Mittwoch, 15. Dezember 2010

Hallen Turnier des HSV Rheydt am 7.11.2010 in Mönchengladbach

Wie im letzten Jahr veranstaltete der HSV Rheydt auch diesen November wieder ein Turnier in der Reithalle in Mönchengladbach.  Die Halle ist zwar recht düster und m.E. recht eng, aber offensichtlich eine gern genomme Möglichkeit für einige Vereine der Region, zu dieser Jahreszeit noch Turniere zu veranstalten.  Und für mich war das die letzte Möglichkeit, noch einen fehlerfreien Lauf zu zeigen und damit dann doch noch in diesem Jahr in die A3 aufzusteigen...

Das Turnier begann mit den A1sern, gefolgt von A2 und A3. Richter war an diesem Tag Peter Vox, dessen Parcours mir irgendwie nicht lagen. Einerseits stellte recht viele "Kringel", andererseits auch einige Ecken, durch die man den Hund einfach nicht rund führen konnte (zumindest ich nicht). Insbesondere in der A2 und der A3 gab es einige heftige Verleitung und auch Ecken, die man fast nur von hinten führen konnte, weil man als Hundeführer auf dem Hallenboden einzu zu langsam war und dem  Hund nicht hinterher kam...


A2
Trotz meiner nicht all zu großen Begeisterung für die Parcourführung des A-Laufs erschien sie mir aber dennoch machbar. Ich wollte auf jeden Fall auf Sicherheit und nicht auf Tempo laufen, da ich Fehler möglichst vermeiden wollte...

Doch schon am 3. Hindernis hatten sich meine Hoffnungen und Träume schon erledigt. Bolton sprang viel zu früh ab und damit voll in den Sprung hinein, vermutlich hatte er sich einfach verschätzt...   Der Rest des Laufs war dann ok, selbst die Kontaktzonen waren diesmal (halbwegs) in Ordnung...     Trotz diesen Fehlers wurden wir letztendlich noch 3. , denn es gab in der A2 nur 1 fehlerfreien Lauf  und ohnehin nur 6 Hunde, die ohne DIS durch kamen...   Der 3. Platz hat mich natürlich gefreut, aber ehrlich gesagt wäre mir ein 0-Fehler Lauf und dafür Platz 5 oder 6 lieber gewesen... ;)

Hier das Video zu diesem Lauf, bei dem man gut den Fehler am 3. Sprung sieht. Keine Ahnung, warum Bolton sich da so verschätzt hat. Ok, ich hätte ihm vielleicht durch ein besseres Führen an der Stelle mehr helfen können, aber gurndsätzlich muss er nach meinem Verständnis solche Sprünge auch alleine arbeiten können...





J2
Nach der Pause gab es dann die Jumpings. Erfreulicherweise gab es in Mönchengladbach kein Jumping open für die A1 und A2, sondern für jede Gruppe einen eigenen Parcour oder besser gesagt, einen eigenen Parocurverlauf, denn er wurde zwischen A1 und A2 kaum umgebaut.  Durch eine etwas andere Führung und sich daraus ergebende Verleitungen wurde der Schwierigkeitsgrad des A2 Parcours angehoben.   Diese Verleitungen hatte es aber m.E. ganz schön "in sich"...

So mussten die A2er nach den ersten Sprüngen fast geradeaus nicht (so wie die A1er) weiter in den dahinter liegenden "U"-Tunnel, sondern den Tunnel auslassen, d.h. abbiegen und dann gleich die nach dem Tunnel folgende Hürde nehmen..   Nach einigem Überlegen hatte ich mich bei der Begehung dazu entschieden, Bolton abzurufen,  ihn dann an der Hürde vor dem Tunnel rückwärts anzunehmen und ihn dann mit einem "Rum" um mich herum vom Tunneleingang weg in Richtung der nächsten Hürde springen zu lassen...

Prinzipiell hat das auch funktioniert, leider kam Bolton aber zu eng rum, so dass wir uns an der folgenden Hürde eine Verweigerung einhandelten...   Im weiteren Parcourverlauf habe ich dann Bolton an einer "Abbiegung" etwas zu spät angesprochen, was uns dann eine weitere Verweigerung kostete...

Hier das ganze in Bild und Ton:





Fazit und kurzer Sasisonrückblick
Mit diesem Turnier ging für uns eine doch recht erfolgreiche Saison zu Ende. Nachdem ich zu Beginn des Jahres in der A1 fast an unserem "Zonenproblem" verzweifelt bin, haben wir dann doch unsere Qualis für die A2 geschafft und konnten uns auch dort hin und wieder recht gut in Szene setzen. Etwas Pech hatten wir mit dem Richter beim Turnier in Ratingen, der zwar einen tollen Parcour gestellt hat, aber leider auch auf dem HSG-Turniert gerichtet hat. Somit zählte unser drittes "V0 platziert", das wir dort erlaufen konnten, nicht für den Aufstieg in die A3 ... :( .  Da wir am zweiten Tag in Ratingen noch einen weiteren fehlerfreien Lauf zeigten, fehlte und nach Ratingen eigentlich nur noch 1 (!) fehlerfreier Lauf für den Aufstieg in die A3...

Naja, wie meinen Berichten zu entnehmen ist, ist uns dieser eine fehlerfreie Lauf leider nicht mehr gelungen, so dass wir die kommende Saison 2011 noch mit der A2 beginnen werden.  Trotzdem bin ich mit der Saison 2010 sehr zufrieden und freue mich schon auf das nächste Jahr!

Freitag, 26. November 2010

23.Oktober 2010, Turnier bei den Agidogs in Nettetal


Am Wochenende den 23. und 24. Oktober 2010 war bei den Agidogs Nettetal wieder Turnier angesagt. Samstags war ein offenes Turnier ausgeschrieben und am Sonntag das Kürbisturnier. Richterin war an beiden Tagen Uschi Hornung, die sehr schöne, gut zu laufende und doch selektive Parcours stellte.

Wegen der doch recht weiten Fahrtstrecke hatte ich mich entschlossen, nur für samstags zu nennen. Das Turnier begann diesmal mit dem Jumping, gefolgt von den A-Läufen und endete am Nachmittag mit dem obligatorischen Spiel.

Unser Jumping lief sehr gut. Der Parcour war flüssig zu laufen, ganz nach meinem Geschmack. Beim "Franzosen" am vorletzten Tunnel habe ich Bolton etwas im Web gestanden und somit etwas Zeit verloren. Trotzdem hats für den 2. Platz unter den A2 Hunden (getrennte Wertung) mit über 5 m/s Laufgeschwindigkeit  gereicht.

Hier das Video dazu:



Nach diesem Erfolge freute ich mich dann auch den A-Lauf am Nachmittag und hoffte, dass wir diesen fehlerfrei schaffen würden, denn das wäre dann unser Aufstieg in die A3 gewesen.....

Ja, er wäre es gewesen, wenn ich mir in diesem Lauf nicht so einen "Mist" zusammen gelaufen hätte. Gleichzeitig (oder vielleicht deshalb?) war Bolton total aufgredreht und unkonzentriert  und kläffte mich während des ganzen Laufs an...  Am Steg-Abgang platzten dann unsere Aufstiegshoffnungen, denn Bolton machte wieder mal einen großen Satz über die Kontaktzone...   Das Zurücksetzen quitierte die Richterung dann natürlich mit einem DIS, was mich aber auch nicht mehr störte, da ich ja eigentlich auf einen fehlerfreien Lauf aus war...    

Der Rest wurde dann (vermutlich wegen unbewussten Frustes und mangels Konzentration) noch schlechter... :( . Zuerst habe ich Bolton völlig unnötig mit so viel Druck über die Wippe geschickt, dass er einen Wippenflieger fabrizierte, und dann habe ich auch noch an der Mauer so blöde gewechselt, dass Bolton nicht ander konnte als  hinein zu springen....

Glücklicherweise funkioniert bei diesem Lauf die Kamera nicht, die Günter freundlicherweise an diesem Tag geführt hat, so dass es wenigstens keine Dokumentation über diesen vermurksten Lauf gibt...
 
Danach begann es dann leider zu regnen, was irgendwie zu meine Stimmung passte.;-). War also nix mit Aufstieg an diesem Wochenende...

Montag, 25. Oktober 2010

Agi Turnier am 9. u. 10. Oktober 2010 bei der HSG Ratingen



Am 9. und 10. Oktober waren wir auf dem Agi-Turnier der HSG Ratingen 1925 e.V..   Schon im März diesen Jahres war ich das erste Mal in Ratingen und damals hatte es mir dort trotz des schlechten Wetters so gut gefallen, dass ich unbedingt noch einmal bei besserem Wetter dort starten wollte.  Und das bessere Wetter hatten wir am 9. und 10.10. . Auch wenn die Morgenstunden schon herbstlich kühl waren, so lachte doch an beiden Tagen die Sonne von einem blauen Himmel....

Samstag 9.Oktober
Am 9.10 bin ich also mit einem guten Gefühl nach Ratingen gefahren.  Das Turnier begann mit den A3 - Startern, gefolgt von der A2 und der A1 Klasse. In der A2 war ich der letzte Starter von Samstags 14 und sonntags 19 Startern.  Somit hatte ich dieses mal vor dem Start noch ausreichend Zeit, in Ruhe eine Runde mit Bolton durch den angrenzenden Wald zu laufen und ihn rechtzeitig vor dem Start aufzuwärmen..


A-Lauf
Beim Parcouraufbau erblickte ich dann den Richter Jörg Zenner und bekam gleich etwas in Grübeln...  Das nette Gesicht kam mir irgendwie bekannt vor, ich war mir nur nicht sicher, von welchem Turnier.... Auf jeden Fall stellte Jörg Zenner sehr schöne, runde Parcours, die trotzdem insbesondere aufgrund von zahlreichen Verleitungen recht selektiv waren.

Wie schon geschrieben gingen wir in der A2 als letzter Starter an den Start. Die anderen Starter hatte ich mir nicht angesehen, um mich besser auf meinen Lauf und meinen in der Begehung überlegten Weg konzenztieren zu können. Bolton war an diesem Tag auch sehr konzentriert und aufmerksam.  Nach dem Startspung ging es gleich durch den Reifen und dann über einen weiteren Sprung in einen U-Tunnel. Danach folgte dann der Steg.  Die Abgangszone arbeitete Bolton recht gut und fehlerfrei, wenn auch sehr langsam. Auch der dann folgende Slalom klappte fehlerfrei.  Ziemlich zum Schluss des Parcours kam dann mit der A-Wand noch ein für uns schwieriges Hindernis, bei dem Bolton auch prompt von der Kontraktzone absprang. Da wir aber schon fast im Ziel und bis dahin fehlerfrei waren, habe ich ihn nicht zurück gesetzt sondern bin weiter gelaufen.  Zum Schluss gab es noch eine technisch interessante Sprungfolge, bei der ich Bolton nach hinten in meinen Rücken springen ließ, um ihn dann nach vorne wieder aufzunehmen und über den Zielsprung zu führen.

Danach wartete ich gespannt auf den Sprecher und war erleichtert, als ich den 0-Fehler-Lauf bestätigt hörte. Blieb nun nur noch die Frage, ob die Zeit für eine gute Platzierung gereicht hatte, da ich ja am Stegabgang einiges an Zeit verloren hatte. Nach bangem Warten gab`s dann endlich die Ergebnisliste und wo stand Bolton???   Ganz oben !!   Wir hatten tatsächtlich die A2 gewonnen, mit der zweitbesten Zeit und dem einzigen, fehlerfreien Lauf. Das wäre nun eigentlich unser Aufstieg in die A3 gewesen....  wenn denn nicht, wie ich dann nach Herumfragen schnell bestätigt bekommen habem Jörg Zenner nicht auch schon in Troisdorf  bei der HSG gerichtet hätte, wo ich meine beiden ersten Qualis für die A3 mit Bolton geholt hatte.  Und da im Regelwerk steht, dass man die Qualis mindestens bei zwei verschiedenen Richtern gelaufen sein muss,  zählte also der 1. Platz in Ratingen nicht als Aufstiegsquali....   Wirklich dumm gelaufen... :(

Hier das Video von diesem Lauf:




Jumping
Naja, trotzdem war ich sehr zufrieden und glücklich mit dem Ergebnis.  Am Nachmittag fand dann noch ein Jumping open (A1+A2) und nachher noch ein Spiel statt. Beim Jumping blieben wir, wie auch beim späteren Spiel, ebenfalls fehlerfrei und belegten damit den 3. Platz.  Im Spiel wurde nur nach Größenklassen unterschieden, d.h. es liegen alle Large-Hunde zusammen. Dabei belegten wir bei 43 Hunden den 4. Platz, was mich ebenfalls sehr freute, weil Bolton wieder mal gezeigt hat, dass er doch nicht so langsam ist...

Hier das Video vom Jumping:



Sonntag 10. Oktober
Der Sonntag ist recht schnell erzählt.  Vormittags gabs wieder den A-Lauf und Nachmittags das Jumping.

A-Lauf
Da auch heute wieder Jörg Zenner richtete, der wieder sehr schöne Parcours stellte, habe ich den A-Lauf locker angehen lassen und habe den Lauf mehr als Kontaktzonerntraining betrachtet. Dementsprechend habe ich an den Zonen jeweils solange gewartet, bis Bolton ganz in 2on2off gelaufen war. Das hat dann auch jeweils recht lange gedauert, so dass unsere Zeit recht mäßig war. Wir sind aber auch bei diesem Lauf wieder fehlerfrei geblieben und die Zeit hat immer noch für Platz 6 gereicht.  Das war damit unser 4. V0 in der A2, so dass wir nun nur noch 1 fehlerfreien Lauf (bei einem anderen Richter ;))  benötigen, um in die A3 aufzusteigen.

A-Lauf



Jumping
Nach der Mittagspause folgte dann "nur" noch das Jumping.  Hier passierte mir dann der "geistige Supergau".... :-( 

Jörg Zenner hatte den Parcour über die ganze Mittagspause (ca. 45 Minuten) für alle zur Begehung frei gegeben. Anfangs war das zwar ein fürchterliches Geknubbel, aber nach einiger Zeit leerte sich der Platz etwas und ich hatte genügend Zeit, mit den Parcour in aller Ruhe einzuprägen und auch noch ein paar Ecken gedanklich herauszuarbeiten, wo durch schnelle Wechsel (Franzosen) oder gute Führlinie vielleicht noch etwas Zeit gut zu machen war.  Nachdem ich Bolton und mich dann auch noch rechtzeitig und ausgiebig aufgewärmt hatte, ging es an den Start:   Hürde - Hürde - Tunnel...   und dann ????   Totale Leer in meinem Kopf!!!  Blackout!!  Ich wusste nicht mehr wohin, der komplette, in meinem Kopf abgespeicherte Parcourverlauf war weg...   Mein Gehirn ratterte und ich wäre am liebsten im Boden versunken, aber ich war einen Augenblick völlig orientierungslos... :-(   Nach einigen Sekunden (die mir wie eine Ewigkeit vorkamen) kehrte meine Erinnerung langsam zurück und ich fand Hindernis 4, bei dem es ja jetzt weiter gehen sollte...

Beim Weiterlaufen habe ich dann aber den Fehler gemacht, wie beim Training auch noch mal das davorliegende Hindernis zu laufen, also den Tunnel, was dann natürlich zum DIS führte....   Danach liefen wir recht zügig weiter, allerdings war meinen Konzentration dahin, so dass Bolton im weiteren Parcourverlauf auch noch eine Hürde und einen Tunnel ausließ. Aber das war mir dann irgendwo auch egal, ich wollte nur noch so schnell wie möglich zum Ziel und runter vom Parcour...

Blackout im Jumping:



So etwas ist mir wirklich noch nie passiert. Ok, dass man einen Parcour schlecht begeht oder bei der Begehung Hindernisse übersieht, ist mir schon öfter passiert, aber das wirklich intensiv begangener und im Kopf "abgespeicheter" Parcourverlauf dann plötzlich gänzlich weg war, dass hat mich wirklich schockiert und auch nachdenklich gemacht...

Aber trotzdem, insgesamt hat das Turnier in Ratingen sehr viel Spaß gemacht und auch mit unseren Ergebnissen bin ich sehr zufrieden..  Und das Beste ist:  wir brauchen jetzt nur noch 1 fehlerfreien Lauf für unseren Aufstieg.... !!

Freitag, 8. Oktober 2010

Agi Kreismeisterschaft in Bornheim am 26.09.2010



Es gibt schon mal so Tage, da bleibt man lieber im Bett und steht nicht um 5:30 Uhr auf, um auf ein Agility-Turnier zu fahren..... ;-)  Dieser Gedanke ging mit auf jeden Fall während des Turniers in Bornheim mehrfach durch den Kopf...

Aber der Reihe nach... : das Turnier in Bornheim was als offenes Turnier mit separat gewerteter Kreismeisterschaft ausgeschrieben. Gemeldet hatte dann insgesamt 60 Teams. Die Kreismeisteranwärter(innen) wurde im Vorfeld gebeten, beim Lauf entsprechende Kleidung, d.h. weißes Hemd oder Pulli und dunkle Hose zu tragen, sonst würde man von der Wertung ausgeschlossen.  Also hatte ich mir extra ein weißes T-Shirt eingepackt und war gespannt, wer denn alles in "Weiß/Dunkel" läuft....

Das Turnier begann mit den A3ern, gefolgt von A2 und A1. Leider hingen keine Starterlisten aus, so dass ich kurz vor der Parcourbegehung der A2 erst durch Nachfragen erfahren habe, dass ich schon als 4. Starter an der Reihe war.  Dies war dann insofern etwas ärgerlich, dass ich Bolton und mich bis dahin noch nicht aufgewärmt hatte.  Entsprechend fehlte dann mir und auch Bolton wohl etwas die Konzentration, als wir an den Start gingen.

A-Lauf
Der A2-Parcour war sehr interessant und hatte ein knifflige Verleitung schon im 1. Drittel des Parcours, wo der Hund im Bogen aus einem Tunnel und über eine Hürde kam, dann aber nicht geradeaus über die nächste Hürde durfte, sondern 90 Grad nach links abbiegen musste.  Mit einem Gegendreher konnte ich Bolton dort schön eng rein holen.  Danach gings dann auf den Steg...     Und was macht Bolton????   ...einen riesen Sprung über die Zone... :-((.   Ich war so perlex, dass mir erst im danachfolgenden Slalom einfiel, dass ich mir ja eigentlich vorgenommen hatte, Bolton künftig immer zurück zu setzen, wenn er abspringt.   Nachdem er dann auch noch zu früh aus dem Slalom ausfädelte (was aber an mir lag) war ich geradezu froh, dass Bolton auch auf dem A-Wand-Abgang etwas absprang. Auch wenn er dabei noch in der Zone war, habe ich ihn dann zurück gesetzt und gewartet, bis er sauber in 2on2off stand. Damit hatten wir unser DIS für diesen Lauf, was aber angesichts der beiden Fehler vorher auch nichts mehr ausmachte...

Hier unsere Leistung im Video:




Irgendwie war ich in diesem Augenblick ziemlich frustriert, da ich mich mit den Kontaktzonen bei Bolton schon das ganze Jahr über beschäfftige und irgendwie nicht voran komme. Zu Hause beim Training läuft er inzwischen (meistens) sicher in 2on2off, aber beim Turnier scheint es dies nicht mehr zu kennen. 

Jumping
Nun lag meine Hoffnung mal wieder auf dem Jumping, auch wenn es für die A2 ja nicht aufstiegsrelevant ist. Trotzdem wollte ich wenigstens dabei mit Bolton eine gute Figur abliefern.  Bis auf ein recht kniffliges Ende war der Parcour gut laufbar. 

Aber dann kam aber wieder alles mal ganz anders.  Das dritte Hindernis war ein relativ einfach und sicher anzulaufender Tunnel, so dachte ich zumindest bei der Begehung, und entsprechend entspannt lief ich dann auch nach dem Start dort vorbei.....   und Bolton auch !!!  :-(( . Somit hatten wir schon gleich eine Verweigerung und meine Motivation fiel augenblicklich in den Keller..   Und da auch entsprechend die Konzentration weg war, schickte ich Bolton beim nächsten Tunnel in den falschen Eingang... also wieder ein DIS !! :-((.. Danach folge dann noch eine Verweigerung und das knifflige Ende, das ich mir bei der Begehung besonders gut angesehen hatte, funktionierte auch nicht.... :-(

Genau da ging mir zum zweiten Mal der erste Satz in diesem Bericht durch den Kopf...

Hier das Video dazu:





Bei der Siegerehrung habe ich mich dann nochmal ein bischen zusätzlich geärgert. Als Neuling bei der Kreismeisterschaft war ich nämlich richtig überrascht, dass man bei dieser Meisterschaft auch mit einem DIS im A-Lauf trotzdem noch in der Kombi-Wertung gewertet wird und "Pokale" holen kann. Die KMS hat diesbezüglich eine eigene Regelung. Hätte ich dies vorher gewusst, hätte ich vermutlich im Jumping nicht so aufgegeben...  Aber ok, im nächsten Jahre weiß ich das wenigstens...


Donnerstag, 9. September 2010

Herbstturnier am 04. und 05.09. 2010 bei der HSG Rhein-Sieg

Juhu, wir haben unseren ersten Qualis für die A3 geschafft!  Am Samstag den 4.9. belegte  Bolton in der A2 den 3. Platz und sonntags sogar Platz 1! 



Nachdem die letzten Turniere nicht unbedingt mit Wetterglück gesegnet waren, passte das Wetter beim Turnier der HSG letztes Wochenende optimal. Auf dieses Turnier hatte ich mich dieses Jahr ganz besonders gefeut, da ich seit Anfang des Jahres Mitglied bei der HSG bin und dies somit mein erstes "Heimturnier" war. Deshalb war ich aber auch ein bischen nervös, ich wollte natürlich vor heimischen Publikum eine möglichst gute "Figur abgeben". Als Richter bei diesem Turnier fungierte Jörg Zenner, der, um es vorweg zu nehmen, an beiden Tagen für alle Klassen tolle Parcours gestellt und mit seiner freundliche und fairen Art zur guten Stimmung beigetragen hat. 

Samstag 4. September
Der Samstag begann mit der A1, gefolgt von der A2 und der A3, und zum Schluss liefen die Senioren.  Nach der Mittagspause gings dann mit dem Jumping 3 weiter, danach ein Jumping open für die A1 und A2 und den Abschluss bildeten wieder die Senioren..  Der Tag war für mich recht kurzweilig, weil ich als Vereinsmitglied als Parcourbauer eingeteilt war...

A-Lauf
Der A2 Parcour gefiel mir sehr gut. Er war flüssig und rund zu  laufen, hatte aber doch die eine oder andere führtechnische Herausforderung, an denen man entweder Zeit gewinnen oder sich aber auch leicht ein DIS einfangen konnte.  Dies waren vor allem die Tunneleingänge, die mir bei der Begehung etwas Sorgen machten und die eine möglichst eindeutige Führweise erforderten.  Darüber hinaus hatte ich mir für den A-Lauf vorgenommen, besonders auf die Kontaktzonen zu achten und diese möglichst gut zu konmtrollieren. Im Aufwärmbereich standen bei der HSG nicht nur ein paar Sprünge und ein Slalom, sondern auch ein Steg.  Diesen habe ich natürlich genutzt, um Bolton kurz vor dem A-Lauf an den Sinn und Zweck einer Kontaktzone zu erinnern... ;). 

So bin ich dann mit einem recht guten Gefühl an den Start gegangen.  Bis auf eine kurze Schrecksekunde kurz nach dem Start, wo ich Bolton nach der Wippe durch einen zu weiten Laufweg fast geradeaus über eine Hürde anstatt nach links in den Tunnel geschickt hatte,  und einen unnötigen Kringel von Bolton beim letzten Tunnel gelang uns der Lauf auch recht gut und vor allem fehlerfrei. An den Kontaktzonen ist er aber auch dieses Mal trotz allen Trainings in diesem Jahr wieder nicht in eine 2on2off-Position gelaufen, aber wenigsten war er sauber (mit allen Pfoten) in den Zonen..  Das Warten und Kontrollieren an der Zone hat gefühlsmäßig ewig lange gedauert, so dass ich mich zwar nach der Zielhürde über den fehlerfreien Lauf gefreut habe, aber mir zeitmäßig keine großen Hoffnungen auf eine gute Platzierung gemacht habe.  Daher war ich richtig überrascht, dass die Zeit dann noch ganz kmapp für Platz 3 und somit für unsere 1. Quali für die A3 gereicht hat.




Jumping
Mit diesem guten Gefühl und der Gewissheit, keine Zeit durch Kontrollieren von Kontaktzonen verlieren zu müssen, bin ich dann nachmittags ins Jumping gegangen.  Der Parcour war genau so, wie ich ihn liebe. Schnell zu laufen aber trotzdem mit ein paar kniffligen Ecken.. Die erste Herausforderung war ein schneller Slalomeingang, mit dem viele Hunde bzw. Hundeführer so ihre Not hatten und ins DIS liefen. Obwohl Bolton solche Slalomeingänge eigentlich recht gut beherrscht, habe ich ihn bewusste bis zum Eingang geführt, so dass er sauber einfäldete und den Slalom fehlerfrei durchlief.

Die zweite Herausforderung war ziemlich am Ende des Parcours eine schnelle Sequenz durch einen Sacktunnel, gefolgt von einer Busch-Hürde, nach der es links in einen u-förmigen Tunnel ging.  Trotz eines "Franzosens" vor dem Sacktunnel bin ich bei der Buschhürde etwas hinter Bolton geraten, so dass ich den Tunnel dann von hinten führen musste, was (für mich etwas überraschend) auch recht gut gelang.

So blieben wir auch im Jumping fehlerfrei und konnten uns Dank der guten Tempos, das Bolton gelaufen ist, über Platz 1 und eine Durchschnuttgeschwindigkeit von  (5,75 m/s) freuen. Bis auf meine wieder mal etwas zu große Hektik beim Laufen fand ich den Lauf fast optimal...



Somit war der Samstag für uns mit einem 3. Platz im A-Lauf und einem 1. Platz im Jumping wirklich sehr erfolgreich.  Auf dem Heimweg stellte ich mir dann allerdings auch die Frage, ob es uns gelingen würde, die am Sonntag vielleicht zu wiederholen, oder ob das eher "Zufallstreffer" waren...


Sonntag den 5. September
Schon recht früh am Morgen war ich sonntags am Platz, um meinen Vereinspflichten nachkommen und beim Parcouraufbau helfen zu können. Los gings an diesem Tag mit der A3, danach A2, A1 und die Senioren.

A-Lauf
Den A2 Parcour fand ich führtechnisch etwas anspruchsvoller als am Tag zuvor. Jörg Zenner hatte einen Pacourverlauf gestellt, der eine Menge "Kringel" durch Tunnel beinhaltete und auch einige interessante Wechsel und z.T. sehr unterschiedliche Laufwege zuließ. So entschied ich mich z.B., vor der A-Wand einen Wechsel zu machen und links an der A-Wand vorbei zu laufen, um die danach folgenden beiden Sprünge, die fast wie eine kleine Welle standen, besser führen zu können.   Den Sacktunnel im letzten Drittel des Parcours wollte ich auf Distanz führen, um so etwas Laufweg und somit Zeit sparen zu können.
Der Lauf lief dann auch recht gut. Die geplante kleine Welle, wo ich Bolton bei der 2. Hürde in den Rücken springen lassen und mit einem "Rum" wieder aufnehmen wollte, funktionierte wie geplant, ebenso der französische Wechsel nach zwischen Tunnel und Slalom.  Die Hürde vor dem Steg hätte nach außen herum auf dem längeren Weg vielleicht eine schönere Lauflinie für Bolton ergeben und wäre vermutlich auch etwas schneller gewesen.  Vor dem Sacktunnel musste ich dann aufpassen, dass Bolton nicht innen vorbei lief, da er dort etwas weniger Tempo hatte wie erwartet.  An der Wippe als vorletztes Hindernis habe ich dann bewusst Tempo und Druck reduziert, damit Bolton nicht zum Schluss noch einen "Wippenflieger" produziert...  So sind wir auch im A-Lauf am Sonntag fehlerfrei geblieben.



Wenn ich mir das Video so anschaue, dann hatten wir bei unserem Lauf wirklich sehr viel Glück. Irgendwie habe ich (im Gegensatz zu Samstag) viel zu wenig die Kontaktzonen kontrolliert und Bolton ist immer sehr deutlich abgesprungen. Der Stegaufgang war auch sehr "eng", auf dem Video erkennt man in Zeitlupe, dass Bolton das Ende der Zone noch so gerade berührt, also drin war (im Gegensatz zu einiger Kommentaren am Sonntag, die diese schon "weg" gesehen hatten). Der Richter hatte wirklich ein sehr scharfes Auge. Das geringere (oder fehlende) Kontrollieren hatte dann aber der Vorteil, dass wir keine Zeit an den Zonen verloren haben.  Dadurch hat dann die Gesamtzeit für unseren ersten Platz 1 in der A2 und unsere 2. Quali für die A3 gereicht hat.  Ich war (und bin es noch immer) überglücklich!

Jumping
Am Sonntag Nachmittag gab es dann wie am Tag zuvor für die A1er und A2er ein Jumping "open". Der Parcour war ein reiner "Rennparcour" durch mehrere Tunnel und nach meinem Geschmack etwas zu einfach. Die einzige Möglichkeit auf eine gute Platzierung sah ich darin, wenn ich Bolton möglichst eng und schnell führen würde. Ungefähr zu Hälfte gabe es eine Art Hürden-Viereck, dessen Ausgang ich mit einem "Rum" führen wollte, um anschließend nach vorne mehr Tempo machen zu können..

Wir sind dann auch recht zügig durch die Tunnelsequenzen gekommen.  Als es dann aber in das o.g. Viereck ging, habe ich Bolton etwas zu lange aus den Augen gelassen und mich auch viel zu früh auf das "Rum" konzentriert, so dass Bolton die erste Stange runter schubste. Der Rest des Parcours lief dann wieder wie geplant und im Ergebnis landeten wir dann auf Platz 8  (man kann ja nicht immer Glück haben... ;))..




Damit ging dann ein tolles erfolgreiches Wochenende zu Ende. Meine persönlichen Erkenntnisse daraus:  Bolton hat durchaus Potential (auch noch für "mehr" ;-)), aber zuerst müssen wir die Kontaktzonen "in den Griff" bekommen. Mit den Zonen so, wie Bolton sie jetzt läuft, können wir in der A3 (wenn wir denn noch irgendwann unsere 3. Quali geholt haben ;)) nicht viel gewinnen.  Also auf zum Training.... !

Dienstag, 31. August 2010

Agility Turnier am 29.08.2010 beim DVG Polizeisportverein Düsseldorf

Am Wochenende den 28. und 29. August fand in Düsseldorf das Turnier des PSV Düsseldorf statt. Ich hatte nur für Sonntag gemeldet, um samstags auch mal einige Dinge zu Hause erledigen zu können. Der Turnierplatz des PSV Düsseldorf liegt am Rand einer größeren Sportanlage mit Fussball- und Tennisplätzen und direkt in Nähe eines großen, hügeligen Waldes, der sehr gute Möglichkeiten zum Ausführen der Hunde zwischen den Läufen bietet.


Das Turnier begann wie mit der A3, gefolgt von A2 und A1. Richter waren an diesem Tag Rene Blank und Frank Gerhard. Alle Parcours waren flüssig und schnell zu laufen, hatten aber doch die eine oder andere Überraschung in Form von erkannten und nicht erkannten Verleitungen parat. Am diesem Tag sollte ich dann lernen, dass auch offensichtliche und erkannte Verleitungen so ihre Tücken haben...

Im A2 Parcour stand nämlich ungefähr auf der Hälfte eine Hürde direkt hinter einem S-förmigen Tunnel unter der A-Wand. Schon bei der Begehung war mir klar, dass es nicht so ganz einfach sein würde, den Hund vom Springen dieser Hürde abzuhalten. Mein Plan war es, Bolton durch frühzeitiges Anrufen im Tunnel an dieser vorbei zu ziehen. Der Rest des Parcours gefiel mir sehr gut, denn er war flüssig und schnell zu laufen und bot an einigen Stellen die Möglichkeit, durch schnelle Wechsel etwas Zeit zu sparen..

Bolton und ich mussten lt. Starterliste als zweites Team starten, was mir nicht so ganz gefiel, da ich immer etwas mentale Vorbereitungszeit nach der Begehung brauche. Nach dem Start ging es über zwei Hürden zum Steg. Mein Versuch, die Kontaktzone am Abgang zu kontrollieren, funktionierte zwar etwas besser als 2 Wochen zuvor beim Dompokal, aber richtig schön waren sie weder am Steg noch an der A-Wand. Bolton kennt einfach noch nicht seine Position, und wenn ich ihm dann im Turnier zu wenig helfe und auch zu früh weiter laufe, springt er dann meist irgendwie ab. Dies tat er dann auch in Düsseldorf, aber glücklicherweise erst, nachdem er mit den Pfoten schon in den jeweiligen Zonen gestanden hatte. Nach dem Steg ging es dann in einer Schleife nach links durch einen Tunnel und dann nach rechts quasi zurück über die A-Wand. Nach einer 180 Grad Kehre über 2 Hürden ging es dann zurück Richtung Wand in den oben schon erwähnten S-Tunnel darunter…

Und dort kam es dann, wie es kommen musste.. Alles Rufen und Händeklatschen half nichts, als Bolton aus dem Tunnel kam, sprang er zielstrebig die Verleitungshürde und damit ins DIS… Naja, dafür war lief der Rest dann wieder sehr gut. Ich habe sogar den geplanten Franzosen zwischen den beiden nach dem Slalom folgenden Tunneln geschafft. Daher war ich trotz des DIS mit meinem Lauf eigentlich recht zufrieden.

Dank Ivonne gibt es auch von diesem Lauf ein kurzes Video:



Wir haben nachher diskutiert, wie denn der Fehler mit der Verleitung zu vermeiden gewesen wäre, und sind zu der Vermutung gelangt, dass ich Bolton im Tunnel einfach zu leise angesprochen habe. Das laute Rumpeln beim Durchlaufen ist ja im Inneren des Tunnels noch viel lauter, vermutlich hat mich Bolton überhaupt nicht gehört…

Bei der Videoanalyse ist mir dann auch noch aufgefallen, dass ich auch die Kehre nach der A-Wand sehr schlecht geführt habe. Ich habe Bolton mit viel zu viel Druck über den ersten Sprung nach der Wand geschickt, quasi direkt auf die dahinter stehende Wand zu, die ich bei der Begehung überhaupt nicht als Verleitung erkannt hatte. So sprang Bolton dann viel zu weit geradeaus und rutsche deshalb dann auch beim Versuch, in der Landung gleich nach links abzubiegen, aus. Sorry Bolton, das soll nicht mehr vorkommen (hoffentlich). Ich hätte ihn vor diesem Sprung viel mehr stellen müssen, und an Stelle des Franzosen besser einen sauberen Belgier machen müssen… Aber nachher (insbesondere nach dem Video) ist man immer schlauer… ;-)


Kommen wir nun zum Jumping. Dieses war als „Open“ für A1 und A2 ausgeschrieben. Der Parcoursverlauf war für meinen Geschmack nicht sonderlich anspruchsvoll, der Richter hatte vermutlich etwas auf die A1er Rücksicht genommen, was ja auch zu begrüßen ist. An einer Stelle hatte ich mir bei der Begehung überlegt, anders als die meisten anderen zu laufen. An dieser Stelle kam der Hund aus einem U-förmigen Tunnel und musste nach rechts in eine kleine „Welle“ bestehend aus 3 Hindernissen. Hier wollte ich nach dem Tunnel vor den Hürden bleiben, Bolton linksgeführt über die erste Hürde schicken, ihn dann über die zweite auf mich zuziehen um dann vor ihm mit einem Franzosen zu wechseln und ihn dann rechtsgeführt über die dritte Hürde zu schicken. Ansonsten war der Parcour recht einfach zu laufen. Beim Start war es hilfreich, den Hund über 3 Hürden geradeaus abrufen zu können.

So konnte ich Bolton nach dem Start einigermaßen sauber eine Schleife aus 3 Sprüngen und dann in den Slalom führen. Nach dem Slalom gings dann nach links über eine Hürde in den o.g. U-Tunnel. Dies Hürde wurde uns dann aber zum Verhängnis. Normalerweise springt Bolton sehr sicher (wenn auch nicht immer elegant ;-)) und hat ein gute Auge für den richtigen Absprungpunkt. Aber an dieser Hürde scheint er sich entweder völlig verschätzt oder vielleicht auch vertreten zu haben. Er sprang ab, zögerte dann aber, sprang noch mal ab, und war dann natürlich zu dicht an der Hürde und sprang direkt unter die Stange. Selbst nach mehrfachem Betrachten des Videos, auch in Zeitlupe, ist mir nicht ganz klar, was passiert ist. Auf jeden Fall hörte ich die Stange (alle Stangen bestanden aus Alu-Rohren) mit lautem Scheppern fallen und sah Bolton stolpern und sich gleich an der Pfote lecken. Ich habe dann gleich gestoppt und erst mal gewartet, ob Bolton wieder sauber mit allen Pfoten auftritt und läuft.. Als dies dann der Fall war, habe ich den Lauf wieder fortgesetzt und dann auch noch den geplanten Franzosen gemacht. Der restliche Parcour lief dann problemlos…

Hier das Video vom Jumping



Bei der Analyse ist mir neben dem o.g. Hürdenproblem von Bolton aufgefallen, dass meine Führweise nach dem Tunnel doch nicht so optimal war. Bolton springt nämlich bei der ersten Hürde nach dem Tunnel sehr weit raus, um mir dann über die nächste Hürde zu folgen. Dadurch habe ich zwar genügend Vorsprung, um den geplanten Franzosen zu machen, aber auch der war eigentlich (im Nachhinein betrachtet) an dieser Stelle quatsch, denn an der dritten Hürde musste Bolton bremsen und quasi einen Haken laufen, da er durch den Franzosen etwas zu schnell war.

Besser wäre es vielleicht gewesen, Bolton nach dem Tunnel nicht vorwärts über die erste Hürde zuschicken (und ihn zu weit raus zu schicken), sondern mich zu ihm einzudrehen und dann rückwärtslaufend mit rechts von knapp hinter der ersten Hürde an zu nehmen. Ich hätte ihn dann, quasi mit einer Art langgezogenemBelgier, rechtsgeführt über die zweite Hürde schicken und dann wieder, weiterhin rechtsgeführt, über die dritte Hürde zurück ziehe können… So wäre einerseits den ersten Sprung enger und den dritten Sprung auf einer besseren Linie gelaufen…

Dass der Parcour sehr schnell zu führen war (wenn man es konnte ;-)) zeigt auch die Geschwindigkeit des Erstplazierten Hundes. Erster und schnellste war ein Starter aus der A1 (!): Thomas Schniewind mit Chester, einem Australian Shepherd, der mit 21 Sekunden und knapp über 6 m/s durch den Parcour ging!


Zum Schluss folgte noch ein Spiel, bei dem es in einem kleinen Parcout darum ging, bei drei nebeneinander liegenden Tunneln immer den mittleren zu treffen. Lief der Hund in den falschen Tunnel, bedeutete das Zeitverlust durch einen Umweg und zusätzliche Hindernisse. Bolton lief natürlich gleich zu Anfang in den falschen Tunnel... Dafür habe ich die Kontaktzone an der A-Wand dann dafür genutzt, Bolton endlich mal richtig in 2on2off stehen zu lassen...

Hier das Spiel:




Insgesamt war ich aber trotz des DIS im A-Lauf und der Fehler im Jumping mit dem Turnier recht zufrieden. Bis auf diese Fehler hatte ich ein sehr gutes Gefühl und die Läufe waren (für mich) relativ flüssig. Und ich habe wieder, Dank der Videos von Ivonne und der Diskussionen vor Ort, einiges dazu gelernt.. Irgendwie habe ich das gute Gefühl, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis wir auch mal in der A2 einen 0-Fehler-Lauf schaffen..

Donnerstag, 26. August 2010

Dompokal am 14. und 15. August 2010


Nach unserem 3 wöchigen Urlaub mit dem Wohnmobil durch Frankreich (Normandie, Bretagne, Düne de Pyla) waren wir rechtzeitig zum Dompokal zurück.  Auf den Dompokal freute ich mich dieses Jahr ganz besonders, da ich im letzten Jahr beim Dompokal mein allererstes offizielles Turnier gelaufen bin. Die damalige Veranstaltung fand bei traumhaften Wetter statt und hatte mir sehr gut gefallen...

Auch in diesem Jahr war die Organisation des ATC (Agility Team Cologne) wieder absolut perfekt. Angefangen von Starterlisten auf der Homepage bis hin zur Durchführung des Turniers, alles hat gepasst. Als einziger, kleiner Kritikpunkt von meiner Seite könnte ich vielleicht die hohe Anzahl von Startern nennen. Mit ca. 180 Startern ist so eine Veranstaltung m.M.n. rein zeitlich an der Grenze angekommen. So war die Siegerehrung am Samstag erst kurz vor 18 Uhr, obwohl sich alle die größte Mühe um einen zügigen Ablauf gaben. Aber 180 Starter brauchen eben ihre Zeit...

Was leider nicht so ganz mitspielte, war das Wetter. Während am Samstag bei Sonne durchaus sommerliche Gefühle aufkamen, so wurde der Sonntag nach einsetzendem mehr oder weniger heftigem Dauerregen doch eine sehr nasse Angelegenheit...  Aber dazu später mehr...

Samstag 14.8.
Das Turnier begann mit den A3ern, gefolgt von den A2ern und ern A1ern. Durch die hohe Zahl von über 50 Startern alleine schon in der A3 Large war ich mit Bolton erst kurz vor Mittag an der Reihe.

Der Parcour des A-Laufs von Irene Solf war recht flüssig zu laufen und hatte ein paar interessante Ecken, an denen man durch enges Führen etwas Zeit einsparen konnte. Nach der Starthürde ging es durch einen leicht gebogenen Tunnel, dann über zwei nebeneinander stehen Hürden zur Mauer. Bei der 2. Hürde wollte ich Bolton in meinen Rücken springen lassen und ihn dann mit einem Franzosen wieder aufnehmen und dann über die Mauer schicken. 

Leider habe ich Bolton am Tunnelausgang etwas zu lange aus den Augen gelassen und bemerkte somit etwas spät, dass er im Tunnel irgendwie hängen geblieben war.. Somit war ich, als Bolton dann aus dem Tunnel kam, schon zu weit auf dem Weg zur 2. Hürde und habe ihn damit an der ersten Hürde vorbei gezogen. Somit hatten wir gleich zum Begin des Parcours schon eine Verweigerung.. :(. Der weitere Parcour lief eigentlich wie geplant. Der A-Wand Abgang war (noch) ok, Bolton passte auf und sprang erst ab, als er gut in der Zone war.  Vor der Wippe habe ich dann hinter Bolton gewechselt, was fast ins Auge gegangen wäre, da er sich auf der Wippe kurz nach mir umgeschaut hat, dann aber doch weiter lief.. Naja, und da kam noch der Steg mit seiner Abgangszone.  Und was macht Bolton?  Richtig geraten: er springt ab...   Somit landeten wir mit 1 Verweigung und 1 Parcourfehler auf Rang 8..

Hier unser Lauf im Video:



Wenn ich mir das Video anschaue, dann war der Lauf eigentlich gar nicht so schlecht. Die Verweigerung nach dem Tunnel hätte ich sicher vermeiden können, wenn ich Bolton mehr im Auge behalten hätte und nicht so stupide meinem bei der Begehung zurecht gelegten "Laufplan" gefolgt wäre. Und an den Zonen muss ich halt einfach noch weiter arbeiten und diese vor allem im Turnuier mehr komtrollieren. Denn interessanterweise funktionieren die Zonen im Training erheblich besser, aber auf dem Turnier werden sie jedes Mal zur "Zitterpartie"...

Nun lagen meine Hoffnungen mal wieder beim Jumping.  Dieses war ebenfalls recht schnell und zügig gebaut und schien mir durchaus "machbar"...   Dementsprechend zuversichtlich bin ich dann auch gestartet.  Der Anfang lief sehr gut, ich konnte Bolton auf einer recht engen Linie bis zum ersten u-förmig liegenden Tunnel führen.  Nach dem Tunnel ging es nach links weg über zwei Sprünge zum nächsten Tunnel. Vor dem ersten Tunnel habe ich  Bolton etwas ausgestellt, damit er nicht durch einen zu großen Bogen nach dem Sprung Zeit verliert und eine geradere Linie auf den Eingang des nächsten Tunnel hatte.  Als ich Bolton dann fast genau geradeaus über den 2. Sprung in dieses Tunnelloch schicken wollte, sah ich im Augenwinkel, wie er nach rechts abbiegt und zielstrebig in den falschen Tunneleingang läuft. Ich war in diesem Augenblick so perlex, dass ich noch nicht einmal irgendein rettendes Kommando rufen konnte...   Somit hatten wir im Jumping unser DIS..  Danach war bei mir die Konzentration irgendwie weg, obwohl ich den Rest eigentlich noch sauber fertig laufen wollte, und zum Schluss bin ich dann auch noch beim (eigentlich unnötigen) Rückwärtslaufen über meine eigenen Füße gestolpert... . Also ein Lauf komplett zum "Abhaken"

Aber seht selber:






Sonntag 15.08.2010
Für Sonntag hatte der Wetterbericht Regen angesagt, aber irgendwie hat man ja immer die Hoffnung, dass sich der Wetterfrosch irrt und es doch nicht so nass wird...  

Auf der frühmorgendlichen Fahrt nach Köln war der Himmel schon sehr düster und wolkenverhangen... aber es war noch trocken.  Der Turniertag begann mit den A1ern, gefolgt von den A2ern und A3ern.   Während die A1er wettertechnisch noch Glück hatten, begann es pünktlich beim Parcourumbau auf A2 an zu tröpfeln. Die Parcours stammten an diesem Tag von Michael Schilling und waren ebenfalls recht gut zu laufen. Nach der Begehung des A2 Parours war ich mir nicht ganz sicher, ob ich den Steg rechts oder links laufen sollte. Ich habe mich dann aber doch für rechts enstschieden und mir fest vorgenommen, den Lauf ganz ruhig anzugehen und vor allem die Kontaktzonen zu kontrollieren.
Bis zum Steg lief es eigentlich auch recht gut, aber dann....  Während Bolton beim Stegabgang noch so gerade die Zone berührte, sprang er dann von der A-Wand ab..  Nach der Wand ging es 90 Grad nach links über einen Sprung in den recht schwierigen Slalomeingang. Viele Hundeführer zogen hier die  Hunde zu sehr nach innen und somit am Slalom vorbei. Ich wollte Bolton da nicht zuviel irritieren und ihn den Eingang lieber selber suchen lassen. Diese ihm zugedachte Eigenverantwortung hat Bolton dann aber leider nicht richtig genutzt, denn er bremste zu wenig und lief an der ersten Stange vorbei.. Das war dann unser 2. Fehler und somit belegten wir wie am Vortag mit einer Verweigerung und einem Parcourfehler wiederum den 8. Platz.

Leider gibts von diesem Lauf kein Video, dafür aber den Parcourplan:


Nach unserem Lauf begann es immer heftiger zu regnen und auf dem Platz bildeten sich immer mehr Schlammpfützen.  Die Starter der A3 Large hatten zunehmend mit dem rutschigen Untergrund zu kämpfen und der Zustand es Parocurs wurde von Starter zu Starter schlechter.


Einen Eindruck vermittelt etwas das Video von Phillipp mit Finn, der die schwierigen Bedingungen durch einen kontrollierten und recht defensiven Lauf perfekt meisterte:




Die Midi-Starter danach sahen dann zunehmend mehr wie Crossläufer aus. Irgendwann fiel dann die aus meiner Sicht richtige Entscheidung des Veranstalters, das Turnier zum Wohle der Hundeführer und Hunde (und auch des Platzes) abzubrechen.  Somit wurden dann die A-Läufe der A3 Mini sowie alle Junpings abgesagt.  Dies war natürlich für die "Mini"-Starter etwas ärgerlich, hatten sie doch schon so lange im Regen ausgeharrt, um nun doch nicht laufen zu können. Vielleicht hätte man die auch nocht starten lassen können, zumal das Startefeld von der Anzahl her nicht sehr groß war (ca. 16  Hunde, wenn ich das richtig im Kopf habe).

Aber wie es auch sei, die Bedinungen waren dann einfach nicht mehr für ein reguläre Turnierfortführung geeignet. Somit wurden bei der Vergabe der Dompokale in diesem Jahr nur die Ergebnisse der A-Läufe zu Grunde gelegt und nicht, wie eigentlich geplant, die Kombiwertung aus A und Jumping.

Einen kleinen Eindruck der Wetterverschlechtung und der herrschenden Platzverhältnisse gibt vielleicht dieses Video mit einem Ausschnitt der Siegerehrung wieder:




So ging das diessjährige Turnier um den Dompokal vorzeitig und sehr nass zu Ende. Das war wirklich sehr schade, denn der veranstaltende Verein ATC hatte sich wieder sehr viel Mühe gegeben, die Veranstaltung bestmöglich durchzuführen und alle zufrieden zu stellen.



Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall wieder dort starten (das Wetter kann ja nur noch besser werden) und dann werden hoffentlich auch unsere Kontaktzonen besser sitzen... ;)