.... Jede Körperbewegung, jeder Wechsel und natürlich besonders der Laufweg sind bei Silas zu 100% auf Geschwindigkeit und Zeit optimiert. Auch wenn der Führstil von Silas sehr spektakulär aussieht, so achtet er dabei doch sehr auf den Hund und auf eine für den Hund eindeutige Lauf- und Führweise. Dies verlangt dann aber auch so von den Teilnehmern, was teilweise ganz schön anstrengend war. Ich selber bin mir zeitweise wie ein blutiger Anfänger vor gekommen, aber trotzdem (oder gerade deshalb?) bekommt man so auch schnell ein Gefühl dafür, wo man im Parcour Zeit gut machen kann uind wo man Zeit verliert...
Am Dienstag, dem zweiten Tag, wurden dann weitere Parcoure trainiert, bei denen es dann nochmehr auf schnelles Laufen und Absetzen vom Hund ankam. Durch die Gruppeneinteilung war ich mit Bolton dann beim erstem Parcour genau bei der größten Mittagshitze in der Reihe. Trotz seiner eigentlich recht guten Kondition merkte man Bolton nach ein paar Wiederholungen doch an, dass er müde und langsamer wurde. Aber auch das war für Silas keine Ausrede, dann musste man den Parcour halt erst mal ein paar Mal ohne Hund laufen....
Zum Schluss stellte Silas dann noch mal einen Parcour, bei dem ich schon Schwierigleiten hatte, mir alle Hindernisse und die Reihenfolge einigermaßen zu merken. Ein dazu halbwegs laufbar erscheinender Laufweg wurde mir aber erst nach der gemeinsamen Begehung mit Silas zusammen klar (zumindest theoretisch ;-)).
Der Parcour hatte zwei sehr "kniffelige" Passagen. Zum einen ein Salomeingang, an den man nicht ranlaufen konnte, weil der Steg dazwischen stand und zum anderen im weiteren Parourverlauf eine sehr schnelle Hürdenkombination, die man nur dann vor dem Hund bleibend meistern konnte, in dem man voll los spurtete und an den richtigen Stellen blinde Wechsel machte...
Für mein Empfinden erschwerend kam dann noch hinzu, dass die Teilnehmer einer Gruppe quasi gegeneinander laufen mussten, d.h. immer dann, wenn man einen Fehler machte, kam der nächste an die Reihe und man musste sich wieder "hinten" anstellen. Man konnte also nur dann den kompletten Parcour laufen, wenn man bis dahin keine Fehler gemacht hatte. Da ich aber mit Bolton, teilweise auch aufgrund nachlassender Kondition und Konzentration bei Hund und Mensch, am Slalom "festgebissen hatten" und diese Passage fast bis zum Umfallen wiederholen mussten, sind wir leider nicht mehr über diese Stelle hinaus gekommen. Schade, ich wäre gerne auch noch den Rest des Parcours und die o.g. schnelle Passage gelaufen..
Hier zeigt Oliver gleich beim ersten Versuch, wie man es (fast) richtig macht (gekonnt ist gekonnt)
Aber insgesamt hat mir das Seminar sehr viel Spaß gemacht. Wir haben wirklich sehr viel gelernt und viele neue Ideen und Ansatzpunkte bekommen, wie wir unser Training und unseren Lauf/Führtechnik verbessern können. Ich werde mit Sicherheit noch einmal ein Seminar bei Silas belegen, aber vermutlich erst dann, wenn wir gut in der A3 laufen und dann die "letzten Sekunden" suchen... . Dann dürften ein Seminar bei Silas noch mehr bringen...
Anm 21. und 22. Mai war es dann soweit. Nach einer recht mühseeligen Fahrt mit dem Wohnmobil quer durch die Eifel bis nach "Constum" in Luxemburg kam ich auf dem Gelände der "Wild Dogs" an. Es liegt sehr schön auf eine Anhöhe am Rand des Ortes mit einem tollen Fernblick auf die umliegende Landschaft. Die freie Lage hatte aber auch den Nachteil, dass ein kräftiger, kalter Wind blies, aber es war wenigstens trocken...
Der Montag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und dem anschließenden gemeinsamen Aufbau des Parcours. Die Teilnehmer wurden in 2 Gruppen a 5 Hunden eingeteilt. So konnte sich Silas jedem genügend widmen, was er auch ausgiebig tat ;). Alle Parcours, die Silas stellte hatten eins gemein: sie waren auf den ersten Blick und auch nach dem ersten Begehen kaum "laufbar" (zumindest nicht für mich ;)). Oft wurden Hürden von hinten gesprungen, dann kamen schnelle Passagen wo man nach dem ersten, eigenen Eindruck kaum beim geschweige denn vor dem Hund bleiben konnte.
Silas ließ am ersten Tag jeden zuerst einmal so laufen, wie es jeder selber für das beste hielt. Danach wurde der Parcour nochmals gemeinsam begangen und Silas erläuterte jede Ecke und und jeden Wechsel. Danach lief jeder den Parcour nochmal so wie von Silas gezeigt, zumindest versuchte das jeder... ;). Denn bei den meisten Teilnehmern funktionierten die Ideen von Silas natürlich nicht sofort, sondern erst nach einigen Wiederholungen. Hier zeigte sich Silas sehr "kleinlich", d.h. man "musste" jede schwierige Ecke so lange wiederholen (und das meist vom Parcourbeginn an..) bis man sie ohne Fehler gelaufen war. Zum Schluß schafte man es (meistens) dann auch, den Parcour einmal fehlerfrei zu laufen. So dauerte dann der Durchgang jedes Teilnehmers im ersten Parcour bis zu einer halben Stunde... (uff... ;-))
Überhaupt habe ich im Agility noch niemanden erlebt, der diesen Sport mit soviel Perfektion und Genauigkeit trainiert und betreibt. Bei Silas muss jedes noch so kleine Detail sitzen. Bewegte sich der Hund z.B. beim Start einen Augenblick zu früh, so musste man diesen so oft wiederholen, bis der Hund liegen blieb.... Jede Körperbewegung, jeder Wechsel und natürlich besonders der Laufweg sind bei Silas zu 100% auf Geschwindigkeit und Zeit optimiert. Auch wenn der Führstil von Silas sehr spektakulär aussieht, so achtet er dabei doch sehr auf den Hund und auf eine für den Hund eindeutige Lauf- und Führweise. Dies verlangt dann aber auch so von den Teilnehmern, was teilweise ganz schön anstrengend war. Ich selber bin mir zeitweise wie ein blutiger Anfänger vor gekommen, aber trotzdem (oder gerade deshalb?) bekommt man so auch schnell ein Gefühl dafür, wo man im Parcour Zeit gut machen kann uind wo man Zeit verliert...
Am Dienstag, dem zweiten Tag, wurden dann weitere Parcoure trainiert, bei denen es dann nochmehr auf schnelles Laufen und Absetzen vom Hund ankam. Durch die Gruppeneinteilung war ich mit Bolton dann beim erstem Parcour genau bei der größten Mittagshitze in der Reihe. Trotz seiner eigentlich recht guten Kondition merkte man Bolton nach ein paar Wiederholungen doch an, dass er müde und langsamer wurde. Aber auch das war für Silas keine Ausrede, dann musste man den Parcour halt erst mal ein paar Mal ohne Hund laufen....
Zum Schluss stellte Silas dann noch mal einen Parcour, bei dem ich schon Schwierigleiten hatte, mir alle Hindernisse und die Reihenfolge einigermaßen zu merken. Ein dazu halbwegs laufbar erscheinender Laufweg wurde mir aber erst nach der gemeinsamen Begehung mit Silas zusammen klar (zumindest theoretisch ;-)).
Der Parcour hatte zwei sehr "kniffelige" Passagen. Zum einen ein Salomeingang, an den man nicht ranlaufen konnte, weil der Steg dazwischen stand und zum anderen im weiteren Parourverlauf eine sehr schnelle Hürdenkombination, die man nur dann vor dem Hund bleibend meistern konnte, in dem man voll los spurtete und an den richtigen Stellen blinde Wechsel machte...
Für mein Empfinden erschwerend kam dann noch hinzu, dass die Teilnehmer einer Gruppe quasi gegeneinander laufen mussten, d.h. immer dann, wenn man einen Fehler machte, kam der nächste an die Reihe und man musste sich wieder "hinten" anstellen. Man konnte also nur dann den kompletten Parcour laufen, wenn man bis dahin keine Fehler gemacht hatte. Da ich aber mit Bolton, teilweise auch aufgrund nachlassender Kondition und Konzentration bei Hund und Mensch, am Slalom "festgebissen hatten" und diese Passage fast bis zum Umfallen wiederholen mussten, sind wir leider nicht mehr über diese Stelle hinaus gekommen. Schade, ich wäre gerne auch noch den Rest des Parcours und die o.g. schnelle Passage gelaufen..
Hier zeigt Oliver gleich beim ersten Versuch, wie man es (fast) richtig macht (gekonnt ist gekonnt)
Aber insgesamt hat mir das Seminar sehr viel Spaß gemacht. Wir haben wirklich sehr viel gelernt und viele neue Ideen und Ansatzpunkte bekommen, wie wir unser Training und unseren Lauf/Führtechnik verbessern können. Ich werde mit Sicherheit noch einmal ein Seminar bei Silas belegen, aber vermutlich erst dann, wenn wir gut in der A3 laufen und dann die "letzten Sekunden" suchen... . Dann dürften ein Seminar bei Silas noch mehr bringen...
Mittwoch, 23. Juni 2010
Turnier "Master of games" am 12./13. Juni 2010 bei den "Agidogs Nettetal"
Etwas verspätet mein Bericht vom Turnier bei den Agidogs Nettetal. Um es vorweg zu nehmen: wir haben es geschafft, wir haben unsere 2. Quali für die A2 !! :-)) (freu!!!)
Am 12. und 13. Juni hatte ich auf dem Turnier "Master of games" bei den "Agidogs Nettetal" gemeldet. Wie der Name schon sagt, lag der Schwerpunkt dieser Veranstaltung auf den Spielen. Aus den Ergebnissen aller Spiele wurde am 2. Tag der "Master of games" ermittelt und geehrt. Zustäzlich wurde auch an jedem Tag noch eine Prüfung für A1, A2 und A3 angeboten.
Samstag 12. Juni 2010
Nach frühem Aufstehen am Samstag Morgen hat uns das Navi-System sicher nach Vorst geführt, wo das Turnier statt fand. Mehr aus Zufall hatte ich vor dem Losfahren noch schnell eine Regenjacke ins Auto geworfen, die sich im Laufe des Tage auch als sehr nützlich erweisen sollte, war das Wetter doch nicht so gut, wie vom Wetterbericht angekündigt. Das Turnier begann dann für mich so, dass ich fast die Parcourbegehung verpasst hätte. Nach dem Melden und dem Zeltaufbau wollte ich nämlich noch eine kleine Gassirunde mit Bolton drehen, damit er sich nach der langen Autofahrt nochmal etwas bewegen und strecken konnte. Was ich nicht bedacht hatte war, dass bei einem Turnierstart von 9 Uhr die Begehung schon vorher beginnt. Als ich mit Bolton zurück kam, war die Begehung für die A1 Standard schon fast vorbei und ich konnte den Parcour während der verbleibenden knapp zwei Begehungsrunden nur grob einprägen..
Glücklicherweise war der Verlauf technisch recht einfach. Er begann mit Sprung - Reifen - Sprung und Slalom in fast gerader Linie, gefolgt durch einen "U-Tunnel", einem weiteren Sprung und dann der A-Wand. Nach dem Start haben wir am Slalom-Eingang gleich mal eine Verweigerung kassiert, weil Bolton mit etwas zuviel Tempo überraschender Weise am Slalomeingang vorbei lief (was sonst eigentlich aus diesem Winkel kein Problem für ihn ist). Im zweiten Anlauf klappte dann der Slalomeingang, aber kurz vor dem Ende sprang Bolton aus dem Slalom raus...:( und ich musste den Slalom noch ein dritte Mal beginnen. Mit diesen Fehlern im Gepäck ging es dann zu A-Wand. Als Bolton dann auch noch von der Kontaktzone absprang, habe ich keinen Moment gezögert, ihn zurück zu setzten und die Zone nocheinmal arbeiten zu lassen. So war unser DIS dann für diesen Lauf perfekt. Im Nachhinein stellte sich dann noch heraus, dass ich bei meiner etwas knappen Begehung auch noch einen Tunnel übersehen hatte... Ich hätte also auf jeden Fall spätestens dort ein DIS kassiert...
Nach dem A-Lauf kamen noch zwei Spiele. Beim ersten wurden vom Veranstalter Manschaften aus jeweils 3 Hunden der gleichen Größenklasse zusammen gelost, also ein A1, ein A2 und ein A3er Hund. In einer Art Staffellauf mussten die 3 Teams nacheinander starten. Sobald ein Hund einen Fehler machte, war den nächste dran. Die Gesamtzeit und die Anzahl der fehlerfreien Hindernisse wurden gezählt und die Gesamtpunktzahl dann zu je einem Drittel auf die Teams verteilt. Nachdem meine Mitstreiterinnen beide fehlerfrei über den Parcour kamen, waren wir an der Reihe... Die Zone an der A-Wand klappte diesmal halbwegs, dafür lief dann Bolton an der folgenden Hürde vorbei, weil ich mich schon seitlich zuviel in Richtung des dann folgenden Hindersnisses abgesetzt hatte. Damit war dann unser Lauf schnell beendet. Trotz diesen Fehlers hat unsere Manschaft dieses Spiel für mich völlig überraschend gewonnen.
Das zweite Spiel war eine Art Jumping, bei dem man aber bei jedem Fehler den Hund durch einen von drei etwas außerhalb des Parcoures liegenden Tunnel schicken und selber über eine niedrige Hürde hüpfen musste.. Bei diesem Spiel sprang Bolton mal wieder von der A-Wand ab, so dass wir diese insgesamt 3x machen mussten (mit jeweils einem Abstecher durch den "Straftunnel"). Der Rest des Parcours lief dann wieder problemlos, obwohl der Verlauf technisch durchaus anspruchsvoll war.
Damit war dann der Samstag abgeschlossen und ich machte mich leicht frustriert auf den Heimweg... Der Sonntag konnte dann eigentlich nur besser werden...., und er wurde besser.. in jeder Hinsicht.... :-))
Sonntag 13. Juni 2010
Der Morgen begann sonnig und so sollte das Wetter auch den ganzen Tag bleiben. Den A-Parcour fand ich etwas interessanter als am Tag zuvor. Kurz vor Ende der Begehung machte mich ein Aufmerksamer "Zuschauer" (Danke Ivo!!!) darauf aufmerksam, dass ich beim Abgehen einen Tunnel vergessen hatte! Ich konnte es kaum glauben, aber auch am Sonntag hatte ich offensichtlich wieder ein Hindernis "übersehen", nur dass mich diesmal jemand freundlicherweise noch rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht hat. Ich sollte mich künftig vielleicht beim ersten Abgehen mehr auf die Zahlen konzentrieren, anstatt vor dem inneren Auge schon gleiche irgendwelche Sequenzen zu sehen....
Naja, ich habe dann Bolton etwas ruhiger auf den Lauf vorbereitet als am Tag zuvor. Wir sind zweimal die Zufahrststraße rauf und runter gejoggt, dann noch ein paar Dehungsübungen (für Hund und Mensch) und anschließend haben ich dann beim Warten auf den Start versucht, dass Bolton möglichst nichts von den vor uns laufenden Hunden mitbekommt, damit er nicht schon vor dem Start zu triebig wird...
Der Start klappte dann auch recht gut und ich hatte gleich den Eindruck, dass Bolton etwas mehr bei der Sache war als am Tag zuvor. Nach einigen Hindernissen kam als erste "Herausforderung" zunächst die A-Wand. Als Bolton sicher die Kontaktzone des Abgangs berührte, habe ich schnell aufgelöst (ok, er stand noch nicht in 2on2off, aber mir war halt die Fehlerfreiheit wichtiger) und bin weiter zum nächsten Sprung. Danach war ein Wechsel nötig, um in den im rechten Winkel abgehenden Slalom zu gelangen. Der Eingang wurde durch den Wechsel zwar etwas hakelig und unrund, aber Bolton traf richtig. Im Slalom hielt ich fast die Luft an und mir fiel ein kleiner Stein vom Herzen, als Bolton (immer noch fehlerfrei) aus dem Slalom heaus kam. Nach einer Schleife über 3 Sprünge und durch den (zuerst übersehenen) Tunnel gings dann auf den Steg.... Auch hier habe ich mich beim Abgang etwas "zurück gehalten" um dann, als Bolton sicher in der Zone war, schnell aufzulösen.. Der Rest des Parcours lief dann ohne Probleme und als Bolton dann (immer noch ohne Fehler) über die Zielhürde sprang, fielen mit eine ganze LKW-Ladung Steine vom Herzen. Endlich hatten wir es wieder geschafft, fehlerfrei durch den Parcour zu kommen!!!
Wieder am Zelt angekommen, hat Bolton auch gleich eine dicke Belohnung bekommen (sein Frühstück ;-)) Ich freute mich riesig über mein 2. V0 und konnte es anmschließend kaum erwarten, dass alle Starter ihren Lauf absolviert hatten. Als ich dann auch noch beim Aushang der Ergebnisliste Boltons Namen als oberstes erblickte, konnte ich unser Glück kaum fassen und musste erst mal ein kleines Freudentränchen verdrücken. Wir hatten es wirklich geschafft, unser erster Platz 1 in der A1 und damit nach Twisteden und zweites "V0 platziert". Nebenbei waren wir über 6 Sekunden schneller als der Zweite, ich konnte es kaum glauben... :-)
Die anschließenden Spiele waren nach diesem tollen A-Lauf für mich nicht mehr ganz so "spannend", haben aber trotzdem wieder sehr viel Spaß gemacht. Los ging es wieder mit einem Manschaftsspiel (neu zusammen gelost). Die drei Teams mussten sich einen Parcour untereinander aufteilen, wobei jeder indestens 2 Hindernissse laufen musste. Bei einem Fehler musste gewechselt werden und ein anderer aus der Manschaft musste mit seinem Hund den Fehler korrigieren und dann weiter laufen. Da nur bei wenigen Manschaften die Teams in den vorher überlegten Abschnitten fehlerfrei blieben, musst während des Laufs unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer viel improvisiert werden.
Danach folgte noch ein "Einzelspiel" wo jeder für sich noch einmal sein Können unter Beweis stellen musste. Das Spiel war eine Art Jumping, bei dem 3 in der Mitte nebeneinander liegende Tunnel eine zentrale Rolle spielten. Je nach dem, welchen Tunneleingang der Hund traf, musste man verschiedene, unterschiedlich lange Parcours laufen. Nach dem schwierigsten Tunneleingang, dem mittleren, folgte der kürzeste (und auch schnellste) Parcour. Der Eingang des rechten Tunnels war dann Anfang für einen etwas längeren Parcourweg und wer durch den linken Tunnel lief, musste einen noch längeren Weg in Kauf nehmen...
Hier war nun Taktik und Risikobereitschaft angesagt. Visierte man den risikoreichsten mitteleren Tunnel an und liefe der Hund dann doch in den linken oder rechten Tunnel, so war man selber auf der falschen Lauflinier unterwegs und musst dann erst zum Ende des anderen (nicht geplanten) Tunnels, um von dort aus den Lauf fort zu setzen. Einige Teilnehme haben dann gleich auf den rechten Tunnel gezielt, um dann sauber und mit vollem Tempo den etwas weiteren Weg zu laufen und so trotzdem noch eine gute Zeit zu erzielen.
So hätte ich das mit Bolton besser auch gemacht, doch ich war der Meinung (oder der Hoffnung), dass wir den mittleren Tunnel treffen würden. Bolton entschied sich aber für den rechten Tunnel und erwischte mich damit auf dem falschen Bein. Bis ich dann am Ende des rechten Tunnels war, war Bolton schon heraus und damit vor mir. Mein Versuch, die folgenden Hindernisse von hinten zu führen, misslangen, was uns dann eine Verweigerung plus eine langsame Zeit und damit einen Platz im hinteren Bereich des Teilmehmerfeldes bescherte...
Aber das war mir eigentlich egal, hatte ich doch meine Erfolgserlebnis schon beim A-Lauf gehabt. Mit diesem guten Gefühl habe ich dann die Heimreise angetreten und der Pokal für unseren ersten "Platz 1" hat einem Ehrenplatz im Regal bekommen..
LG Peter
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